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Rechtliche Schritte

Neben der Konfigurationsdatei legen Sie mittels des Befehls mkdir .sitecopy noch das spezielle Verzeichnis .sitecopy im Heimatverzeichnis an. In diesem versteckten Ordner notiert sich das Tool den jeweils letzten Zustand der Dateien auf dem Server. Die Sitecopy-Dokumentation bezeichnet ihn deshalb auch als "Storage Directory".

Sowohl die Konfigurationsdatei als auch das Storage Directory dürfen ausschließlich für Sie selbst zugänglich sein: Andernfalls verweigert Sitecopy den Dienst. Die entsprechenden Benutzerrechte setzen Sie über das Eigenschaftsfenster der Datei, beziehungsweise des Verzeichnisses (in der Regel erreichbar über die rechte Maustaste im Dateimanager Ihres Vertrauens). In einem Terminalfenster erledigt die Zeile

chmod 600 .sitecopyrc && chmod 700 .sitecopy

den Job. Die Datenübertragung via FTP erfolgt unverschlüsselt. Übertragen Sie sensible Daten, greifen Sie lieber auf einen externen WebDAV-Server zu, der SSL beherrscht. Die Datei .sitecopyrc ergänzen Sie dazu um die Zeile http secure.

Schon alle da?

Sofern auf Ihrem Server bereits Dateien liegen, müssen Sie vor dem ersten Aufruf von Sitecopy sicherstellen, dass die lokale Kopie mit den entfernt gelagerten Dateien übereinstimmt. Mit einem

sitecopy --catchup alicecat

durchsucht das kleine Werkzeug den in der Konfigurationsdatei unter dem Namen alicecat eingetragenen Server und notiert sich alle dort gefundenen Dateien.

Besitzen Sie noch keine lokale Kopie der dort gelagerten Dokumente, werfen Sie einfach den so genannten Fetch-Mode an. Per

sitecopy --fetch alicecat

untersucht das Werkzeug zunächst den Server und lädt anschließend mittels des Kommandos

sitecopy --synchronize alicecat

die dabei entdeckten Dateien herunter (Abbildung 4). Diese landen im angegebenen Arbeitsverzeichnis – bei Alice wäre das /home/alice/webseite/katzen. Der Autor von Sitecopy garantiert eine korrekte Funktionsweise des Fetch-Mode allerdings nur mit WebDAV-Servern. Alice – die ja einen FTP-Server nutzt – sollte also besser die Finger von dieser Methode lassen, falls sie Datenverlust befürchtet. Im Test traten allerdings keine Probleme auf, bis auf die im Kasten "Probleme" erwähnten.

Abbildung 4: Dank fetch und synchronize bringen Sie die lokalen Dateien auf den neuesten Stand, bevor Sie Veränderungen an einer Webseite vornehmen.

Probleme

Aufgrund eines Bugs bricht das Synchronisieren mit einer Fehlermeldung ab, wenn die entfernte Seite mehrere Ebenen tief ist. Rufen Sie den Befehl einfach mehrmals nacheinander auf, bis Sitecopy sämtliche Verzeichnisebenen korrekt anlegt und beginnt, die einzelnen Dateien zu kopieren.

Bleibt noch der dritte Fall, bei dem die Daten zwar schon lokal existieren, aber der Server noch gähnende Leere aufweist. Hier genügt der Befehl:

sitecopy --init Seitenname

Auf diesem Weg lernt Sitecopy zwar die Dateien und die entfernte Umgebung kennen, es fließen aber noch keine Daten zum Server.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 03/2012

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