Home / LinuxUser / 2007 / 06 / System durchleuchtet

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

System durchleuchtet

Hardwareprofiler für Linux

01.06.2007 Hardinfo schlüsselt die kryptischen Informationen aus dem <C>proc<C>-Dateisystem leicht verständlich auf und präsentiert sie in einer ansprechenden Oberfläche.

Die Hardware eines Rechners ist für manchen Anwender ein Buch mit sieben Siegeln. Zwar liefern moderne Betriebssysteme eine stattliche Menge an Informationen über die verbauten Komponenten – allerdings nicht unbedingt in leicht verständlicher Form. Wer sich schon einmal mit dem Gerätemanager von Gnome auseinander gesetzt hat, erinnert sich im besten Fall an endlose kryptische Zeichenfolgen und hat vielleicht gerade einmal irgendwo den Herstellernamen des Rechners erkannt.

Diesem reichlich unverständlichen Hardware-Kauderwelsch bereitet das kleine Programm Hardinfo ein Ende. Dabei stützt sich das Tool auf jene Angaben, die jede Linux-Distribution im Verzeichnis /proc verwaltet. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Dateisystem, das der Kernel anlegt und in dem die laufenden Prozesse in Unterverzeichnissen abgebildet werden. Es beansprucht keinen Platz auf der Festplatte, auch wenn manche Dateien wie beispielsweise kcore scheinbar eine enorme Größe aufweisen. Allerdings erleichtert das /proc-Verzeichnis durch die stattliche Anzahl an Unterverzeichnissen und teilweise auch mit vieldeutigen Verzeichnisnamen die Suche nach spezifischen Informationen nicht gerade. Hier tritt Hardinfo an, dem Durcheinander durch eine ansprechende grafische Oberfläche und eine übersichtliche Präsentation der Hardware-Informationen ein Ende zu bereiten.

Installation

Hardinfo steht unter der GPL und wird kostenlos zum Download angeboten [1]. Nach dem Herunterladen des Tarballs auf die Festplatte entpacken Sie das Archiv zunächst in ein temporäres Verzeichnis. Dazu nutzen Sie auf der Kommandozeile den Befehl tar -xjvf hardinfo-0.4.2.1.tar.bz2 beziehungsweise tar -xzvf hardinfo-0.4.2.1.tar.gz. Dann wechseln Sie in das neu angelegte Verzeichnis hardinfo-0.4.2.1, von wo aus die Hardinfo über den Dreisatz ./configure && make && make install übersetzen und einrichten.

Gibt es bei der Installation Probleme, so liegt das in der Regel am Fehlen der beiden Bibliotheken libgtk2.0-dev und libsoup2.2-dev. Keine der gängigen Distributionen richtet diese von Haus aus mit ein, sie befinden sich jedoch in den entsprechenden Repositories und lassen sich über den Paketmanager problemlos nachinstallieren. Anwender der verschiedenen Ubuntu-Derivate lernen hier – sofern sie mit einer frischen Installation arbeiten und bislang auf diesem System noch keine Software selbst kompiliert haben – eine unangenehme Eigenschaft von Ubuntu und seinen Ablegern kennen lernen: Die gesamte Distributionsfamilie richtet bei einer Standardinstallation grundsätzlich nicht den GNU-C-Compiler ein, sodass jeder Versuch fehlschlägt, Software selbst zu kompilieren. Hier müssen Sie als zunächst noch die gcc-Pakete mithilfe von Synaptic nachinstallieren.

Nach dem sehr zügigen Durchlauf des Kompiliervorgangs legt die Installationsroutine – falls noch nicht vorhanden – unter Gnome den Unterpunkt Systemwerkzeuge im Menü Anwendungen an, in dem für Hardinfo der Eintrag System Profiler and Benchmark erscheint.

Funktionsumfang

Nach einem Klick auf System Profiler and Benchmark öffnet sich ein aufgeräumtes, in zwei Teile untergliedertes Fenster: Auf der linken Seite finden sich die einzelnen Systemkomponenten (unterteilt in Computer (allgemeine Angaben) und Devices (Hardware) sowie die Benchmark-Routinen. Im rechten, deutlich größeren Unterfenster erschienen detaillierte Informationen zu den einzelnen Ressourcen. Dieses rechte Fenster teilt Hardinfo bei der Anzeige mancher Unterkategorien nochmals auf, um detaillierte Informationen beispielsweise zu den geladenen Kernel-Modulen darzustellen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Arbeitsfenster von Hardinfo stellt die Informationen zu den angewählten Komponenten übersichtlich dar.

Zusätzlich findet sich im linken Fenster ganz unten der Eintrag Benchmarks. Er hält eine Reihe von CPU- und FPU-Leistungsmessungen bereit, deren Ergebnisse jeweils in Relation zu anderen CPUs betrachtet werden können. Diese Vergleichsergebnisse fallen teilweise jedoch nicht unbedingt aussagekräftig aus, da Hardinfo als Vergleichsbasis auch PowerPC-Prozessoren heranzieht, die auf einer völlig anderen Architektur beruhen als Intel- und AMD-CPUs. Die direkte Betrachtung verschiedener x86-Prozessoren beschert zudem manchem Anwender ein Aha-Erlebnis, da die Benchmarks teilweise ernüchternde Ergebnisse zutage fördern: So steigt die Leistung eines Prozessors keineswegs – wie viele Werbestrategen in vollmundigen Aussagen glauben machen wollen – proportional zur Taktfrequenz oder der Anzahl der vorhandenen Kerne.

Sollen die einzelnen Angaben zur Hardware und zum System archiviert werden, so bietet ein Klick auf den Button Generate Report die Möglichkeit, eine sehr übersichtlich gestaltete Liste zusammenzustellen. Dabei können Sie wahlfrei definieren, aus welchem Bereich der vorgegebenen Kategorien Hardinfo die Liste anfertigt und ob die Benchmarks mit einfließen sollen. Hardinfo durchläuft die Leistungsmessungen beim Anlegen der Liste allerdings nochmals, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Sie können die Liste entweder als einfache Textdatei oder in HTML-Form an einer beliebigen Stelle im Dateisystem abspeichern (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der mit Hardinfo angefertigte Report im HTML-Format.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

651 Hits
Wertung: 89 Punkte (7 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...