Schnittstelle
Videos bearbeiten mit Jahshaka
Effektiv
Um Teile oder sogar das gesamte Video zu verschönern, bietet Jahshaka verschiedene Effekte an. Sie stecken in einer zu Beginn verborgenen Seitenleiste am rechten Fensterrand, die nur im Editing-Modus aktiv ist. Dort finden Sie direkt neben der Vorschau wieder einen kleinen Streifen. Sobald Sie ihn mit der Maus nach links aufziehen, erscheint eine Liste mit allen derzeit verfügbaren Effekten, der so genannte Effects Tray.
Wählen Sie auf der Zeitleiste den Teil aus, auf den Sie den Effekt angewenden möchten, und ziehen Sie den Auserwählten von der Seitenleiste auf das Video. In der Abbildung 7 verleiht beispielsweise ein Sepia-Effekt dem Ausschnitt aus dem Urlaubsvideo einen nostalgischen Anstrich.
Wechseln Sie auf das Register Cut. Diese Ansicht blendet alle Filmschnipsel bis auf den gerade ausgewählten aus. Im Gegenzug sehen Sie aber weitere nützliche Zusatzinformationen: So zeigt die Zeitleiste nun untereinander alle Effekte an, die auf den Filmclip einwirken. In Abbildung 8 ist dies nur einer – der besagte Sepia-Effekt.
Die Tabelle rechts neben der Zeitleiste fasst wiederum alle wichtigen Informationen für das in dieser Ansicht ausgewählte Objekt zusammen. Sobald Sie beispielsweise links in der Zeitleiste den Effekt sepia anklicken, nennt Ihnen Jahshaka dort den Namen des Effekts, sowie seinen Start- und Endpunkt.
Um den Einsatz des Effekts etwas nach hinten zu verschieben, fahren Sie wie gewohnt mit der weißen Nadel an die zukünftige Startposition und schneiden den Anfang des Effekts mit [I] weg. Wie das Beispiel zeigt, behandelt Jahshaka einen Effekt genau so wie ein Video. Einige der Effekte dürfen sogar den Platz eines richtigen Videos einnehmen – das Rauschen wäre solch ein Beispiel. Im Test kam es allerdings wiederholt vor, dass nach dem Editieren von Effekten anschließend der betreffende Schnipsel überhaupt keinen Effekt mehr aufwies, obwohl ihm die entsprechenden Effektobjekte noch zugewiesen waren.
Übergangsware
Bislang tauchen im Gesamtkunstwerk nur harte Schnitte auf. Um dem Film etwas mehr Pepp zu verleihen, helfen ein paar anständige Überblendungen. Sie überführen einen Filmschnipsel mehr oder weniger effektvoll in einen anderen. Profis verwenden solche Blenden übrigens nur äußerst sparsam und dezent. Wie jeder bessere Fernsehfilm beweist, bestätigen nur vereinzelte Ausnahmen die Regel. Nichtsdestotrotz bekommt der Urlaub im Folgenden eine "Wischblende" verpasst. Sie eignet sich hervorragend, um einen Ortswechsel anzuzeigen.
Wechseln Sie zunächst wieder auf das Register Project und erzeugen über die Schaltfläche Tracks... und dem Punkt Append... eine weitere Videospur. Auf ihr ordnen Sie nach belieben weitere Filmclips an. Jede Spur funktioniert wie ein Filmprojektor, der das enthaltene Material auf die Leinwand der Vorschau projiziert. Dabei gilt jedoch die Regel, dass die Videos der unteren Spur immer die Videos auf den darüber liegenden Spur überschreiben.
Für den geplanten Übergangseffekt wählen Sie als nächstes die zweite Spur, indem Sie auf ihren Namen am linken Ende der Zeitleiste klicken. Ziehen Sie nun einen neuen Filmschnipsel aus der Leiste am linken Rand auf die untere Spur. Die beiden Videos sollten sich wie in Abbildung 9 leicht überlappen.
Weisen Sie nun dem Filmclip auf dem unteren Track 2 einen entsprechenden Einblendungseffekt zu, für die Wischblende wäre dies beispielsweise Luma in. Die Vorschau zeigt Ihnen anschließend das Ergebnis. Falls Sie mit diesem unzufrieden sind, wechseln Sie auf das Register Cut und bearbeiten die Stelle – wie alle anderen Effekte – nach. Zum Luma in-Effekt (Abbildung 10) kennt Jahshaka übrigens noch das Pendant Luma out, das seinem Namen gemäß den Clip langsam ausblendet.



