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Schnittstelle

Videos bearbeiten mit Jahshaka

Trimm dich

Gerade im Urlaub entstehen die Aufnahmen häufig besonders schnell: Klettert der Spross auf die Rutsche, bleibt meist wenig Zeit zum Überlegen. Nicht selten erzeugen Sie so beim Starten der Aufnahme einen Wackler oder drücken den Stopp-Knopf versehentlich erst, wenn die Kamera längst die eigenen Füße als Hauptdarsteller entdeckt hat.

Diese unschönen Anfänge und Enden schneiden Sie mit nur wenigen Tastendrücken heraus, zunächst den Wackler am Anfang. Setzen Sie dazu die weiße Nadel auf das erste Bild direkt nach der unerwünschten Szene. Drücken Sie anschließend die Taste [I]. Damit beginnt dieser Filmschnipsel (nicht der gesamte Film) zukünftig immer an der aktuellen Position.

Die Füße am Ende des Clips stutzen Sie auf die gleiche Weise, nur dass diesmal die Taste [O] das neue Ende festlegt. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die grünen Zeitangaben neben In und Out. Sie nennen genau die Zeitpunkte im alten Filmschnipsel, an denen der gestutzte Teil beginnt und endet. Mit den grünen Pfeilen links und rechts neben den Angaben versetzen Sie die Grenzen jederzeit nachträglich.

Anders bei einem richtigen Schnitt: Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn Sie eine Szene aus der Mitte eines Filmschnipsels ausschneiden oder ihn in zwei Teile aufspalten möchten. Im Beispielvideo aus Abbildung 5 fährt ein Auto durchs Bild und stört so die Urlaubsidylle. Durch einen kleinen Schnitt korrigieren Sie diese Szene. Dazu schieben Sie einfach wieder die weiße Nadel an den Punkt, an dem Sie einen Schnitt setzen möchten, und drücken [S].

Damit spalten Sie den Filmclip in zwei Teile. Wiederholen Sie das Verfahren an dem Punkt, an dem das Auto die Szene wieder verlässt. Die Zeitleiste enthält nun drei Videos. Markieren Sie das mittlere, indem Sie es mit der linken Maustaste anklicken. Über einen Druck auf die Taste [Entf] wandert der Teil in das digitale Nirwana. Die dabei entstehende Lücke schließt Jahshaka automatisch (Abbildung 5 und Abbildung 6).

Gleichzeitig passt das Programm die Größe der Zeitleiste so an, dass alle Teile vernünftig auf den Bildschirm passen. Möchten Sie selbst den Zoomfaktor bestimmen, greifen Sie zu dem kleinen Lupensymbol rechts neben der roten Anzeige für die Gesamtlänge (Length).

Abbildung 5: Der Lieferwagen gehört gleich der Vergangenheit an. Sie setzt lediglich einen Schnitt zu Beginn der Szene…

Abbildung 6: … fahren dann an deren Ende und setzen dort einen weiteren Schnitt. Anschließend entfernen Sie den so extrahierten Teil.

Anhänglich

Je nach Gusto fügen Sie weitere Filmschnipsel hinzu, indem Sie diese aus der Liste links oben entweder wieder auf die Vorschau oder alternativ auf die Zeitleiste ziehen. Wo die neuen Szenen landen, bestimmt die Angabe beim Schalter Mode. Standardmäßig hängt Jahshaka jeden neuen Videoclip am Ende an (Append to Track).

Per Drag and Drop sortieren Sie die einzelnen Filme bequem in der Zeitleiste um. Die zuvor beschriebenen Methoden zum Trimmen und Ausschneiden bezieht Jahshaka übrigens immer auf den derzeit markierten Clip. Letzterer hebt sich von die nicht-aktiven durch die etwas dunklere Farbe ab (siehe Kasten "Markant"). Sollte einmal etwas daneben gehen, machen Sie das Malheur mit [Strg]+[Z] ungeschehen.

Markant

Achten Sie bei Ihrer Arbeit in Jahshaka unbedingt vor jedem einzelnen Arbeitsschritt akribisch darauf, welches Element den Fokus hat. Nur auf diese Objekte wendet das Programm die Aktionen an. Das gewöhnungsbedürftige Verhalten sorgt nicht gerade selten für unliebsame Überraschungen.

Ist beispielsweise die zweite Videospur aktiv, während Sie aus der Schublade mit dem Rohmaterial einen neuen Film auf die erste Spur ziehen, wandert er dennoch auf die zweite. Ausgewählte Elemente erscheinen gegenüber ihren Kollegen stets etwas abgedunkelt.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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