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Feinschliff

Verbesserungen und Neuheiten in Gnome 2.18

Was die Zukunft bringt

Leider haben es wieder einige Programme nicht in die aktuelle Version geschafft, weil sie noch nicht alltagstauglich oder schlicht zu fehlerhaft waren. Ein Beispiel hierfür ist der NetworkManager. Einige Distributionen, wie etwa Ubuntu, nahmen das Helferchen allerdings trotzdem auf. Das Programm zeichnet sich durch ein äußerst einfaches Interface aus: Es klinkt sich in das Benachrichtigungsfeld ein und zeigt in einer Liste alle verfügbaren drahtlosen Netzwerke an. Eine manuelle Konfiguration eingebauter Netzwerkkarten ist selbstverständlich ebenso möglich.

Die neue Infrastruktur für Scanner, die auf den etwas ungewöhnlichen Namen Flegita hört, fließt ebenfalls frühestens in Gnome 2.20 ein. Flegita [6] entstand während des "Google Summer of Code 2006" und funktioniert bereits jetzt in den wesentlichen Teilen. Dennoch entschlossen sich die Entwickler, die Integration noch zu verschieben.

Der Mediaplayer Totem bekommt ein Plugin-System spendiert. Das erleichtert das Erweitern des Programms. Vom Aufbau lehnt sich das System an bewährte Konzepte bei Rhythmbox oder Epiphany an. Falls die Zeit reicht, programmieren die Entwickler noch den DVB-Support. Einige gravierende Änderungen stehen mit ziemlicher Sicherheit auch bei Seahorse an: Hier sieht die Roadmap wie bereits erwähnt den Merger von Seahorse mit dem Gnome Keyring Manager vor.

Der Archivmanager unterstützt momentan noch keinen Zugriff auf entfernte Dateien. Dies liegt an der fehlenden Gnome-VFS-Integration. Gnome 2.20 behebt das Problem voraussichtlich, sodass Sie auch Archive auf entfernten Rechnern öffnen respektive entpacken.

Eine der größten Änderungen steht bei Gnome-VFS selbst an: Bisher stellt eine von Gnome abhängige Bibliothek die entsprechenden Funktionen bereit. Alexander Larsson arbeitet zur Zeit an einer Version, die er in die Glib integrieren möchte. Das bedeutet, dass die Ressource auch Gnome-fremden Programmen bereit steht, falls diese auf der Glib aufsetzen. Weitere Informationen und Diskussionen zu GVFS lesen Sie am besten im Netz [7] nach.

Auch das Projekt Ridley macht mit dem großen Kehraus weiter: Die Entwickler haben die undankbare Aufgabe übernommen, Funktionen aus Libgnome und anderen Bibliotheken zu vereinfachen, zu systematisieren und an zentraler Stelle zu bündeln. Bereits in Gnome 2.18 sind folgende Libraries als veraltet gekennzeichnet: Orbit2, Audiofile, Esound, Libart_lgpl, Libbonobo und Libbonoboui, Libgnome und Libgnomeui, Libgnomecanvas sowie LibIDL.

Es ist davon auszugehen, dass die nächste Version von noch weniger Bibliotheken abhängt, was wiederum einen niedrigeren Speicherverbrauch zur Folge hätte. Alle weiteren Pläne finden sich im Netz aus der Homepage des Projekts [8]. Im Vergleich zur aktuellen Version bringt Gnome 2.20 wieder mehr Neuerungen mit – ein guter Grund, sich den 19. September 2007 im Kalender zu markieren.

Glossar

GPG

GNU Privacy Guard. Freie PGP-Implementation für asymmetrische Schlüsselverfahren.

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Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


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