Home / LinuxUser / 2007 / 06 / Feinschliff

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Feinschliff

Verbesserungen und Neuheiten in Gnome 2.18

01.06.2007 Exakt ein halbes Jahr nach der letzten stabilen Release erschien die neueste Ausgabe von Gnome in der Version 2.18: Dieses Mal arbeiteten die Entwickler besonders an der Stabilität.

Trotz etlicher Unkenrufe gewinnt die offizielle Desktop-Umgebung des GNU-Projekts immer mehr Fans. Nicht nur Privatanwender, sondern auch Firmen bedienen sich der Kombination Gnome, Gtk+ und GStreamer. Nokia beispielsweise setzt die Software auf dem auf der GUADEC 2005 in Stuttgart vorgestellten Internet Tablet N770 zusammen mit Maemo [1] ein. Mit dem Nachfolger N800 [2] führt das Unternehmen diese Linie weiter. Auch das OLPC-Projekt [3] oder die Firma Access [4], die im September 2005 Palm Source übernahm, bedienen sich des Stacks.

Am 19. April schlossen sich zahlreiche hochkarätige Firmen aus der IT-Industrie, wie zum Beispiel Intel, Nokia, Montavista Software, Canonical und Red Hat zur Gnome Mobile & Embedded Initiative (GMAE) zusammen. Damit geht das Gnome-Projekt auch den Mobile- und Embedded-Markt an. Als positiver Seiteneffekt fließen viele Verbesserungen wieder zurück ins Hauptprojekt, wodurch der Desktop auf dem gewöhnlichen Arbeitsplatzrechner profitiert.

Neue Programme

Die neue Version steht wieder als Live-CD [5] zum Herunterladen bereit. Sie lohnt sich vor allem für denjenigen, die Gnome erst einmal ausprobieren möchten. Haben Sie die Heft-DVD-Ausgabe, bietet diese Ihnen auch die Möglichkeit, mit Foresight 1.2 den Gnome-Desktop 2.18.1 auf den Rechner zu heben. In die aktuelle Release hielten einige nützliche Programme Einzug – darunter solche, an denen die Entwickler schon seit einigen Monaten beziehungsweise Jahren arbeiten.

So kommt beispielsweise die Software Seahorse (Abbildung 1) sicherheitsbewussten Benutzern besonders entgegen, da es die vielfältigen und teilweise komplexen Funktionen des Konsolenprogramms GPG verbirgt. Das Seepferd fügt sich nahtlos in den Desktop ein und integriert sich zum Beispiel in Nautilus oder Gedit. Das ermöglicht das digitale Signieren von Dateien und Texten.

Seahorse erlaubt unter anderem das einfache Verwalten von Schlüsseln und des Keyrings, die Synchronisation der Keys und des Schlüsselbundes mit Schlüsselservern, das Signieren und Veröffentlichen von Schlüsseln, das Erstellen von Backups von Keys und des Keyrings sowie das Erstellen, Konfigurieren und Verwalten von SSH-Schlüsseln.

Die einfach Oberfläche macht es trotz des großen Funktionsumfangs dem Ottonormalverbraucher erstmals möglich, GPG und Co. gezielt zu nutzen und auch verstehen, was es damit auf sich hat. Es zeichnet sich ab, dass die Entwickler das Gnome-Keyring-Programm und Seahorse in naher Zukunft zusammenführen. In welcher Form dies genau passiert, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest.

Abbildung 1: Das GPG-Frontend Seahorse vereinfacht den Umgang mit GPG-Schlüsseln.

Ein Spiel zwischendurch

Erstmals nahmen die Entwickler ein Schachprogramm (Abbildung 2) in das Metapaket Gnome-Games mit auf. Es bietet nicht nur die gewohnte 2D-Ansicht des Schachbretts, sondern präsentiert sich ebenso in 3D – vorausgesetzt, es sind die notwendigen Bibliotheken installiert. Sudoku (Abbildung 3) gesellte sich ebenfalls hinzu.

Die beiden Spiele bieten eine willkommene Gelegenheit, sich zwischendurch die Zeit zu vertreiben. In allen anderen Spielen, zum Beispiel Gnibbles, Iagno und 4-gewinnt korrigierten die Entwickler natürlich Fehler und verbesserten weiter die Netzwerkfähigkeit.

Abbildung 2: Lust auf eine Partie Schach? Gnome macht mit einer neuen Spieleapplikation den grauen Zellen Beine.

Abbildung 3: Mit einem Sudoku-Programm liefert Gnome nun populären Denksport für jedermann.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

912 Hits
Wertung: 24 Punkte (10 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...