Alter Simulant!
Emulatoren-Urgestein
Stellmichein
Ein Klick auf das Config-Symbol hält den Emulator an (Abbildung 6). Im Terminalfenster erscheint zugleich wieder ein kleines Menü. Dort dürfen Sie nun noch an einigen Schrauben drehen, um etwa das verwendete Image im virtuellen CD-Laufwerk auszutauschen. Weiterreichende Einstellungen funktionieren hier nicht mehr – Sie sollten also nicht einfach die virtuelle Soundkarte aus dem simulierten PC reißen.
Die Bedienung erfolgt analog zum ersten Menü: Tippen Sie einfach die gewünschte Ziffer der zu ändernden Einstellung und drücken Sie anschließend [Eingabe]. Um die Emulation fortzusetzen, wählen Sie den Punkt Continue simulation, der letzte würde Bochs komplett beenden. Den gleichen Effekt erzielen Sie über die Schaltfläche Quit in der Symbolleiste, Reset links daneben startet den virtuellen PC neu.
Fazit
Haben Sie einmal die etwas kryptische Konfiguration hinter sich gelassen und die umständliche Bedienung akzeptiert, verwandelt sich Bochs in einen schnellen Helfer, um Windows-Programme unter Linux zu betreiben oder schnell eine neue Distribution auszuprobieren. Da Bochs den Prozessor vollständig emuliert, läuft er auch auf anderen Computern, wie beispielsweise PowerPCs. Auf diese Weise kommen sogar Besitzer eines älteren Apple-Geräts in den Genuss reiner PC-Programme.
Glossar
LGPL
GNU Lesser General Public License. Schütz ähnlich wie die GPL durch Copyleft die Freiheit der lizenzierten Software. Programme, welche die LGPL-lizenzierte Software nur extern nutzen dürfen aber ihre eigene Lizenz behalten. Damit eignet sich die LGPL besonders als Lizenz für Bibliotheken.
TUN/TAP
Zwei Softwareschnittstellen im Userspace, die vorgeben, Netzwerk-Hardware zu sein. TUN simuliert eine Point-to-Point-Karte, TAP eine gewöhnliche Ethernetkarte, beide empfangen und verschicken Datenpakete.
[1] PC-Emulator Bochs: http://bochs.sourceforge.net/
[2] Benutzerhandbuch: http://bochs.sourceforge.net/doc/docbook/user/index.html
[3] Bochs-Tools: http://www.bablokb.de/bochs-tools/


