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Zu schön…

Das neue Macbook mit Intel-Core-2-Duo-Prozessor

01.05.2007 Apples neue Notebooks sehen hübsch aus und kosten nicht viel mehr als ihre PC-Pendants. Aber: Beißt der Linux-Anwender hier in einen süßen oder sauren Apfel?

Wer sein Notebook ohne vorinstalliertes Windows kaufen möchte, der darf auch einen Blick auf die Produktpalette von Apple werfen. Seit der Umstellung auf die Intel-Plattform funktionieren sämtliche Apple-Rechner auch unter Linux – mehr oder minder. Wir haben uns ein schwarzes Macbook (ohne "Pro") unter Linux näher angesehen (siehe Tabelle "Das Testgerät").

Das Testgerät

Hersteller Apple
Gerät Macbook (schwarz)
Prozessor Intel-Core2-Duo, 2 GHz (T7200)
Hauptspeicher 2 x 512 MByte (max 2 x 1 GByte)
Festplatte Toshiba MK1234GS, 120 GByte
DVD-Brenner Matshita DVD-R UJ-857D
Display 13,3 Zoll, 1280 x 800 Pixel
Grafik Intel GM950 (64 MByte, shared)
Ethernet Marvell 88E8053 (Gigabit-Ethernet)
WLAN Atheros (keine Linux-Treiber)
Weitere Schnittstellen Bluetooth 2.0+ EDR, 2 x USB 2.0, 1 x Firewire 1394a, Audio-In/Out
Gewicht 2,4 kg
Preis (ca) 1500 Euro

Installation problemlos

Können Sie auf Mac OS X verzichten, unterscheidet sich die Linux-Installation kaum von der auf anderen Rechnern. Am besten funktionierte das Macbook in den Tests mit Fedora Core 6. Der Artikel beschränkt sich deshalb im folgenden auf diese Distribution.

Das 13-Zoll-Macbook bringt ein neues WLAN-Modul von Atheros mit, für das es noch keine native Linux-Treiber gibt. Es funktioniert aber über Ndiswrapper mit dem Windows-Treiber. Da dieser zurzeit nur in einer 32-Bit-Version vorliegt, empfehlen wir Ihnen, auch die 32-Bit-Version von Fedora zu installieren. Die 64-Bit-Variante kommt mit dem Rechner aber ebenfalls klar. Möchten Sie Mac OS X neben Linux installieren, können Sie das auch nach der Linux-Installation noch tun, sofern die Platte noch nicht voll ist.

Den Grafikchip von Intel und das Powermanagement unterstützt Linux sehr gut. Mit den distributionseigenen Tools oder s2ram -f schalten Sie den Rechner in den Ruhezustand. Ein Druck auf den Einschaltknopf startet den Rechner in wenigen Sekunden wieder. Allerdings bleibt dann bei den meisten Distributionen das Display schwarz – die Hintergrundbeleuchtung arbeitet dann nur auf kleinster Stufe.

Treibersafari

Nach der grundlegenden Installation müssen Sie zunächst Treiber für die Hintergrundbeleuchtung des Displays und das WLAN einrichten. Wie erwähnt bleibt bei den meisten gängigen Distributionen (mit Ausnahme von Fedora Core 6) der Bildschirm nach einem Suspend sehr dunkel. Um das zu ändern, benötigen Sie das Tool macbook-backlight[1]. Die offizielle Version funktionierte auf unserem Testrechner jedoch nicht. Im Internet gibt es aber bereits eine spezielle Version für neuere Macbooks: Sie finden diese auf der Macbook-Seite von Marvin Stark [2]. Laden Sie sich die Datei macbook-backlight.c herunter und übersetzen Sie den Code mit dem Befehl

gcc macbook-backlight.c

Als Ausgabe erhalten Sie das Binary a.out, das Sie am besten nach macbook-backlight oder licht umbenennen. Der Benutzer root schaltet damit die Hintergrundbeleuchtung zwischen den Werten 30 (dunkel) und 140 (hell) um, zum Beispiel:

./macbook-backlight 80

Auch für die Beleuchtung des Keyboards gibt es auf der Mactel-Linux-Seite [3] ein Werkzeug. Auf unserem Testrechner gelang damit aber nur das Auslesen der Lichtwerte – die Beleuchtung einzuschalten, funktionierte nicht.

Den Treiber für das WLAN-Modul holen Sie sich von IBM [4]. Nach Ausführen der EXE-Datei mittels wine finden Sie im Verzeichnis ~/.wine/drive_c/DRIVERS/WIN/WLLANATH/WINXP_2K die benötigte Datei NET5416.INF. Diese installieren Sie per Ndiswrapper mit dem Kommando

ndiswrapper -i NET5416.INF

und laden anschließend das Kernelmodul mit modprobe ndiswrapper. In unseren Tests funktionierte der Treiber mit der Ndiswrapper-Version von Fedora Core 6 nicht, wir benutzten die aktuell stabile Version 1.38.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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