Wellenfänger
Schlankes WLAN-Tool mit Profilmanagement
Vor- und Nachteile
Trotz zahlreicher Versuche und aufwändiger Recherche im Internet klappte es im Test nicht, über Wifi-Radar und WPA-Supplicant eine geschützte WPA-TKIP-Verbindung aufzubauen. Selbst mit einem IPW2100-Chipsatz, den die Entwickler offiziell als getestet angeben, misslangen alle Versuche. Von Hand mit iwconfig und wpa_supplicant und per Networkmanager war ein Verbindungsaufbau jedoch problemlos möglich, so dass das Problem vermutlich an Wifi-Radar liegt.
Ungenügend gelöst haben die Entwickler auch den WEP-Support. So ist nirgends dokumentiert, dass das Feld Wifi Options | Key unbedingt die Eingabe des Schlüssels in hexadezimaler Schreibweise verlangt. Zudem zeigte das Tool im Test bei keinem Adapter die Signalstärke an, obwohl dies eigentlich möglich ist. Nützlich wäre in der Übersicht auch die Information, welches Verschlüsselungsverfahren das jeweilige Netz benutzt. Als echte Alternative zum Networkmanager eignet sich Wifi-Radar somit nicht.
Dafür sammelt das Tool einige Pluspunkte, die bei vergleichbaren Programmen fehlen: So erlaubt es zum Beispiel, über die Einträge Connection Commands | Before und Connection Commands | After noch beliebige Skripte zu integrieren, zum Beispiel für den Abruf von Mails oder zu Aufbau eines SSH-Tunnels. Wifi-Radar gehört zudem zu den wenigen Tools, die den Aufbau einer statischen Verbindung ohne Access Point oder DHCP-Server ermöglichen. Das klappte in den Tests zwischen einem Rechner mit IPW2100-Chip (Intel) und einem zweiten PC mit einem USB-Stick mit Ralink-Treibern problemlos.
[1] Projektseite: http://wifi-radar.systemimager.org
[2] Gentoo-Pakete: http://packages.gentoo.org/search/?sstring=wifi-radar
[3] Wifi-Radar für Suse: http://linux01.gwdg.de/~pbleser/rpm-navigation.php?cat=Network/wifi-radar



