Punkt, Punkt, Komma, Strich
SVG-Bilder selbst zeichnen
Fazit
Glips Grafitti ist ein kleiner Zeichenkasten für das schnelle Erstellen von SVG-Grafiken. Dank des DOM-Inspektors (siehe Kasten "SVG-Format unter der Lupe") eignet sich das Programm besonders für Webseitengestalter. Ein echtes Vektorzeichenprogramm ist Glips Grafitti aber nicht, dafür fehlen der Software wichtige Funktionen und Effekte seiner großen Brüder.
SVG-Format unter der Lupe
Eine SVG-Datei besteht aus der lesbaren Beschreibung einer Vektorgrafik. Beispielsweise entspricht <circle cx="75" cy="50" r="33"> einem Kreis mit den Koordinaten x=75, y=50 und einem Radius von 33 Einheiten. Ein Anzeigeprogramm, wie der Internetbrowser Firefox, wertet diese Angaben aus und zeigt so das SVG-Bild.
Der SVG-Standard definiert neben dem Kreis weitere geometrische Elemente. Deren kryptische Notation basiert wiederum auf dem XML-Standard. Der stellt sicher, dass sich auch in Zukunft SVG-Bilder in andere Dateiformate umwandeln lassen.
Falls Sie sich für den Aufbau einer SVG-Datei interessieren, schauen Sie sich in Glips Graffiti den DOM Viewer an (Abbildung 10). Er versteckt sich hinter dem Menüpunkt Dialogs. Der DOM-Viewer zeigt auf der linken Seite den hierarchischen Aufbau der Grafik mit seinen einzelnen Elementen. Gruppierte Objekte fasst der Viewer zu einem Knoten zusammen. Sobald Sie eine der Figuren markieren, sehen Sie auf der rechten Seite alle Attribute dieser Figur.
Neben ihrer X- und Y-Position finden Sie hier auch Angaben zu Größe und Farbe sowie die id des Objekts. Die ID ist schlicht der Name, unter dem die Figur in der Übersicht eingetragen ist. Sie ist für Webseitenprogrammierer interessant, die eine SVG-Grafik in ihre Internetseite einbetten möchten.
[1] W3C: http://www.w3c.org
[2] Itris: http://www.itris.fr
[3] Glips Graffiti: http://glipssvgeditor.sourceforge.net
[4] Java-Laufzeitumgebung: http://java.com
[] @K:Desktop,Grafikprogramme



