K3b hat eine Karriere wie im Bilderbuch hinter sich: Ein Student startet in seiner Freizeit "just for fun" ein Projekt [1], um etwas mit Qt und C++ zu programmieren. Aus dem kleinen CD-Brennprogramm entwickelt sich in Kürze eine richtig gute Brennsuite für Linux, die nun nach rund acht Jahren Entwicklung die Versionsnummer 1.0 erreicht hat.
Mehr als 1.0
Für die neue Version hat der Hauptentwickler Sebastian Trüg aber nicht nur Fehler behoben, sondern auch einige neue Features eingebaut. Dazu gehört der komplett neu geschriebene Dialog zum Auslesen (Rippen) von Video-DVDs und das Handling von Medien anstelle von Geräten.
Wie es sich für eine Jubiläumsversion gehört, kommt K3b auch in einem neuen Look (Abbildung 1). Gefällt Ihnen dieser nicht, finden Sie unter Einstellungen | K3b einrichten | Stile auch das traditionelle Theme von Ayo.
Woher nehmen
Bis zum Erscheinen dieser Ausgabe gibt es vermutlich für die meisten Distributionen bereits fertige Pakete zum Download. Möchten Sie K3b aus den Quellen installieren, finden Sie diese auf der Heft-DVD im Verzeichnis LinuxUser/k3b. Die Abhängigkeitsliste [2] für eine komplette Installation fällt relativ umfangreich aus; sind jedoch alle Abhängigkeiten erfüllt, kompiliert das Programm problemlos.
Zeigt K3b nach dem Start an vielen Stellen noch englische Texte an, fehlt die aktuelle deutsche Übersetzung. Da die Sprachdaten von K3b mit knapp 50 Sprachen allein 7 MByte groß sind, lagern diese in einem separaten Tarball. Sie finden diesen auf der Heft-CD in der Datei k3b-i18n-1.0.tar.bz2. Wenn Sie das Archiv mit tar xvfj Paketname
entpacken und den Code mit dem üblichen Dreischritt übersetzen und installieren, spricht K3b nach einem Neustart perfekt Deutsch.



