Home / LinuxUser / 2007 / 05 / Nie mehr in die Röhre schauen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Nie mehr in die Röhre schauen

Kommerzielle Media-Decoder von Fluendo

01.05.2007 Windows Media und Linux beißen sich nicht unbedingt: Die Media-Decoder von Fluendo bringen WMA und Co. auf den freien Desktop.

Beim Abspielen von von Audio- und Videodateien aus der Windows-Welt stoßen Linux-Anwendern immer wieder auf Probleme. Bisher blieb für Windows Media, MPEG4 und Co. unter Linux ein rechtlich fragwürdiger Weg über Windows-Binär-Bibliotheken, und es gab trotzdem keine Garantien, dass die Vorstellung glatt geht. Wer auf Nummer Sicher gehen wollte, ließ also die Finger von den Windows-Dateien, erhielt aber beispielsweise beim Öffnen von WMV-Videodateien nur eine Fehlermeldung (Abbildung 1). Damit ist, zumindest für Applikationen, die auf den GStreamer-Framework aufsetzen, jetzt Schluss, verspricht die in Barcelona ansässige Firma Fluendo.

Abbildung 1: Ohne die Fluendo-Codecs zeigt der GStreamer-basierte Video-Player Totem bei WMV-kodierten Filmen nur eine Fehlermeldung.

Softwarebeschaffung

Fluendo vertreibt die Media-Decoder als vollkommen normale kommerzielle Produkte. Für je 7 Euro gibt es im Web [1] GStreamer-Plugins für die Wiedergabe von Tonspuren in Dolby AC3, für bewegte Bilder in MPEG2, MPEG4, Windows Media Video (WMV) und für Streams, die Microsofts MMS-Protokoll benutzen. Es lohnt sich jedoch nur dann, letztere anzuschaffen, wenn Sie zusätzlich das WMV-Plugin erwerben.

Möchten Sie mit dem Player WMA-Dateien (Windows Media Audio) abspielen, so lohnt es sich, das Windows-Media-Paket für 16 Euro zu kaufen. Ähnliches gilt für die Wiedergabe von MPEG-Dateien, für die es auch ein Plugin-Bündel für 16 Euro gibt. Wer alle Plugins sein Eigen nennen will, zahlt dafür den Komplettpreis von 28 Euro (siehe Tabelle "Überblick Fluendo-Plugins").

Als Systemvoraussetzung gibt Fluendo GStreamer ab Version 0.10.3 und Glibc 2.4 an. Modernen Distributionen sollten damit kein Problem haben. Die Fluendo-MPEG-Plugins laufen in der Linux-Version nur auf i386 oder x86_64; die Windows-Media-Plugins funktionieren zusätzlich unter Solaris. Ob Ihr System die Plugins unterstützt, testen Sie einfach mit dem kostenlosen MP3-Plugin, welches Sie ebenfalls auf der Homepage der Firma finden.

Abbildung 2: Fluendo-Decoder übersichtlich aufgereiht, im Fluendo-Online-Shop [1].

Überblick Fluendo-Plugins

Paket

Unterstütze Formate

Plattform

Preis

Dolby AC3 Decoder AC3 Audio i386, x86_64 7 Euro
MPEG4 Part 2 Video Decoder MPEG4 Video i386, x86_64 7 Euro
MPEG2 Video Decoder MPEG2 Video i386, x86_64 7 Euro
MPEG Playback bundle MPEG2 Video Decoder, MPEG4 Part 2, Video Decoder, MPEG Transport Stream und Program Stream Demuxer, MP3 Audio Decoder, MP4 ISO Container Demuxer, Dolby AC3 Decoder i386, x86_64 16 Euro
Windows Media MMS Windows Media MMS-Streaming-Protokoll i386, x86_64, PPC, Solaris Intel, Solaris SPARC 7 Euro
Windows Media Video Windows Media Versions 9, VC1 i386, x86_64, PPC, Solaris Intel, Solaris SPARC 7 Euro
Windows Media Playback Bundle Windows Media Audio Decoder, Windows Media Video Decoder, Windows Media MMS-Protokoll, Windows Media ASF Demuxer i386, x86_64, PPC, Solaris Intel, Solaris SPARC 16 Euro
Komplettpaket alle Codecs i386, x86_64 28 Euro
Fluendo MP3 Decoder MP3-Audio i386, x86_64, PPC, Solaris Intel, Solaris SPARC kostenlos

Der Kauf läuft relativ einfach ab, obwohl der Onlineshop nur Englisch spricht. Im Test landete das Gesamtpaket für Linux i386 im Warenkorb. Anschließend bleibt nur noch die Aufgabe, die Bestellung durch einen Klick auf Checkout zu initiieren. Bei Neukunden verlangt das Shopsystem die Angabe verschiedener persönlicher Daten. Es besteht zudem die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren.

Anschließend geht es ans Bezahlen, das leider nur per Kreditkarte (VISA oder Mastercard) funktioniert. Ist das Finanzielle erledigt, stehen die Media-Decoder als gepacktes Tar-Archiv fluendo-megabundle-1.i386.tar.bz2 zum Download bereit. Archivieren Sie diese Datei sorgfältig, denn Fluendo erlaubt das erneute Herunterladen nur zehn weitere Male.

Dreharbeiten

Ein tar xvjf fluendo-megabundle-1.i386.tar.bz2 entpackt das Decoder-Archiv und erzeugt dabei zwei Unterverzeichnisse. Die Decoder landen als Shared-Libraries mit der Dateiendung .so in fluendo-megabundle-i386 auf der Platte. In documentation finden Sie die Installationsanleitungen und Lizenzvereinbarungen zum Produkt, leider in 14 Einzeldateien (pro Codec und Lizenz eine Datei). Die eigentliche Installation verläuft bei allen Decodern gleich. Zum Testen empfiehlt es sich, eine private Installation der Dateien im eigenen Hoheitsbereich auf dem Rechner vorzunehmen.

Legen Sie dazu zuerst via mkdir $HOME/.gstreamer-0.10/plugins. Anschließend kopieren Sie die .so-Dateien einfach mit cp fluendo-megabundle-i386/* $HOME/.gstreamer-0.10/plugins/ dort hinein. Ein anschließendes gst-inspect-0.10 flump3dec | grep Filename gibt Aufschluss darüber, ob GStreamer die neuen Helferlein findet (Abbildung 3). Nach erfolgreichem Testen der Decoder, steht der systemweiten Installation für alle Benutzer des jeweiligen Linux-Computers nichts mehr im Wege. Kopieren Sie dazu die Plugins lediglich nach /usr/lib/gstreamer-0.10 ins Dateisystem.

Abbildung 3: GStreamer zeigt die neuen Plugins an.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1735 Hits
Wertung: 97 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...