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01.05.2007

Chemnitzer Linux-Tage 2007

Wer zu den Chemnitzer Linux-Tagen (http://www.linux-tage.de) kommt, der weiß die familiäre Atmosphäre zu schätzen. Anwender und Entwickler treffen sich zum gemeinsamen Erfahrungs- und Wissensaustausch, so auch in diesem Jahr: Rund 2700 Besucher, mehr als im vergangenen, zählten die Veranstalter am 3. und 4. März in den Hallen der Orangerie, dem Hörsaal-Gebäude der Technischen Universität Chemnitz.

Auch bei den Ausstellern verzeichneten die Organisatoren einen leichten Zuwachs. An 60 Ständen führten kommerzielle Anbieter ihre Produkte und freie Projekte ihre Arbeit vor. Große Beliebheit erfreute sich die Praxis Dr. Tux, in der das Helfer-Team 50 PCs zu einem neuen Leben mit freien Software verhalfen.

Als Versuchsballon startete in diesem Jahr die Reihe "Workshops on demand". Bei diesen treffen sich spontan User mit ählicher Problemlage zusammen mit einem Experten zu einem Erfahrungsaustausch. Der Andrang hielt sich heuer in Grenzen. Wachsenden Zuspruch über die Jahre konnten die Veranstalter aber auch bei den normalen Workshops beobachten.

Einige Besucher nahmen von der Veranstaltung nicht nur Wissenswertes, sondern auch die Aussicht auf eine neue Stelle mit: "Verschiedene Unternehmen haben die Messe gezielt zum Anwerben neuer Fachkräfte genutzt", sagt Annett Priemel. Etwa 40 Besucher nahmen an den LPI-Prüfungen teil, die das Linux Professionell Institute im Rahmen des LinuxTags veranstaltete.

Mit 90 Vorträgen begeisterten die Chemnitzer Linux-Tage ihre Besucher durch ein breites Spektrum an Themen. Zu den Topveranstaltungen zählten Beiträge zu Virtualisierungstechniken wie Xen oder auch zu Linux in eingebetteten Systemen. "Besonders überrascht hat uns in diesem Jahr allerdings das starke Interesse an Vorträgen aus dem Bereich Backup", so Priemel.

Sicherheit für Server und Desktops und der leidige Spam interessierte die Besucher jedoch ebenso wie Computerstrafrecht, Webentwicklung, Groupware und die Wikipedia. Peter Dickten begeisterte in seinem Vortrag zu "Ruby on Rails" mit der Entwicklung einer Webapplikation einschließlich Datenbankschema in rund 10 Minuten. Dr. Christian Klostermann referierte zu aktuellen Themen im Computerstrafrecht.

Der erste deutsche Asterisk-Tag fand als Parallelveranstaltung zu den Chemnitzer Linux-Tagen statt. Organisator war Stefan Wintermeyer, der sich über gut besuchte Vorträge freute. Insgesamt zogen alle Beteiligten ein positives Fazit, das dem Optimismus aus dem Grußwort von TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes entspricht: "Wenn ich bedenke, dass große Teile der Organisation auf Studenten des 2. und 3. Semesters ruht, habe ich um die Zukunft keine Bange!"

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Bei wachsenden Besucherzahlen schafften es die Origanisatoren auch in diesem Jahr bei den Chemnitzer Linux-Tagen die familiäre Atmosphäre der Veranstaltung zu erhalten.

CeBIT: Audio-/Video-Streaming mit Freier Software

Auf der CeBIT 2007 zeigte das Institut für Informatik der TU Bergakademie Freiberg (http://www.informatik.tu-freiberg.de) gleich zwei Ansätze, wie sich Bilder und Töne durchs Netz quetschen lassen. Die Multimedia Services for X bauen auf drei Erweiterungen für den X-Server auf, zerlegen den Datenstrom in seine logischen Einheiten (Zeitabschnitte, Bildfolgen und Tonsamples) und verschicken diese über die normale X-Server-Infrastruktur.

Gerade die Soundausgabe geschah bislang in der Regel am X-Protokoll vorbei, obwohl dieses bereits voll netzwerktransparent funktioniert. Diplom-Mathematiker Helge Bahmann, der das Projekt entwickelt hat, betont, dass die Extensions unter einer freien Lizenz stehen, nicht zuletzt, weil er auf die Vorarbeit von freien Kodierern und Dekodierern bei seiner Forschung aufsetzte. Damit die Software aber die gewünschten Ergebnisse lieferte, waren zahlreiche Modifikationen notwendig. "Der Diff ist heute größer als die ursprünglichen Tools", sagt Bahmann.

Neben den Multimedia Services for X zeigte die TU am gleichen Stand ein Framework mit dem Namen Multimedia Internet Streaming Toolbox. Es ermöglicht ein graphenbasiertes Zusammenstellen von Audio- und Videoquellen, Filtern und Ausgabesenken (Web, Mediaplayer oder Java-Applets). Dabei liegt der Charme des Projektes darin, dass der Anwender lediglich in der abstrakten Darstellung den Weg der Daten über die Knoten bestimmt, und diese sich dann quasi eigenständig zur Verarbeitungskette organisieren.

Auf dem Demopoint am Gemeinschaftsstand Ostdeutschland in Halle 9 verknüpfte das Projekt die Datenströme von zwei Webcams zu einem Bild-im-Bild-Stream und gab diesen anschließend auf mehreren Playern parallel aus. Die Infrastruktur setzt intern auf zwei von einander unabhängige Kreisläufe auf (Capturen und Bearbeiten sowei Ausgeben), zwischen denen eine Generationskarte die Differenzen in den Daten anzeigt. Die Clients rufen in der jeweils möglichen oder vorgegebenen Geschwindigkeit diese ab und überspringen dabei automatisch Frames aus Zyklen, die zwischen zwei Abrufen liegen.

CeBIT: Open Source für freie Bildung

Kommerzielle Lernsoftware stellt für viele Entwicklungs- oder Schwellenländer einen oft unbezahlbaren Luxus dar. Hier liegt auch eine der Chance für die Verbreitung freier Software. Auf der CeBIT 2007 in Hannover zeigte das Projekt OpenLab (http://www.getopenlab.com) aus Südafrika, wie eine Sammlung von wichtigen Tools für den Bildungsalltag aussehen kann.

In einem aus vier CDs bestehenden Paket bündelt das hinter dem Projekt stehende Unternehmen OpenLab International (Pty) Ltd sowohl klassische Anwendungssoftware, wie das freie Büropaket OpenOffice, den Webeditor NVU oder Multimedia-Software, aber auch eine Sammlung von freien Geschichten im HTML-Format oder Community-Tools, wie Portal-Programme.

Obwohl sich die Komponenten des Projektes stark an der Bildung orientieren, sieht OpenLab den Einsatz nicht auf diese beschränkt: Jede Gruppe innerhalb der Gesellschaft kann die Chance nutzen, sich auf Basis des Projekts zu organisieren.

Dokumente digital auslesen

Texterkennung via Scanner gehört noch immer zu den großen Herausforderungen sowohl der Open-Source-Welt wie auch der kommerziellen Tools. Mit dem Projekt Ocropus (http://www.ocropus.org) startet das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ein weiteres freies Projekt, dass diese Herausforderung annimmt. Das Programm, das in C++ und Python geschrieben ist und unter der Apache-2.0-Lizenz steht, erreicht eine Fehlerrate von zirka drei Prozent, womit es sich von der Erkennungsrate her zwischen den anderen freien Tools und den kommerziellen Mitbewerben einordnet.

Das Projekt basiert auf der Vorarbeit, die am DFKI im Rahmen der Forschung zur Handschriftenerkennung entstand sowie auf den Erkenntnissen, die die US-Regierung beim automatischen Erheben von Bevölkerungsdaten gewann. Aktuell unterstützt der Suchmaschinenbetreiber Google die Arbeit. Ein logischer Schritt angesichts der Bestrebungen des Unternehmens, große Buchbestände zu digitalisieren.

Ende März planten die Projektmitglieder den Release einer ersten Alphaversion. Im Bereich der Texterkennung unter Linux hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. So setzt Google offensichtlich gleich auf mehrere Projekte. Neben Ocropus holte Google nämlich letztes Jahr die OCR-Software Tesseract aus der Versenkung. Das Unternehmen Nuance veröffentlichte sein Omnipage SDK für Linux. Letzteres ist allerdings im Gegensatz zu Tesseract und Ocropus nicht als Freie Software erhältlich.

Multimedia-Middleware mit Netzanschluss

In Halle 9 auf der CeBIT am Gemeinschaftsstand des Landes Saarland zeigten Mitglieder der Universität Saarland, wie sich Multimedia-Inhalte vollkommen transparent übers Netzwerk verteilen lassen. Auf dem Heimweg hören Sie Musik vom PDA über Kopfhörer. Kaum haben Sie die Wohnung betreten, bietet der kleine Begleiter die Möglichkeit an, die Daten über die heimische Stereoanlage auszugeben. Sie akzeptieren und vollkommen übergangslos schaltet die Netzwerk-integrierte Multimedia Middleware (NMM) um.

Ein herausragendes Merkmal der Infrastuktur (http://www.networkmultimedia.org) liegt in die Tatsache, dass die Komponenten auf allen gängigen Plattformen laufen (Linux, Mac OS X, Windows XP und Vista). Die Teilnehmern im Netz nutzen den Service dabei nicht nur passiv, sondern bieten aktiv Kapazitäten an, wie beispielsweise das Streamen von DVB-Programmen, das Codieren von Audio-Dateien oder ein laufendes Video-Sample. Wer mag, klinkt sich direkt in einen laufenden Audio- oder Videostream ein. Das System reagiert dynamisch auf Änderungen im Netzwerkdurchsatz und sorgt eigenständig für die möglichst optimale Qualität.

Sechs Jahre forschten die Projektmitglieder der Universität Saarland und arbeiteten dabei auch im Dialog mit Open-Source-Projekten, wie Gstreamer. Jetzt hat die Software einen Stand erreicht, der auch den kommerziellen Einsatz erlaubt. "Das Projekt steht aber unter der LGPL, so dass es jeder frei nutzen kann", sagt der Diplom-Informatiker Michael Repplinger, der an NMM mitarbeitet und außerdem als Geschäftsführer der Motama GmbH auftritt. Der Spin-Off der Uni Saarland entstand im Rahmen der Projektarbeit und bietet Multimedia-Lösungen an, die auf NMM basieren. Wer sich einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten der NMM verschaffen will, dem bietet die CeBIT dazu eine gute Gelegenheit.

Gnome 2.18 – einfach bestechend schön

Pünktlich am 10. März erschien das lang erwartete Gnome 2.18. Dass die deutsche Version der Release Notes dessen Codename "Simply Beautiful" mit "Bestechend einfach" übersetzte, führte in diversen Foren und Mailinglisten zu erbitterten Diskussionen über angelsächsisches Vokabular im Allgemeinen und die Übersetzungskünste der deutschen Gnome im Besonderen. Wie auch immer man das Kind nun nennen mag, es bringt auf jeden Fall eine Reihe wichtiger Verbesserungen mit.

So bilden nun beispielsweise die persönlichen Sicherheitseinstellungen einen integralen Bestandteil der Oberfläche, sodass der Anwender auf einfache Weise die Kommunikation digital signieren und seine lokalen Dateien und E-Mails verschlüsseln kann. Als zentrale Applikation dient dabei das GPG-Frontend Seahorse. Der Dokumentenviewer Evince bringt jetzt einen Präsentationsmodus mit, eine Journalfunktion erlaubt das Navigieren durch lokale Dokumente ähnlich wie bei Internetseiten. Das Notizbuch Tomboy kann jetzt mit Listen umgehen und ermöglicht das Anpinnen von "Notizzetteln" auf dem Desktop.

Aber auch für Unterhaltung ist gesorgt. Unter anderem bringt das neue Gnome mehr Audio-Encoder mit, darunter auch solche für MP3 und AAC. Die verbesserte Lautstärkeregelung kommt nun auch mit professionellen Soundkarten wie etwa der Audigy 2 zurecht. Schachenthusiasten können über glChess gegen den PC oder online gegen einen Freund spielen, Knobler mit Gnome-Sudoku Zahlenrätsel verschiedener Schwierigkeitsstufen lösen.

Wer einen schnellen Blick auf das neue Gnome werfen möchte und über eine breitbandige Internetanbindung verfügt, lädt von der Projekt-Website http://torrent.gnome.org die Gnome Live-CD oder alternativ ein Emulator-Image (VMware Player, Qemu, Parallels, Virtual PV) mit einer Demoinstallation herunter. Aber auch die ersten Distributionen kommen bereits mit Gnome 2.18, so etwa Foresight Linux. Eine ausführliche Besprechung der neuen Gnome-Version finden Sie in der nächsten Ausgabe von LinuxUser.

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Das optisch nur marginal überarbeitete Gnome 2.18 glänzt vor allem mit inneren Werten, wie der per Seahorse integrierten Schlüsselverwaltung, und neuen Applikationen wie glChess.

Second Life für alle

Linden Lab hat den Programmcode seines Second-Life-Clients als unter die GPL gestellt. (http://www.secondlife.com/developers/opensource). Das in San Francisco ansässige Unternehmen präsentiert im Internet die 3D-Welt Second Life, in der sich bereits mehr als drei Millionen Menschen angesiedelt haben. Rund eine Million Menschen sind Schätzungen zufolge in der seit 1999 existierenden Welt aktiv unterwegs.

Den Bewohnern der Community obliegt mit Grundstückskäufen und dem Bauen von Objekten schon von jeher die komplette Ausgestaltung der virtuellen Welt. Mit der Codefreigabe können Entwickler nun aber sehr viel tiefer in Second Life eingreifen als bisher – ein Zeichen an die Community, die 3D-Simulation zu erweitern, zu verbessern oder neue Funktionen hinzuzufügen.

"Wir fühlen uns verantwortlich dafür, Second Life so schnell wie möglich zu verbessern", begründet Linden-Lab-CEO Philip Rosedale die Freigabe. Für seinen Cheftechniker Cory Ondrejka ist die Freigabe "die wichtigste Entscheidung, die wir in sieben Entwicklungsjahren von Second Life getroffen haben". Er ergänzt: "Wir werden selber die Viewer-Software weiter entwickeln, aber nun kann auch die Community Verbesserungen vornehmen. Wir wissen nicht genau, wie sich diese Projekte entwickeln werden, aber das ist Teil des Zaubers, der Second Life so attraktiv macht".

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Per Mausklick nach Amsterdam: Second Life bietet virtuelles Sightseeing im Internet.

Froscon 2007: Call for Papers

Nach einem erfolgreichen Start 2006 folgt am 24. und 25. August 2007 die zweite Auflage der Free and Open Source Software Conference (Froscon, http://www.froscon.de) in Sankt Augustin bei Bonn. Um den Besuchern wie im letzten Jahr ein ausgewogenes Vortragsprogramm mit hochkarätigen Referenten zu bieten, startete jetzt der Call for Papers. Bis zum 4. Juni haben Bewerber Zeit, ihre Vorträge einzureichen. Im Vordergrund stehen dabei Themen aus den Bereichen Freie und Open Source Software. Speziell stehen die drei Gebiete Web 2.0, Virtualisierung und Prinzipien freier Software im Fokus der Veranstalter. Das endgültige Vortragsprogramm wird im Juli veröffentlicht.

@Wie im letzten Jahr werden Open-Source-Projekte auf der Froscon in eigenen Entwicklerräumen die Möglichkeit haben, persönliche Treffen zu veranstalten und gemeinsam an ihrer Software zu arbeiten. Die Entwicklerräume fanden bei den teilnehmenden Projekten der ersten Froscon rege Zustimmung. So wurde dort nicht nur entwickelt sondern auch ein eigenes Vortragsprogramm geboten.

Veranstalter der Froscon 2007 sind der Fachbereich Informatik der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, der auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, in Kooperation mit der Fachschaft Informatik, dem FrOSCon e.V. sowie der Linux/Unix-Usergroup St. Augustin.

OpenOffice 2.2: Mehr Sicherheit und mehr Funktionen

Nur wenige Tage nach dem Erscheinen des Release Candidate 4 erschien Ende März bereits OpenOffice in Version 2.2 (http://download.openoffice.org/2.2.0/). Zu den wichtigsten Verbesserungen in der Bürosuite zählt die Unterstützung für Kerning, also die Unterschneidung von Buchstaben im Schriftbild. Das ermöglicht eine ästhetisch angenehmere Darstellung von Texten.

Die Tabellenkalkulation Calc kann nun besser mit Microsoft-Formaten umgehen, der Datenbankanwendung Base spendierten die Entwickler einen verbesserten SQL-Editor. Der überarbeitete PDF-Support macht es möglich, nun auch Formularfelder in PDFs zu konvertieren und Lesezeichen anzulegen. Des weiteren finden sich in der Textverarbeitung Writer und dem Präsentationsprogramm Impress zahlreiche Verbesserungen.

Auch Anwender, die von den neuen Fähigkeiten der Bürosuite weniger beeindruckt sind, sollten eine Aktualisierung ins Auge fassen: OpenOffice 2.2 stopft auch einige gravierende Sicherheitslücken in Bezug auf manipulierte Dokumente.

LinuxTag 2007 mit 200 Fachvorträgen

Der diesjährige LinuxTag findet vom 30. Mai bis 2. Juni nicht nur erstmals an der Spree statt, sondern erweitert gleichzeitig sein Kongressprogramm auf über 200 Vorträge. Die Leitthemen heißen dabei "Virtualisierungs-Trends", "Web-2.0-Technologien" und "Neu mit Linux".

Unter dem Berliner Funkturm geht es am ersten Tag unter anderem um Themen wie "Linux in der Verwaltung", "Medizin und Linux" sowie dem Schwerpunkt "Virtualisierung mit Linux". Außerdem trifft sich am Eröffnungstag auch die Entwickler- und Anwendergemeinde zum openSUSE-Day. Der zweite Kongresstag widmet sich Einsatzszenarien für Linux und Freie Software in Unternehmen und Verwaltungen. Parallel findet die Fedora User and Developers Conference (FUDCon) statt.

Am Freitag geht es vor allem um Linux im mobilen Einsatz, um Multimedia-Anwendungen sowie das Dauerthema Security. Außerdem trifft sich die OpenSolaris-Community. Im "Mobility-Track" stellen Entwickler Möglichkeiten zum Einsatz freier Plattformen auf Handys und Handhelds vor; mit Spannung erwartet wird ein Beitrag von Nokia zu seiner Linux-Strategie.

Am Samstag, dem letzten Tag der Veranstaltung, kommen Breitenthemen wie Linux und Bildung, Web 2.0-Technologien und Linux-Grundlagen für jedermann zum Zug. Gleichzeitig findet der "Ubuntu Love-Day" rund um die international populäre Linux-Distribution statt.

Weitere Informationen zum LinuxTag 2007 finden Sie auf der Website der Veranstaltung (http://www.linuxtag.org). An Berlin als Veranstaltungsort für den LinuxTag wird man sich wohl gewöhnen müssen: Gleichzeitig mit der Bekanngabe des Kongressprogramms bekräftigten die Partner LinuxTag e.V. und Messe Berlin ihren Willen zu einer langfristigen Verankerung des LinuxTags in der Bundeshauptstadt.

Schneller starten mit LinuxBIOS

Das seit 1999 tätige LinuxBIOS-Projekt (http://www.linuxbios.org) verfolgt das Ziel, auch das BIOS von PCs zur Heimat freier Software zu machen. Wie das Ergebnis aussehen kann, hat jetzt Alan Cavalho de Assis demonstriert: Er packte LinuxBIOS zusammen mit einem kleinen Linux-System samt X-Server in einen handelsüblichen 2-MByte-Flashbaustein. Hinzu kamen ein abgespeckter Kernel der Version 2.6.20, die uClibc, Busybox und der X-Server KDrive.

Zum Booten in ein Terminal braucht das System gerade einmal sechs Sekunden, nach weiteren zwei Sekunden ist der X-Server mit der Oberfläche Matchbox geladen. Ein Video, das den Einbau des aufpolierten LinuxBIOS in ein Tower-System und den Bootvorgang zeigt, finden Sie bei YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=nuzRsXKm_NQ).

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Topaktuelles Motherboard mit Support für LinuxBIOS: Das GA-M57SLI-S4 von Gigabyte.

Nachdem der AMD-Ingenieur Yinghai Lu im Februar entsprechenden Code unter der GPL freigestellt hat, läuft das LinuxBIOS jetzt erstmals auch offiziell auf einem modernen Mainboard: Das GA-M57SLI-S4 von Gigabyte (http://www.gigabyte.com.tw) basiert auf dem nForce-570-SLI-Chipsatz von Nvidia und AMDs AM2-Socket. Das zu Preisen ab rund 100 Euro im Handel erhältliche Board eignet sich für AMD-CPUs der Typen Athlon 64, Athlon 64 X2 sowie Athlon 64 FX und nimmt bis zu 16 GByte Dualchannel-DDR2-Speicher auf. Für Erweiterungskarten stehen insgesamt sieben PCI- und PCI-Express-Slots bereit.

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LinuxUser 05/2014

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