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K-Splitter

01.05.2007

K3b erreicht Version 1.0

Nach vielen Jahren Entwicklungszeit hat Hauptentwickler Sebastian Trüg die Version 1.0 der beliebten Brennsoftware freigegeben. Damit erhält die Software, die sich zum Defacto-Standard unter Linux gemausert hat, endlich den Status einer stabilen Software.

k3b.png

Die Version 1.0 von K3B legt großen Wert auf lesbare Medienbezeichnungen.

Version 1.0 unterstützt neben dem Brennen von CDs und DVDs auch das Rippen von Video-DVDs und kann mit wiederbeschreibbaren Medien sowie Dual-Layer-DVDs umgehen. Die Oberfläche orientiert sich anders als bei früheren Versionen auf Wunsch der Nutzer nun an Aktionen statt an Geräten.

1998 hatte Trüg begonnen, eine KDE-basierte Oberfläche zum Brennen von CDs zu entwickeln. Die Alternativen waren damals dünn gesät: Wer nicht mit Cdrecord auf der Kommandozeile arbeiten wollte, konnte nur auf Xcdroast zurückgreifen. Nachdem K3b als Trüg zunächst als Projekt diente, mit dem er C++ erlernen wollte, stellte ihn zuletzt sogar der Distributor Mandriva an, um sein Tool weiter zu entwickeln.

Wer sich K3b 1.0 nicht entgehen lassen will, muss nicht unbedingt selbst kompilieren: Suse, Mandriva und Kubuntu haben jeweils bereits Updates in ihren Zusatz-Repositories veröffentlicht. Einen Test der aktuellen K3b-Version finden Sie in dieser Ausgabe auf Seite 66.

KDE 4 nimmt Fahrt auf

Das Team um den Linux-Desktop KDE hat eine aktualisierte Roadmap für die kommende Release 4.0 veröffentlicht. Demnach ist mit der fertigen Version im Oktober zu rechnen. Der jetzt veröffentlichte Zeitplan sieht den 1. Juni als das Datum vor, ab dem keine weiteren Features mehr in die Entwicklung einfließen. Am 25. Juni gibt es die erste von drei geplanten Beta-Ausgaben, Ende September folgt der erste Release-Kandidat, Anfang Oktober der zweite. Am 23. Oktober schließlich steht die finale Version an, sofern keine zusätzlichen Zwischenstopps in Form zusätzlicher Release-Kandidaten anfallen.

oxygen.png

Das neue Oxygen-Theme setzt auf fotorealistische Darstellungen bei Geräten.

Bislang ist jedoch nicht klar, ob bis zu diesem Zeitpunkt alle geplanten Neuerungen fertiggestellt sein werden. Vor allem die Verfügbarkeit des PIM-Stores Akonadi und der darauf basierenden KDE-PIM-Anwendungen bleibt vorerst fraglich. In diesem Falle wollen die Entwickler die Groupware-Suite mit KDE 4.1 nachgereichen.

Andere Technologien, wie etwa der Dateimanager Dolphin, sind bereits jetzt integriert. Dazu zählt auch das Oxygen-Iconset, das schon seit längerem als designierter Nachfolger des aktuellen Crystal-Themes gilt. Oxygen soll im Gegensatz zu Crystal stärker zwischen Symbolen in der Symbolleiste und Geräte- oder Programmicons unterscheiden: Während erstere nun sehr einfach daherkommen, warten Gerätesymbole künftig mit nahezu fotorealistischer Darstellung auf.

Updates für Qt

Der norwegische Softwareschmiede Trolltech liefert gleich eine ganze Reihe Updates für ihr Flaggschiffprodukt Qt: Die neue Version 3.3.8 könnte das letzte Update der Qt3-Reihe sein, deren Support im Juli ausläuft. Trotzdem lohnt sich ein Update, da die Version gleich sechs Sicherheitslücken und mehrere absturzrelevante Fehler behebt.

Die neuste Qt-Version 4.2.3, die zeitgleich freigegeben wurde, bringt Geschwindigkeitszuwächse, eine portugiesische Übersetzung sowie zahlreiche kleine Fehlerbereinigungen. Außerdem hat Trolltech die Beta-Phase für Qt 4.3 eingeleitet, das Qt 4.2 in wenigen Monaten ablösen soll und voraussichtlich die endgültige Basis für KDE 4.0 bieten wird. Qt 4.3 bringt ein natives Look & Feel für Windows Vista sowie verbesserte Unterstützung für das Vektorgrafikformat SVG mit. Auch OpenGL-Anwendungen sollen mit Qt 4.3 erhebliche Geschwindigkeitszuwächse verzeichnen; zudem kann das Netzwerkmodul jetzt mit verschlüsselten Verbindungen umgehen.

Neu hinzu kommt die Skriptsprache Qtscript, die auf Ecmascript 3 basiert, der Basis für das von Webbrowsern interpretierte Javascript. Trolltech will Qt-Entwicklern damit ermöglichen, eine Skriptschnittstelle für ihre Anwendungen zu erstellen. Qtscript löst die QSA-Lösung (Qt Scripting for Applications) ab und soll erheblich schneller laufen.

Schneller flickern

Vor allem an fleißige Fotografen richtet sich das KDE-Tool KFlickr, das aktuell in der Version 0.8 vorliegt. Inhaber eines Accounts bei der beliebten Online-Fotocommunity Flickr können mit KFlickr schnell und ohne kompliziertes Webinterface ihre Bilder online stellen.

kflickr.png

KFlickr erleichtert den Upload von Fotos auf die Online-Community Flickr.

Die aktuelle Version bietet dafür eine völlig überarbeitete Oberfläche. Mit ihr ist es unter anderem möglich, den Fotos Lizenzen zuzuordnen, die Orientierung der Bilder beim Upload zu berücksichtigen und automatisch eigene Bildergrößen während des Uploads bei Flickr zu definieren.

Während die Entwicklung für Version 1.0 schon unter Hochdruck läuft, stellen die Entwickler unter http://www.kde-apps.org die aktuellste Version von KFlickr im Quellcode bereit. Fast alle Distributionen bringen aber zumindest ältere Versionen der Software mit, sodass man sich zumindest einen Eindruck verschaffen kann.

Party-Look für Amarok

Der Audioplayer Amarok gehört zu den wohl leistungsfähigsten Musikplayern. Zu jedem Song kann er CD-Cover herunterladen und kennt die passenden Metadateien. Wer die mächtige Applikation hinter einer ebenso einfachen wie eleganten GUI verstecken will, dem sei AmarokFS empfohlen. Der Fullscreen-Modus funktioniert als eigenständiges Programm, lässt sich aber auch als Plugin aus Amarok heraus starten. Er präsentiert das Mediencover sowie Interpret und Name des aktuellen Stückes zusammen mit der Spielzeit und den wichtigsten Steuerelementen – alles aufgeräumt auf dem Bildschirm.

amarokfs.png

AmarokFS macht aus dem Computer einen gefälligen Multimedia-Player.

AmarokFS eignet sich so vor allem für Parties oder sonstige Gelegenheiten, bei denen der Laptop mal wieder als Unterhaltungsmaschine ausserhalb des Arbeitszimmers zum Einsatz kommen soll. Interessierte können AmarokFS von http://www.kde-apps.org beziehen. Einige Distributoren liefern sogar schon eigene Pakete aus. Der Entwickler will aufgrund des starken Zuspruchs in Zukunft ein Sourceforge-Projekt gründen.

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