Stern

Fügen Sie wieder eine neue Ebene ein, die sie Symbol nennen. Auf dieser Ebene wird das Symbol platziert, das eine Funktion oder ein Programm repräsentieren soll. Im vorliegenden Beispiel soll dazu ein schlichter Stern dienen, den Sie noch ein wenig manipulieren.

Wählen Sie das Stern- und Polygon-Werkzeug aus der Werkzeugleiste aus, setzen Sie den Mauszeiger in der Mitte des Kreises an und ziehen Sie bei gedrückter linken Maustaste einen Stern auf. Achten Sie dabei darauf, dass Sie sich tatsächlich auf der Ebene Symbol befinden. Sie können sich bei den folgenden Anweisungen an Abbildung 5 orientieren.

Rufen Sie wieder das Optionsfenster Füllung und Kontur auf und wählen Sie unter Füllung das zweite Symbol (Zielfarbe) aus. Als RGBA-Wert dieser Farbe tragen Sie diesmal e5d5ffff sein. Sie drehen den Stern bei Bedarf noch manuell, indem Sie ihn auswählen und nochmals anklicken. Die Pfeile an den Kanten und Ecken des Auswahlrahmens verändern sich daraufhin und geben nun Drehrichtungen an. Zum Drehen greifen Sie mit der gedrückten linken Maustaste einen der Pfeile und rotieren durch Bewegung der Maus den Stern so lange, bis er Ihren Ansprüchen genügt.

Da der Stern ein wenig zu symmetrisch aussieht, soll er nun mit der Scheren-Funktion transformiert werden. Wählen Sie dazu bei ausgewähltem Stern den Menüpunkt Objekt | Verändern an oder drücken Sie [Strg]+[Umschalt]+[M]. Im daraufhin erscheinenden Dialog klicken Sie den Reiter Scheren an und geben Sie unter Horizontal beispielsweise 18.000 ein. Werte größer Null verdrehen die Figur nach rechts, negative Werte nach links. Nach einem Klick auf den Button Anwenden wird der Stern geschert.

Abbildung 5: Auf dem linken Kreis sieht man den zentrierten und gescherten Stern. Dieser wurde auf dem rechten Kreis mit einem einfachen Lichteffekt stilvoll in Szene gesetzt.

Lichteffekt

Zeichnen Sie nun einen weiteren Kreis in etwa derselben Größe wie der Stern. Wählen Sie dann das Farbverlaufswerkzeug aus und ziehen Sie eine Verlaufslinie von oben links nach unten rechts. Setzen Sie die Maus aber diesmal schon nach ungefähr zwei Dritteln der Kreisdiagonalen ab.

Rufen Sie nun wieder das Optionsfenster Füllung und Linie auf und klicken Sie auf das Quadrat für einen linearen Farbverlauf. Duplizieren Sie zur Sicherheit den Verlauf und passen Sie nach einem Klick auf Bearbeiten seine Anfangs- und Endfarbe an: Für den Anfang lautet der RGBA-Wert e5d5ffff, für das Ende e5d5ff00.

Platzieren Sie zu schließlich den Kreis ein wenig unterhalb der oberen Grenze des großen, hinteren Kreises mit einer Tendenz nach rechts. Greifen Sie danach mit der Maus den unteren rechten Pfeil des Auswahlrahmens und stauchen Sie den Kreis so, dass er an die obere rechte Grenze des hinteren Kreises stößt, wie auf Abbildung 5 rechts zu sehen.

Ihr erstes mit Inkscape erstelltes Icon nun fertig. Nachdem Sie es im SVG-Format gespeichert haben, können sie es beispielsweise als Icon für ein Programm ihrer Wahl verwenden, zum Beispiel für die KDE-Kontrollleiste in Abbildung 6. Aber auch Gnome kann mit Icons im SVG-Format problemlos umgehen.

Möchten Sie weitere eigene Symbole erstellen, dann löschen Sie einfach den Stern und zeichnen mit Freihandlinien ([F6]) oder dem Werkzeug für gerade Linien ([Umschalt]+[F6]) eigene Symbole. Als Orientierungshilfe legen Sie sich bei Bedarf in den Dokumenteneinstellungen ([Strg]+[Umschalt]+[D]) ein Raster an. Besonders schöne Linien erzeugt etwa das Kalligrafie-Werkzeug ([Strg]+[F6]).

Abbildung 6: Der Icon lässt sich für jedes Programm in der KDE-Kontrollleiste verwenden.

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