Die Nussknacker-Suite
SAM-Linux 2007
Fazit
Mit der neuen Version von SAM-Linux legt Nico Reuter eine rundum gelungene Distribution vor, die den Anspruch nach einfacher Bedienbarkeit und effizienter Arbeit durch eine sinnvolle Softwareausstattung vollständig erfüllt.
Die Basis Mandriva/PCLinuxOS erleichtert Administrationsaufgaben dank vieler grafischer Tools enorm, und der schnelle Windowmanager XFCE glänzt ebenfalls mit durchdachter Bedienung. Es scheint, als könne sich XFCE auch funktionell als dritter großer Windowmanager neben Gnome und KDE etablieren.
Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass Nico Reuter die Programme sorgfältig in sein System eingepflegt hat. Das zeigt sich beispielsweise am Angebot an bereits eingebauten Plugins in den Webbrowsern. Hier nimmt der SAM-Entwickler dem Anwender eine Menge Installationsarbeit ab. Falls dem Anwender die Anzahl oder die Auswahl der automatisch installierten Programme nicht passt, stehen ihm über die Online-Repositories von PCLinuxOS mehrere tausend Applikationen zur Verfügung.
Lobenswerter Weise bringt Reuter das Kunststück fertig, bei SAM-Linux 3D-Effekte mit XFCE zu kombinieren. Das schafft bisher keine andere Distribution. Damit beweist der Entwickler außerdem, dass optisch ansprechende Darstellungsformen nicht erst jenseits eines CPU-Takts von zwei Gigahertz möglich sind.
Hervorzuheben ist zudem, dass Reuter einige echte Innovationen präsentiert: So ist SAM-Linux die bislang einzige Linux-Distribution, die sich besonders für den Einsatz auf Laptops eignet, etwa durch die exzellente Hardwareerkennung bei Notebook-Grafiksystemen. Zusätzlich hat der Entwickler spezielle Programme zur Hardwaresteuerung für IBM-Thinkpad-Notebooks eingebunden, die sonst von Hand installiert werden müssten.
Wer keine umfangreichen Serverdienste benötigt, dafür aber gerne mit einer benutzerfreundlichen Linux-Distribution arbeitet, ist mit SAM-Linux 2007 also bestens bedient.



