Tastaturwirrwarr

Sämtliche Tasten der Apple-Tastatur senden Keycodes. Außer dieser einen guten Nachricht gibt es über das Apple-Keyboard nicht viel Positives zu berichten. Mangels [Alt Gr] lassen sich die meisten Sonderzeichen nur über Umwege eingeben. Auch auf eine [Del]-Taste verzichtet das Macbook. Am einfachsten passen Sie die Tastatur über eine eigene .Xmodmap-Datei an. Um die Eingabetaste zwischen der rechten Apfeltaste und [Home] zu [Entf] umzufunktionieren und die rechte Apfeltaste als [Alt Gr] einzusetzen, legen Sie folgende .Xmodmap-Datei an:

keycode 108 = Delete
keycode 116 = ISO_Level3_Shift
keycode 217 = bar

Der Eintrag in der dritten Zeile legt das Pipe-Zeichen auf [F10]. Die nötigen Keycodes für die Änderungen gibt die Ausgabe von xev aus.

Als Mausersatz verwenden Sie am besten eine USB-Maus – damit bleibt allerdings nur noch ein freier USB-Steckplatz. Versuche mit Mouseemu [5], das auf dem Trackpad des Geräts Mittel- und Rechtsklick sowie das Mausrad emulieren soll, brachten zwar unseren Rechner nicht zum Absturz, wie viele Nutzer berichten – aber der Mauszeiger war nach dem Start des Tools schlicht verschwunden. Auch über die zwei Kernelmodule usbhid und appletouch lässt sich angeblich das Trackpad zu einem rechten Mausklick überreden [6]. In den Tests mit Fedora Core 6 klappte das aber mangels usbhid-Modul nicht.

Fazit

Abgesehen von der gewöhnungsbedürftigen Tastatur und der fehlenden rechten Maustaste eignet sich das Macbook nach einigen manuellen Eingriffen gut als Linux-Rechner. Der Preis liegt für ein 13-Zoll-Notebook mit Core-2-Duo-Prozessor noch im zumutbaren Bereich.

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