Immer wieder gibt es Situationen, in denen Sie Aufnahmen vom Bildschirm benötigen: Sei es zu Demozwecken, zur Illustration von Anleitungen, um rasch den Systemstatus zu dokumentieren oder um anderen zu zeigen, wie cool der eigene Desktop aussieht. Meist setzen Sie dann Ksnapshot, Gimp oder Gnome-Screenshot ein. Mit Scrot [1] erledigen Sie diesen Job über die Kommandozeile und greifen dabei auf Features zurück, die den grafischen Kollegen fehlen: Etwa der Countdown bei zeitverzögerten Aufnahmen, die automatisch erstellten Thumbnails oder die Möglichkeit, Bilder zu komprimieren. Die Software eignet sich zudem gut für Nutzer alternativer Desktops.
Installation
Da Scrot zur Zeit nicht zum Standardumfang von Suse 10.x und anderen Distributionen gehört, ist ein wenig Handarbeit gefragt. Unter OpenSuse 10.2 installieren Sie die Bibliotheken imlib2 und imlib2-loaders auf Ihrem Rechner – falls es diese nicht schon gibt. Laden Sie dann die Pakete scrot-0.8-1.i386.rpm und giblib-1.2.4-0.pm.0.586.rpm unter [2] und [3] herunter. Um sie zu installieren, wechseln Sie in das Download-Verzeichnis und geben mit Root-Rechten rpm -Uhv *.rpm ein.
Verwenden Sie Suse Linux 10.1, binden Sie Packman als zusätzliche Paketquelle ein. In YaST finden Sie den Punkt Software | Installationsquelle wechseln, wo Sie über Hinzufügen eine neue FTP-Quelle einrichten. In die Zeile Servername schreiben Sie packman.iu-bremen.de, in die Zeile darunter suse/10.1 und schließen das ganze mit einem Klick auf Beenden ab. Nun liest YaST die externe Paketliste ein. Anschließend installieren Sie Scrot auf dem üblichen Weg, YaST löst die Abhängigkeiten selbstständig auf.
Nutzer von Ubuntu "Edgy Eft" haben es einfacher: Nach dem Freischalten der Universe-Paketquellen installieren Sie Scrot zum Beispiel über Synaptic. Dazu rufen Sie dazu EinstellungenPaketquellen auf und setzen ganz oben im Reiter Ubuntu 6.10 ein Häkchen neben Von der Ubuntu-Gemeinde betreute Open Source-Software. Sie schließen dann das Fenster, klicken links oben auf Neu laden und installieren das Tool.
Programmstart
Der einfachste Startbefehl lautet scrot. Der dabei erstellte Schnappschuss der gesamten Arbeitsfläche landet in dem Verzeichnis, in dem Sie sich gerade befinden. Der Dateiname des PNGs besteht aus Datum, Uhrzeit, Bildschirmauflösung und dem Zusatz _scrot.png. Um eigene Dateinamen zu verwenden, übergeben Sie Scrot diese beim Programmaufruf via scrot Dateiname.png
oder scrot /Pfad/zum/Dateiname.png
.



