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Bild, schöön!

Kontrastreiche Fotos selbst machen

Bilder nachbearbeiten

Um in Gimp Helligkeit und Kontrast der DRI-Fotos anzupassen, blenden Sie zunächst über [Strg]+[L] die Ebenen ein. Duplizieren Sie dann die Hintergrundebene zum Beispiel über Ebene | Ebene duplizieren oder über die Tastenkombination [Umschalt]+[Strg]+[D]. Stellen Sie unter Modus im Ebenenmenü Überlagern ein. Wählen Sie anschließend über Ebene | Farben die Funktion Sättigung entfernen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Ziehen Sie den Farbtonregler nach links, um das Bild zu entfärben.

Über Ebene | Farben rufen Sie dann Invertieren auf. Damit verhelfen Sie dem Ausgangsbild bereits zu einem besseren Kontrast. Duplizieren Sie zusätzlich die neue Ebene und wählen als Modus die Einstellung Division, so erhöhen Sie die Brillanz weiter.

Zum Feintuning der Ebenen untereinander experimentieren Sie ein wenig mit dem Deckkraft-Regler. Erscheinen Ihnen die Kanten zu hart und zu künstlich, spielen Sie ein bisschen mit dem Gaußschen Weichzeichner, den Sie über Filter | Weichzeichnen erreichen. Angewendet auf eine der eingefügten Ebenen, sorgt er für weichere und fließende Übergänge. Probieren Sie es einfach aus.

Achtung, Aufnahme!

Um DRI-Fotos herzustellen, benötigen Sie eine Kamera, die in der Lage ist, Belichtungsreihen ("Exposure Bracketing") herzustellen. Bei einer Belichtungsreihe nimmt die Kamera ein Bild mit optimaler Blende auf. Die nächsten Aufnahmen schießt die Kamera gezielt über- und unterbelichtet. Je nach Modell besteht eine Belichtungsreihe aus drei bis sieben Aufnahmen.

Verwenden Sie für solche Belichtungsreihen unbedingt ein Stativ: Beim Fotografieren aus der Hand lässt es sich kaum schaffen, Fotos mit exakt demselben Bildausschnitt aufzunehmen. Zusätzlich zum Stativ fotografieren Sie die Reihen am besten mit Selbstauslöser. Damit vermeiden Sie leichte Motivverschiebungen durch das Drücken des Auslösers, die das Bild verderben.

Für kontrastreiche Aufnahmen bieten sich besonders Motive mit starken Unterschieden zwischen Hell und Dunkel an. Solche Situationen finden Sie zum Beispiel in der blauen Stunde morgens und abends. Auch eine ausgeprägte Bewölkung oder eine interessante Bildstruktur eignen sich sehr gut. Sie sollten immer dann mit Belichtungsreihen arbeiten, wenn direkte Lichtquellen im Sucher zu sehen sind, zum Beispiel Sonne, Lampen oder Fenster mit Lichteinfall.

Personen eignen sich kaum für hochauflösende Fotos. Durch den leichten Zeitversatz bei den Aufnahmen riskieren Sie hier verwackelte Motive – es sei denn, die Personen stehen so still wie in den Anfangszeiten der Fotografie. Meiden sollten Sie auf jeden Fall alle heftig bewegten Dinge wie Flugzeuge oder fahrende Autos.

Echtes HDR

Die Bilder, die Sie über die beschriebenen Wege herstellen, werden Sie auf jeden Fall begeistern, auch wenn es sich dabei eben nicht um HDR handelt. Dennoch möchten wir Sie auch über echtes HDR informieren, zumal sich die HDR-Werkzeuge auch im DRI-Bereich anwenden lassen.

HDR-Anwendungen bleiben auch in den nächsten Jahren eher den Profis vorbehalten. Anwendungsbeispiele gibt es bei Film und Fernsehen: Dafür entwickeln Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Informatik (MPII) beispielsweise ein Videoformat, das genau so gut sein soll wie das menschliche Auge. HDR-Video kann, so eine Presseveröffentlichung des MPII, "die Helligkeitsbereiche eines mondlosen Himmels bis zum direkten Sonnenlicht verschlüsseln und die komplette Farbskala des sichtbaren Lichts wiedergeben". Bis zur Serienreife von Fernsehern, die HDR-Videos wiedergeben können, gehen aber laut MPII sicherlich noch zehn Jahre ins Land.

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