Alle neuen und interessanten Techniken in einer Distribution vereint – mit diesem anspruchsvollen Ziel machten sich die Entwickler von Foresight Linux [1] an die Arbeit. Jetzt liegt die Version 1.0 vor, die Sie auch auf der Heft-CD finden. Sie vereint Techniken, wie das neue Framework Avahi [2], das mittels Zeroconf das Einrichten des Netzwerks dramatisch vereinfacht, oder das Paketmanagement Conary [3], das distributionsübergreifend arbeitet.
Welche Features die vorliegende Version genau enthält, zeigt die Tabelle "Programmversionen". Da sich Foresight aber recht rasch weiterentwickelt, lohnt es sich, häufiger ein Update vorzunehmen. Beachten Sie aber: Trotz sorgfältiger Arbeit handelt es sich bei vielen Programmen um Software, die sich derzeit noch stark wandelt. Es kann daher vorkommen, dass Ihr System nicht immer stabil läuft. Nutzen Sie es nicht für die tägliche Arbeit, und legen Sie Sicherheitskopien aller wichtigen Daten auf dem Rechner an.
Programmversionen
| Beagle | 0.2.16 |
| F-Spot | 0.3.4 |
| Avahi | 0.6.17 |
| HAL | 0.5.7 |
| Conary | 1.1.17 |
| Mono | 1.2.3.1 |
| (Alle Versionen nach Update.) | |
|---|---|
Installation
Foresight Linux erlaubt es nicht, die Programme im Live-Betrieb zu testen: Sie brauchen entweder einen eigenen Rechner für die Distribution oder Platz auf einer Festplatte, auch der sich schon ein anderes Betriebssystem befindet. Starten Sie die Installation, indem Sie im Bootmenü den zweiten Eintrag, Foresight, auswählen. Hinter dem Eintrag verbirgt sich eine Bootzeile, die Sie mit zusätzlichen Parametern an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Beim Installieren versucht das Setup mittels MD5-Summe die Korrektheit des Installationsmediums zu ermitteln. Dies schlägt bei der Heft-DVD fehl, da der Datenträger mehrere Distributionen und damit mehr Daten enthält als das Ursprungsmedium von Foresight. Wählen Sie hier einfach Skip zum Überspringen des Vorgangs (Abbildung 1).
Anschließend startet der grafische Installer und zeigt – nach einer Intro, die die Tastaturkürzel erläutert – als erstes die Sprachauswahl an. Alle folgenden Einstellungen, wie Tastaturlayout und Zeitzone, orientieren sich an dieser Auswahl. Klicken Sie hier für die deutsche Sprachunterstützung auf den Eintrag German (Deutsch) (Abbildung 2).
Im folgenden wählt der Installer dann bereits den Eintrag Deutsch (latin1 ohne 'tote' Tasten/Akzente) als Default für die Tastatur aus. Übernehmen Sie diese Auswahl. Sie stellt sicher, dass Sie die Akzenttasten als einfache Hochkomma beziehungsweise Backticks nutzen dürfen. Bestätigen Sie mit Weiter, um zum Partitionieren zu gelangen.
Platz schaffen
Das Partitionieren funktioniert mit Foresight noch nicht so einfach, wie es beispielsweise mit einer Suse oder Ubuntu von der Hand geht. Sie haben die Wahl zwischen der automatischen Aufteilung der Platte oder dem manuellen Partitionieren mittels Disk Druid (Abbildung 3). Letzterer weist aber eine Schwäche auf: Er beherrscht das Verkleinern von Datenbereichen nicht. Möchten Sie also Platz auf der Platte schaffen, brechen Sie an dieser Stelle ab und starten mit einem Rettungssystem, wie beispielsweise der System Rescue CD von der Heft-CD.
Steht ausreichend freier Platz bereit, und überlassen Sie dem Setup das Aufteilen der Platte, so legt die Software eine kleine Partition für /boot an sowie einen großen Datenbereich und eine Swap-Partition, die sich an der Größe des Hauptspeichers orientiert. Foresight benötigt relativ viel Speicher, um flüssig zu arbeiten. Findet das Setup nicht genügend RAM, aktiviert es die neuangelegte Swap-Partition noch während der Installation.
Betreiben Sie ausschließlich Foresight auf Ihrer Maschine, bietet der Installer an, den Bootloader in den MBR zu installieren, also an den Anfang der Festplatte. Dies dürfen Sie natürlich ändern. Ebenso erlaubt es dieser Schritt, bereits installierte System dem Bootmenü hinzuzufügen. Passt alles, bringt Sie ein Klick auf Weiter zum nächsten Punkt.



