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Erweiterungen für den Texteditor Gedit

LaTeX einfach gemacht

Neben den offiziellen Plugins existieren mehr als 25 weitere. Ein sehr umfangreiches davon ist das LaTeX-Plugin, das das Schreiben von Dokumenten für das Satzsystem selbst für Einsteiger überaus einfach gestaltet. Das Plugin zu installieren erfordert momentan noch etwas Handarbeit: Erstellen Sie dazu unter ~/.gnome2/gedit/ mit mkdir plugins ein Unterverzeichnis. Laden Sie von Gnome Live den Tarball [4] herunter, und entpacken Sie ihn ins gerade erstellte Verzeichnis.

Möchten Sie ein Dokument direkt aus dem Editor heraus übersetzen, brauchen Sie zusätzlich das Paket Rubber [5]. Es stellt eine Python-Schnittstelle zum LaTeX-System zur Verfügung, die Befehle an dieses absetzt oder die Ausgabe aufbereitet.

Läuft beim Auspacken und Installieren des Plugins alles glatt, aktivieren Sie das LaTeX-Plugin unter Einstellungen. Es erscheint eine neue Werkzeugleiste, die wichtigste LaTeX-Befehle als Icons darstellt. Um ein neues Dokument zu erstellen, klicken Sie auf das erste Icon der Leiste. Im nun erscheinenden Dialog wählen Sie unter anderem den Titel, den Autor und die Art des Dokuments aus (Abbildung 6).

Abbildung 6

Abbildung 6: Das LaTeX-Plugin ist eine der umfangreichsten Erweiterungen für Gedit.

In einem neuen Reiter erscheint die Vorlage für ein Dokument. Der entsprechende Reiter in der Seitenleiste enthält die gängigsten griechischen Zeichen und mathematischen Symbole. Ein Klick darauf fügt das entsprechende Symbol oder Zeichen an der aktuellen Cursorposition in den Text ein.

Das Plugin verfügt zusätzlich noch über eine weitere äußerst nützliche Eigenschaft: Es bietet LaTeX-Tags in einer Dropdown-Liste an, die erscheint, wenn Sie [\]+[Buchstabe] eingeben. Ähnlich wie in IDEs gibt der Listeneintrag zusätzlich an, welche Parameter das Tag erwartet. Das erspart lästiges Suchen auf den einschlägigen Hilfeseiten im Internet.

Möchten Sie sehen, was Sie bisher geschrieben haben, bietet Gedit ganz rechts in der LaTeX-Werkzeugleiste einen Schalter an, mit dem Sie den LaTeX-Quelltext in ein PDF-, PS- und DVI-Dokument umwandeln oder als Grafik exportieren.

Sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben, markieren Sie die fehlerhafte Textpassage in Evince, dem Gnome-eigenen PS- und PDF-Betrachter, und drücken im Anschluss im Gedit-Fenster [Strg]+[Umschalt]+[Q]. Das Plugin ist dabei so intelligent, dass es selbst Sonderzeichen findet – jedoch keine mathematischen Symbole.

Das Feature scheint jedoch nicht ohne Grund als experimentell gekennzeichnet: Beim Testlauf auf einem Rechner in der Redaktion unter Ubuntu "Egdy Eft" schlug die Invers-Suche prompt fehl.

Fazit

Gedit hat sich zu einer echten Alternative auf dem Markt befindlicher Editoren gemausert. Der Artikel deckt nur einen Bruchteil dessen ab, was der Editor wirklich zu leisten vermag. Dank der fortschrittlichen Plugin-Architektur, die es erlaubt, Erweiterungen sowohl in C als auch Python zu schreiben, gibt es bereits knapp 50 Plugins. Es existieren bereits Erweiterungen [6], die Gedit in eine kleine Python-IDE verwandeln. Planungen über die zukünftige Entwicklung finden Sie auf der Gedit-Homepage [7].

Infos

[1] Informationen zu Gedit-Schnipseln: http://live.gnome.org/Gedit/Plugins/Snippets

[2] Informationen zu externen Werkzeugen: http://live.gnome.org/Gedit/ToolLauncherPlugin

[3] Gedit-plugins-Paket: http://live.gnome.org/GeditPlugins

[4] LaTeX-Plugin für Gedit: http://live.gnome.org/Gedit/LaTeXPlugin

[5] Rubber: http://www.pps.jussieu.fr/~beffara/soft/rubber/

[6] Weitere Plugins: http://www.stambouliote.de/projects/gedit_plugins.html

[7] Roadmap zu Gedit: http://live.gnome.org/Gedit/RoadMap

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