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Textmaschine

Erweiterungen für den Texteditor Gedit

01.04.2007 Linux bringt eine Vielzahl mächtiger Editoren mit. Gnomes grafischer Texteditor Gedit glänzt mit vielen nützlichen Plugins, die komfortables Editieren versprechen.

Gedit hat in den letzten Monaten viele Neuerungen erfahren und ist mit der normalen Arbeit an Textdateien fast schon zu unterfordert. Von der Rechtschreibkontrolle bis hin zu Funktionen, die sich üblicherweise in einer kleinen IDE finden, bietet das Programm mittlerweile alles, was das Herz begehrt. Wem der Standardfunktionsumfang nicht genügt, der passt mit Plugins den Editor an die eigenen Bedürfnisse an.

Einfacher Einstieg

Besonders Neulinge finden Editoren wie Vim oder Emacs zu unkomfortabel oder zu kompliziert. Vor allem Umsteiger aus der Windows-Welt liebäugeln eher mit Programmen à la Wordpad. Genau hier kommt Gedit ins Spiel: Das Programm kommt, wie bei allen Gnome-Programmen üblich, mit einer aufgeräumten Oberfläche daher. Das spiegelt sich sowohl bei den Menüs als auch in den Werkzeugleisten wieder.

Der Editor bearbeitet neben lokalen Dateien auch Files auf entfernten Rechnern und nutzt dazu die Protokolle SMB, SSH oder FTP. Eine Druckvorschau zeigt das Programm innerhalb des Hauptfensters an und sorgt damit für mehr Übersicht auf dem Desktop (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit einer Druckvorschau innerhalb des Hauptfensters reduziert Gedit die Zahl der Fenster auf dem Desktop.

Automatisches Speichern innerhalb eingestellter Intervalle und das Anlegen von Sicherheitskopien vor dem Speichern zählen ebenso zu Gedits Fähigkeiten, wie das Rückgängigmachen und Wiederholen. Eingefleischten Textarbeitern kommen die Optionen im Dialog Bearbeiten | Einstellungen entgegen, darunter etwa:

  • Anzeigen der Zeilennummern
  • Hervorheben der aktuelle Zeile
  • Anzeigen des rechten Rands
  • Hervorheben von Klammerpaaren
  • Einstellen der Tabulatorbreite (Tabulatoren und Leerzeichen)
  • Automatischer Einzug

Gedit verfügt über die von Webbrowsern bekannten Reiter, er lädt also jedes Dokument in einen eigenen Tab. Durch die offenen Dokumente wechseln Sie mittels [Alt] und der Indexnummer des Tabs.

Suchen und ersetzen

Dem gängigen Suchen-Dialog, den Sie durch [Strg]+[F] erreichen, haben die Entwickler eine interaktive Suche zur Seite gestellt. Der Vorteil liegt auch hier in der Tatsache, dass sich auf dem Desktop nicht noch weitere Dialoge tummeln. Stattdessen zeigt die Software in der linken oberen Ecke ein Eingabefeld an, sobald Sie [Strg]+[K] drücken (Abbildung 2). Die gefundenen Vorkommen hebt sie hervor. Mit [Strg]+[G] und [Strg]+[Umschalt]+[G] springen Sie zum nächsten respektive vorherigen gefundenen Wort. Die Suche bleibt solange erhalten, bis Sie die interaktiven Suche erneut verwendet.

Der Ersetzen-Dialog ([Strg]+[H]) bietet neben dem bei anderen Editoren üblichen Funktionsumfang noch eine praktische Besonderheit: Das Programm hebt bei einem Klick auf Suchen alle Vorkommen des zu ersetzenden Worts im Text hervor. Sie entscheiden, ob es entweder alle oder nur das aktuelle ersetzt. Die Syntax-Highlighting erleichtert diese Wahl dabei enorm. Wie gewohnt springen Sie mit [Strg]+[G] von Wort zu Wort.

Abbildung 2: Gedit bietet neben der Standardsuche eine interaktive Suche an.

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Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


Infos zur Publikation

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

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