Aufmacher

Reger Austausch

Ntfsprogs und Ntfs-3g einsetzen

01.04.2007
Egal ob Windows XP oder Windows Vista: Der lesende und schreibende Zugriff auf NTFS-Partitionen gelingt mit Hilfe mehrerer Tools inzwischen reibungslos.

Mit NTFS formatierte Festplatten waren lange der Albtraum jedes Linux-Anwenders: Mit etwas Glück ließ sich der Inhalt der Platte zwar lesen, jeder Versuch eines Schreibzugriffs aber brachte die Gefahr von Datenverlusten mit sich. Daher musste zum Austausch von Dateien zwischen Windows und Linux meist das FAT32-Dateiformat herhalten, das lediglich 32 GByte große Partitionen erlaubt und Weder Verschlüsselung noch Kompression oder Quotas unterstützt.

Das hat sich mittlerweile jedoch geändert: Sogar auf die neueste NTFS-Variante unter Windows Vista greifen Sie mit Linux inzwischen problemlos lesend und schreibend zu. Dieser Artikel stellt die bekanntesten freien Lösungen vor und testet die zwei wichtigsten davon im Praxiseinsatz mit Open Suse und Ubuntu.

Kernelmodul

Das NTFS-Kernelmodul [1] greift hauptsächlich lesend auf die Laufwerke zu. Seit Kernel 2.6.16 vergrößert und verkleinert es Dateien auch. Einen Schreibzugriff, der es erlaubt, neue Dateien anzulegen, erwarten die Entwickler im Kernel frühestens ab Sommer 2007. So lange müssen Sie jedoch nicht warten, um Dateien auf einer NTFS-Partition abzulegen.

Ntfsmount

Während das Kernelmodul im so genannten Kernel Space agiert, setzt Ntfsmount [2]Fuse ein, das im User Space operiert. Es gehört zu den Ntfsprogs, einer Sammlung von Tools, um NTFS-Partitionen zu manipulieren: So ändern Sie über Ntfsresize die Größe einer NTFS-Partition oder legen über Mkntfs eine neue an. Ntfsmount dient zum Einhängen eines NTFS-Laufwerks und erlaubt daneben das Vergrößern und Verkleinern von Dateien und Erstellen von Hardlinks, Dateien und Verzeichnissen. Das klappt zwar nicht immer reibungslos, Fehler erkennt das System jedoch rechtzeitig und bricht den Vorgang ab, bevor Schaden am fremden Dateisystem entsteht.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 05/2016: DATEISYSTEME

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...