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Neue Software

01.04.2007

Windows-Shares automatisch einbinden

Müssen Sie öfter in fremden Netzen Samba-Freigaben auf Ihrem Rechner einbinden, dann kann Ihnen WinShares (http://winshares.sourceforge.net/) die Arbeit erleichtern. Das Kommandozeilenprogramm findet alle in einem Netz verfügbaren Freigaben und bindet sie automatisch ein – eine gültige Benutzerkennung vorausgesetzt.

Im Grunde handelt es sich bei WinShares um ein komplexes Shellskript, das sich der Bordmittel von Samba bedient. Dabei besticht das Programm vor allem durch Komfort: Der schlichte Befehl ws on reicht aus, und wenige Augenblicke später sind alle Freigaben in Ihrem Home-Verzeichnis eingebunden. WinShares mountet die Freigabe in eigens angelegte Verzeichnisse, die es wieder entfernt, sobald Sie mit ws off alle Shares aushängen. Möchten Sie immer nur bestimmte Freigaben einbinden, teilen Sie WinShare das über eine Konfigurationsdatei mit.

Neben einer aktuellen Samba-Version benötigt WinShare die CIFS-Unterstützung des Kernels. Auf älteren Distributionen läuft das Programm also nur nach einem umfassenden Update. Unter aktuellen Distributionsversionen gibt es jedoch keine Probleme.

WinShares mountet komfortabel alle SMB-Freigaben eines Netzwerks.

Schlanker Webserver fürs Intranet

Apache gilt zwar unter Webservern schon lang als das Maß aller Dinge, erweist sich aber für kleinere Installationen eher als Overkill. Eine Alternative bietet da der kompakte Miniwebsrv (http://miniwebsvr.sourceforge.net/), der jetzt in Version 0.0.6 vorliegt: Das nur 24 KByte große C_Programm läuft nicht nur unter Linux, sondern im Bedarfsfall auch unter Windows.

Miniwebsrv ist in Sekundenschnelle konfiguriert: Sie geben lediglich Netzwerkadresse, Port und Dokumentenverzeichnis über Kommandozeilenparameter an. Auf raffiniertere Features wie CGI-Unterstützung oder dynamische Web-Seiten müssen Sie allerdings verzichten. Immerhin beherrscht der Zwerg-Server das Anzeigen von Verzeichnissen und die Wiederaufnahme von Downloads. Es eignet sich somit hervorragend, um im Intranet einen wartungsarmen Web- und Downloadserver zu betreiben.

Für den Einsatz im Internet eignet sich Miniwebsrv im Augenblick nur bedingt, da er noch keine Authentifizierung unterstützt. Der Entwickler plant dies jedoch für eine der kommenden Versionen.

Der wartungsarme Miniwebsrv eignet sich ideal als Downloadserver im Intranet.

Was wie bei Kleinweich

Wer den Windows-Dateimanager in- und auswendig kennt, findet in Xfe (http://roland65.free.fr/xfe/) ein passendes Pendant für Linux: Look & Feel des jetzt in Version 0.9.8 erschienenen Dateiverwalters kommen dem Original von Microsoft schon sehr nahe. Bei den Themes für Fenster und Icons bedient sich das Programm allerdings bei der jeweiligen Oberfläche.

Xfe basiert auf der Grafikbibliothek FOX, die in einer Version ab 1.6 vorhanden sein muss. Neben den üblichen Funktionen eines Dateimanagers verfügt das Programm über einen integrierten Editor sowie einen Datei- und einen Bildbetrachter. Wer diese nicht nutzen mag, bindet stattdessen über die Konfigurationsdatei beliebige externe Programme ein. Xfe kommt nicht nur mit allen gängigen Archivformaten zurecht, sondern auch mit RPM- und DEB-Paketen.

Xfe hält ein Verlaufsprotokoll der besuchten Verzeichnisse vor, in dem der Anwender schnell navigieren kann. Zudem besteht die Möglichkeit, Verzeichnisse als Lesezeichen zu speichern. Dateien und Verzeichnisse lassen sich per Drag & Drop zwischen den einzelnen Xfe-Fenstern verschieben.

Trotz aller Ähnlichkeit zum Windows-Explorer gibt es aber auch Linux-typische Besonderheiten: So bietet Xfe Kommandozeilenliebhabern auch die Möglichkeit, ein Terminal im aktuellen Verzeichnis zu öffnen – eine Möglichkeit, die Windows vermissen lässt.

Nur das Wörtchen root im Fenstertitel verrät, dass Xfe im Administratormodus läuft – sehr gefährlich.

GPL-Treiber für NTFS in stabiler Version

Ntfs-3g (http://www.ntfs-3g.org), der GPL-Treiber zum Lesen und Schreiben von NTFS-Partitionen, liegt nach einem halben Jahr Betaphase nun in der ersten stabilen Version 1.0 vor. Nach Angaben der Entwickler führt der Treiber nun fast alle Dateioperationen auf NTFS-Partitionen aus, Ausnahmen sind lediglich das Ändern der Berechtigungen und des Dateieigentümers.

Damit steht neben Captive, das sich den Original-Windows-Treiber zunutze macht, und dem proprietären NTFS-Treiber der Firma Paragon nun auch ein echter Open-Source-Treiber zur Verfügung. Die Installation setzt das Userspace-Dateisystem Fuse in Version 2.6 voraus. Auf der Homepage des Projekts steht der Quellcode zur Verfügung, einzelne Entwickler haben bereits Binärpakete geschnürt – so beispielsweise RPM-Archive für Red Hat Enterprise Linux 4.

Linux-Infotag für Einsteiger und Profis

Zum Augsburger Linux-Infotag 2007 laden am 24. März ab 9:30 Uhr die Augsburger Linux-Usergroup (LUGA) und die lokalen Fachhochschule ein. Auf dem inzwischen zum sechsten Mal stattfindenden Event wollen die Veranstalter auch dieses Jahr wieder demonstrieren, dass Linux inzwischen in vielen Anwendungsbereichen eine echte Alternative zu Closed-Source-Betriebssystemen darstellt.

Der Infotag bietet in zwei parallelen Vortragsreihen eine breite Übersicht über die Möglichkeiten von Linux und freier Software. Dabei richtet sich ein Track an fortgeschrittene Anwender, der zweite will Linux-Einsteigern die Fähigkeiten von Linux als starkes Desktopsystem näher bringen. Eine Übersicht der Vortragsthemen finden Sie im Veranstaltungsprogramm auf der Website der LUGA (http://www.luga.de/Aktionen/LIT-2007/).

Der Eintritt zum komplett kommerzfreien Augsburger Linux-Infotag ist kostenlos. Als Veranstaltungsort stellt der Fachbereich Informatik der FH Augsburg seine Räumlichkeiten an der Schülestraße zur Verfügung, einen Lageplan finden Sie bei Interesse auf der Website der LUGA.

Linux-Wettbewerb auf der CeBIT

Das Linux Professional Institute (LPI) richtet auf der diesjährigen CeBIT einen Linux-Wettbewerb aus: Am Stand des LPI in Halle 5, Stand G 64/5 im Linux-Park (http://www.cebit.de/linuxpark_d) müssen die Teilnehmer ihre Kenntnisse bei einem Computerspiel beweisen. Die Firma Linup Front, ein Anbieter von "LPI Approved Training Material", sponsert die Entwicklung der Spieleanwendung speziell für den Einsatz am LPI-Stand auf der CeBIT.

Auf die Gewinner warten Preise im Gesamtwert von rund 10 000 Euro, darunter LPI-Trainingskurse inklusive Kost und Logis, Eintrittskarten zur Samba eXPerience 2007 in Göttingen samt Übernachtung, ein Business-PC "Hetis 945" mit Monitor sowie fünf Jahres-Abos von Linux-Magazin, LinuxUser oder EasyLinux.

Außerdem bietet das LPI wie immer vergünstigte Prüfungen auf der CeBIT an. Am Samstag, den 17.3.2007 können Interessierte jeweils um 10:00, 12:30 und 15:00 Uhr LPIC-Examen, eine MySQL-5.0-Prüfung sowie die Ubuntu-Professional-Zertifizierung absolvieren. Die Prüfungen kosten zwischen 60 Euro (LPIC 1 und 2) und 85 Euro (Ubuntu- und MySQL-Prüfung). Das LPI bittet alle Interessierten, sich vorher unter http://lpievent.lpi-german.de anzumelden.

20 000 US-Dollar Preisgeld bei Red Hat

Am 25. Februar hat Linux-Distributor Red Hat einen weltweiten Wettbewerb für Studenten gestartet, bei dem das Gewinnerteam 20 000 US-Dollar einstreichen kann. Der zweite Platz bringt immerhin 3500 US-Dollar, der dritte 1500 US-Dollar.

Mit der "Red Hat Challenge" (http://www.redhatchallenge.com/) sucht das Unternehmen nach kreativen Ideen und Konzepten für sein künftiges Geschäftsmodell. Teilnehmen dürfen Teams aus drei bis fünf Studenten, die eine Aufgabenstellung aus dem Unternehmensumfeld möglichst kreativ und ideenreich lösen und diese dem Red-Hat-Management vorstellen.

Am 25. März müssen die letzten Wettbewerbsbeiträge eingereicht sein. Das Gewinnerteam wird zur Hausmesse Red Hat Summit vom 9. bis 11. Mai in San Diego eingeladen, Flug und Hotelaufenthalt inklusive.

X.org-Version 7.2 freigegeben

Die Xorg-Foundation hat Version 7.2 ihres X-Servers freigegeben. Neben Bugfixes verbessert die neue Release die Unterstützung von OpenGL-basierten Composite-Managern und die Autokonfiguration des Servers.

Die neue Ausgabe des Grafiksystems behebt eine Reihe von Stabilitätsproblemen. Die Autokonfiguration des X-Servers, die beim Start versucht, in der Datei xorg.conf fehlende Werte zu erschließen, haben die Entwickler wesentlich verbessert. Das Ziel ist, die Konfigurationsdatei immer mehr zu verschlanken oder vielleicht in Zukunft ganz auf sie zu verzichten.

Auch an der Unterstützung von Composite-Managern wie Compiz oder Beryl, die den grafischen Desktop mit OpenGL beschleunigen und 3D-Effekte ermöglichen, hat X.org gefeilt. Neu hinzugekommen ist das XACE Security Policy Framework: Die Schnittstelle soll den Zugriff auf einzelne Fenster regeln. Der Quelltext der neuen Release steht auf dem X.org-Server unter ftp://ftp.x.org/pub/X11R7.2/src/ zum Download bereit.

Kurz notiert

Bereits jetzt wurde bekannt, dass das im April erscheinende Ubuntu 7.04 im Gegensatz zu anderen Distributionen auch weiterhin proprietäre Treiber im Lieferumfang enthält, jedoch nicht standardmäßig installiert. Das betrifft beispielsweise die 3D-Unterstützung, die aus diesem Grund nicht per Default aktiviert wird. Ungeachtet der Entscheidung für proprietäre Treiber plant Ubuntu außerdem die Förderung freier Treiber, wie beispielsweise des Nouveau-Projekts, das freie Nvidia-Treiber entwickelt.

Wer Hard- und Software auf Kompatibilität zu Linux abklopfen will, wird bei compatdb.org (http://www.compatdb.org/) fündig: Hier finden sich Informationen zur Linux-Verträglichkeit von 1255 verschiedenen Hardwarekomponenten, 199 Spielen und 90 sonstigen Programmen. Daneben führt Compatdb.org auch Kompatibilitätslisten für andere Betriebssysteme, wie Windows oder Mac OS.

Die OpenSSL-Bibliothek ist jetzt nach FIST 140-1 und 140-2 zertifiziert, sodass US-amerikanische und kanadische Behörden sie zur Verschlüsselung einsetzen dürfen. Allerdings gilt das Zertifikat nur, wenn OpenSSL nach den in der Security Policy festgelegten Richtlinien erstellt wurde. Den Quellcode einer entsprechend angepassten Version von OpenSSL 0.9.7 gibt es beim OpenSSL-Projekt und auf der Website des Open Source Software Institute.

Während die deutsche Bundeswehr noch mit Windows kämpft, migrieren die schwedischen Streitkräfte jetzt ihre Server von Windows NT nach Red Hat Enterprise Linux. Als Grund dafür nennt Red Hat die fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen des Betriebssystems. Die eingesetzte Anwendungssoftware entwickelt die IT-Abteilung der schwedischen Streitkräfte selbst.

Der Automobilhersteller Citroën stellt einen Teil seiner Desktops auf Linux um. Die Wahl fiel dabei auf Suses Enterprise-Distribution, mit der rund 20 000 Rechner ausgerüstet werden sollen. Das entspricht einem Viertel aller Arbeitsplätze bei Citroen. Außerdem bestellte der Automobilkonzern 2 500 Server-Lizenzen. Novell plant, die Umstellung der Systeme bis Ende 2008 abzuwickeln.

Darf man der Website "Netscape Unoffical FAQ" (http://www.ufaq.org/)glauben, plant Netscape bereits die Veröffentlichung von Netscape 9. Nachdem Netscape 8.x nur noch für Windows erhältlich war, hatten viele Anwender das Browser-Urgestein bereits endgültig abgeschrieben. Die kommende Version basiert weitestgehend auf Firefox 2.0 und profitiert damit von den zahlreichen Erweiterungen für diesen Browser. Netscape 9 soll es nicht nur für Windows, sondern auch wieder für Linux und Mac OS X geben. Ein Erscheinungsdatum steht jedoch noch nicht fest.

Entwickler Sascha Wilde hat seinen Lohnrechner (http://wald.intevation.org/projects/lohnrechner/) auf den aktuellen Stand gebracht: Es beherrscht jetzt die Berechnungsgrundlagen für das laufende Jahr. Das Python-Programm verfügt über eine gut strukturierte Tk-Oberfläche, sodass Sie binnen weniger Augenblicke ermitteln, wie hoch Ihr Nettogehalt 2007 ausfällt.

Chip-Hersteller Intel stellte einen neuen Treiber für den Chipsatz PRO/Wireless 3945ABG vor, der vollständig unter der GPL steht. Im Gegensatz zum bisherigen Treiber entfällt nun das Nachladen eines binären Treiberfragments für das Einhalten der Frequenzbereiche: Intel integriert den Code direkt in die Firmware der WLAN-Adapter. Der neue Treiber wandert aber erst dann in den Linux-Kernel, wenn Entwickler Andrew Morton ihn in seinem Kernel-Zweig ausgiebig getestet hat.

Nach dem Vorbild von Googles "Summer of Code" startet das OpenUsability-Projekt seine eigene Season of Usability in Kooperation mit FLOSS Usability, Aspiration und dem Open Society Institute. Hierbei soll je ein Student in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Entwickler die Benutzbarkeit eines Open-Source-Projektes optimieren. Bei erfolgreichen Projektabschluss, winken dem Studenten 700 US-Dollar. In der aktuellen Season beschäftigt sich OpenUsability unter anderem mit den Projekten Asket, Geexbox, OpenPrinting, Okular, Serendipity, SIP Communicator, OpenWengo und Inkscape.

Das Seamonkey-Projekt hat seiner Browser-Mailer-Suite mit Version 1.1.1 diverse Security-Updates verpasst. Auch Anhänger der älteren 1.0-Serie bekommen die Sicherheitsprobleme laut den Entwicklern mit Version 1.0.8 in den Griff. Der Version 1.0.8 ist allerdings nur der Sicherheitsaspekt hinzugefügt worden, weitere Fehlerbehebungen unkritischer Natur sind ausschließlich in Version 1.1.1 enthalten. Zu den gelösten Problemen zählten unter anderem ein Pufferüberlauf in den Mozilla Network Security Services und mögliche Fehler im Caching. Anwender die Mozilla Firefox (auf Gecko-Basis) nutzen, wurden ebenfalls mit den nötigen Updates versorgt.

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