Reiser-Treiber Rfsd

Den interessantesten Ansatz bietet der Reiser-Treiber Rfsd [9]. Es arbeitet ähnlich wie Ext2ifs und integriert Reiser-Partitionen transparent in Windows, allerdings wieder nur im Lesemodus. Nach dem Download und Entpacken des Programmarchivs kopieren Sie die Datei rfsdfsd.sys in das Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers\. Danach fügen Sie die Datei rfsdfsd.reg mit einem Doppelklick darauf zur Registrierungsdatenbank hinzu.

Um den Reiser-Laufwerken Buchstaben zuzuordnen starten Sie den Registrierungseditor über die Eingabe von regedit in der Suchleiste (Suche starten...) des Startmenüs. Navigieren Sie zum Registry-Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\DOS Devices und erstellen Sie eine neue Zeichenfolge, der Sie als Namen den gewünschten Laufwerksbuchstaben, etwa X:, geben. Als Wert tragen Sie die Partitionsbezeichnung ein, wie \Device\Harddisk0\Partition9. Beachten Sie: Windows beginnt zwar einerseits die Festplatten-Nummerierung bei Null, zählt Partitionen allerdings von Eins an hoch. Bei \Device\Harddisk0\Partition9 handelt es sich also um die neunte Partition auf der ersten Festplatte.

Ein Neustart des Rechners übernimmt die Änderungen in der Registry. Den Rfsd-Dienst müssen Sie derzeit allerdings nach jedem Booten manuell neu laden. Das erledigen Sie mit administrativen Rechten auf der Kommandozeile durch net start rfsdfsd. Der Test zeigte jedoch sehr schnell, dass sich der Treiber derzeit für den Einsatz unter Vista noch nicht eignet: Der Zugriff auf Dateien, beispielsweise mit einem Texteditor, führt zu einem Komplettabsturz des Windows-Systems.

Multitalent Virtual Volumes

Das noch im Beta-Stadium befindliche Virtual Volumes [10] (Abbildung 3) enthält eine erstaunliche Anzahl an Features: Unter anderem bietet es Lese- und Schreibzugriff auf Ext2/3 und Vmware-Festplatten, via LVM2 und SFTP. Auf ReiserFS-Partitionen greift es lesend zu.

Zwar arbeiten die Entwickler noch an der Vista-Unterstützung, aber die Software erlaubt bereits die Installation und den Start. Danach binden Sie über die grafische Oberfläche die gewünschten Linux-Partitionen als Laufwerke ein und kopieren von dort Daten via Drag & Drop Daten auf die Vista-Partitionen.

Bislang funktionieren allerdings nur Lesezugriffe. Zwar erlaubt Virtual Volumes auch schon das Mounten von Ext2/3-Partitionen im Schreibmodus; der Versuch, Daten von Windows-Partitionen darauf zu speichern, schlägt aber noch fehl.

Abbildung 3: Das Multitalent Virtual Volumes mountet Reiserfs-Partitionen im Lesemodus und Ext2/3-Dateisysteme auch zum Schreiben. Entsprechende Zugriff misslingen derzeit aber noch.

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