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Hilfreich winken

Bildschirmaktionen aufnehmen mit dem Screencapture-Programm Wink

Erste Probleme

Wirklich befriedigend fielen die Ergebnisse bei beiden Aufzeichnungsmethoden im Test aber nicht aus. So ließ sich das Programm nicht dazu überreden, Screenshots von Menüs zu speichern – egal, ob das K-Menü aufgeklappt oder ein Programmenü im Fokus lag. Der Entwickler behauptet in seinem Readme, dass der jeweilige Windowmanager zu diesem Zeitpunkt die Gewalt über die Tastaturkürzel hat. Programme, wie KSnapshot, beeindruckt das allerdings wenig.

Als vorübergehenden Workaround empfiehlt der Entwickler zum Aufzeichnen einer Menüaktion die zeitgesteuerte Capture-Methode. Stellen Sie hierfür die Frames pro Sekunde im ersten Dialog aber auf einen möglichst niedrigen Wert. Zwei oder drei Frames pro Sekunde sind völlig ausreichend (der Default liegt bei vier Frames). Mehr erzeugen lediglich mehr zu bearbeitende Einzelscreenshots.

Ausschließlich mit der zeitgesteuerten Methode zu arbeiten ist allerdings auch kein empfehlenswerter Weg. Verrutscht die Maus einmal oder benötigt ein gewähltes Programm durch die von Wink erhöhte Systemlast einmal etwas länger zum Starten, drückt sich das stets in einer Menge unnützer Screenshots aus.

Sie beenden das Erstellen der Frames über das Symbol in der Kontrolleiste, worauf sich nach einigen Sekunden das Wink-Fenster wieder meldet und die Bilder in einer Laufleiste darstellt, ähnlich einem Videobearbeitungsprogramm.

Nacharbeiten

Das Nachbearbeiten der Präsentationsshow funktioniert kinderleicht per Drag & Drop: In der rechten Programmfensterseite stehen dazu einige Funktionen bereit, die Sie jeweils über eine Checkbox aktivieren, um sie anschließend im jeweiligen Frame frei zu platzieren. Über ein Eingabefeld stellen Sie die Verweildauer auf dem aktiven Screenshot in Millisekunden ein. So räumen Sie dem Betrachter die Chance ein, beispielsweise ein erklärendes Textfeld zu lesen.

Um ein Textfeld einzufügen, aktivieren Sie die Checkbox vor Textfeld und wählen über das Sprechblasensymbol die Form des Rahmens aus. Die Angebote reichen von bürotypischen PostIt-Zettelchen bis hin zu den aus Cartoons bekannten Gedankenblasen. Ebenso leicht fügen sie Buttons ein, mit denen der Betrachter im fertigen Film zu den entsprechenden Frames springt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Sehr intuitiv gestaltet sich das Einfügen von Textboxen und Schaltern.

Über das Kontextmenü fügen Sie duplizierte oder neue Frames ein und löschen Bilder aus der Reihe. Sie dürfen jedem Frame einen beliebigen Hintergrund hinzufügen, welcher entweder aus einem Bild oder einer frei definierbaren Farbe besteht. Der Übersichtlichkeit halber versieht Wink jede Bildvorschau mit kleinen Symbolen, die zeigen, ob Sie dem jeweiligen Frame bereits Einstellungen zu Schaltern, Zeit oder Textfeldern zugewiesen haben.

Nach Abschluss aller Nacharbeiten, geht es ans Rendern: Per Default schreibt die Software das Projekt in eine Flashdatei. Auf Wunsch erzeugt Sie ein Windows-Executable, auf welches der Empfänger auf der entsprechenden Plattform nur noch doppelklicken muss, um die Animation zu starten. Haben Sie über die gesamte Bildschirmgröße aufgezeichnet, verkleinern Sie die Frames am bestens etwas. Das geht über Projekt | Frame Größe wählen auf ein vernünftiges Maß. Ein zu starkes Komprimieren senkt die optische Qualität des Ergebnisses allerdings deutlich ab.

Zum abschließenden Rendern klicken Sie auf den grünen Pfeil in der Werkzeugleiste oder drücken [F7]. Geben Sie der SWF-Datei einen Namen, und bestimmen Sie die zu erstellenden Frames pro Sekunde sowie den Fluss des Mauszeigers. Einstellungen für eine hohe Darstellungsqualität produzieren natürlich eine entsprechend große Ausgabedatei.

Über das Icon mit der kleinen Weltkugel und dem Fernglas oder wahlweise [F8] zeigt startet das Programm den Browser mit der Shockwave-Datei eingebettet in eine HTML-Seite. Das nötige Playermenü mit Start/Stop/Pause-Tasten und einem Fortschrittsbalken integriert das Programm selbstständig. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, ein Projekt in die Formate PDF, HTML (mit verschiedenen Grafikformaten) und PostScript zu exportieren. Hierbei lagert Wink die einzelnen Projektseiten jeweils als Bild in das entsprechende Ausgabeformat ein.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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