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High Noon

Linux gegen Windows Vista

Multimedia

Das Verwalten großer Musiksammlungen gelingt Paula sowohl mit Vista und als auch mit Linux. Die meisten Linux-Distributionen bringen allerdings zahlreiche Programme zum Abspielen und Bearbeiten mit. Amarok, Xine, Totem und Yammi zählen dabei zu den bekanntesten Mediaplayern. Unter Vista ist nur der Windows Media Player zum Abspielen und Verwalten von Musik und Videos verfügbar.

Das Windows Media Center zur Verwaltung von Fotos, Musik, Videos und TV zählt nur bei den Vista-Editionen Home Premium und Ultimate zum Lieferumfang. Ein Mediencenter wie My Media System (MMS) [5] ist unter Linux allerdings ebenfalls nicht immer Bestandteil der Distribution.

Das Fernsehen am Rechner gelingt Paula mit der entsprechenden Hardware mit Programmen aus dem Standardumfang einer Linux-Distribution problemlos, beim Abspielen von Video-DVDs allerdings passt das freie Betriebssystem in aller Regel aus juristischen Gründen – hier gilt es kommerzielle Software [6] nachzurüsten, will man legal DVDs ansehen. Dafür wartet Linux mit zahlreichen Programmen zum Bearbeitung von Audio- und Videodateien auf. Unter Vista muss Paula die teilweise kostspielige Software für die Medienbearbeitung zusätzlich beschaffen: Mit dem Windows Movie Maker, dem Windows DVD Maker oder dem frugalen Audiorecorder kann sie nur sehr einfache Aufgaben umsetzen. Trotz aller Marketing-Schlagwörter und der recht hübsch in das System integrierten Programme ist Multimedia unter Vista eher etwas für Puristen.

Bis auf eine etwas erweiterte Bilderanzeige in Gestalt der Windows-Fotogalerie und ein seit Windows 3.1 funktional nahezu unverändertes Paint findet sich in Vista kaum etwas zur Bildbearbeitung. Unter Linux steht Paula mit Gimp ein leistungsfähiges Programm für die Bildbearbeitung zur Verfügung.

Grundausstattung

Funktion

Vista

Linux

Office-Suite +
Bildbearbeitung o +
PDF-Unterstützung +
Messaging o +
Teamarbeit + o
Musik verwalten + +
Video-Aufnahme/Verwaltung o +
Media Center o o
Medienbearbeitung o +

(+) enthalten (--) nicht enthalten (o) teilweise enthalten

Achim, der Verwalter

Was Achim für seine Arbeit braucht, findet er unter Linux in unzähligen Varianten: Perl, Python, Tcl/Tk, Ruby und viele weitere Skriptsprachen fehlen bei keiner Linux-Distribution. Umfangreiche Dokus und Beispiele sowie eine riesige Community, die bei Problemen beim Skripting hilfreich zur Seite steht, unterstützen ihn zusätzlich bei seinen täglichen Aufgaben.

Hier hat Vista mit dem Windows Script Host (WSH) nur verhältnismäßig wenig zu bieten. Zwar erlaubt der WSH den Zugriff auf das Komponentenmodell von Windows und damit die Fernsteuerung jeder Anwendung, die COM-Objekte unterstützt. So lassen sich etwa alle Funktionen des Internet Explorers auch über ein WSH-Skript steuern. Diese Art der Systemverwaltung ist jedoch ebenso kompliziert wie fehleranfällig. Das Erstellen von Skripten mit Notepad oder dem DOS-Editor edit.com ist eine echte Zumutung. Unter Linux unterstützen die meisten Editoren (wie Vim, Emacs, Gedit oder KWrite) das Syntax-Highlighting oder Makros zur Steuerung des Editors.

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