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Hardware-News

01.04.2007

Kompletter Linux-Rechner im USB-Stick

Es gibt zahlreiche Linux-Systeme, die von einem USB-Stick booten. Der Tux-Stick der Firma SSV Software Systems (http://www.ssv-embedded.de) jedoch benötigt den angestöpselten Rechner nur noch als Stromquelle – den Computer hat er bereits eingebaut.

In dem kleinen Gehäuse hat der Hersteller seinen Single-Board-Computer DNP/9200 mit vorinstalliertem Linux versteckt. Die Platine beherbergt einen ARM9-Prozessor mit 180 MHz Taktrate, 32 MByte SDRAM und 16 MByte Flash-Speicher. Das Miniatur-System dient als Gateway: Es vermittelt zwischen dem Host-System, in dessen USB-Port es steckt, und einem Netzwerk, das sich am anderen Ende per Miniatur-Stecker anschließen lässt. Dieser Stecker erlaubt Verbindungen zu Ethernet-, SPI-, USB- oder serieller UART-Schnittstelle.

Der Hersteller sieht als Einsatzgebiet unter anderem Fahrzeug-Bordnetze vor. Für dieses Produkt erhielt er auf der Messe Embedded World, die im Februar in Nürnberg stattfand, die Auszeichnung in der Kategorie "Hardware".

ssv_tux_stick_plain.png

Sieht von außen aus wie ein USB-Stick, drinnen steckt aber ein kompletter Linux-Rechner: Der Tux-Stick der Firma SSV.

Waffenkontrolle mit Realtime-Linux

Dass Linux leider nicht nur zu friedlichen Zwecken taugt, demonstriert im Augenblick IBM in Kooperation mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon: Die gerade in Entwicklung befindlichen amerikanischen Stealth-Lenkwaffenzerstörer der Zumwaldt-Klasse (DDG-1000, http://www.ddxnationalteam.com) erhalten eine Rechnerumgebung, die auf einem Realtime-Linux basiert. Das System dient als Basis für alle Anwendungen zur Schiffskontrolle, Navigation und Waffensteuerung.

An dem bei der US-Navy unter dem Namen "Total Ship Computing Environment Infrastructure" (TSCEI) laufenden Programm beteiligen sich laut IBM das hauseigene Java Technology Center, das Linux Technology Center, Red Hat sowie "die Open-Source-Community". Ob letztere dabei schon etwas von ihrem "Glück" weiß, lässt die IBM-Pressemitteilung aber offen.

ddxhelo.png

IBM baut ein Realtime-Linux in der Computersteuerung auf einem Zerstörer ein. (Bild: DD(X) National Team)

Standardisierte Druckertreiber für Linux

Ist der benötigte oder mit einem Drucker mitgelieferte Treiber nicht Teil der eingesetzten Linux-Distribution, gestaltet sich das Einrichten für den Anwender derzeit umständlich. Das Projekt OpenPrinting (http://www.linux-foundation.org/en/OpenPrinting) möchte daher ein einheitliches Paketformat etablieren, in dem Druckerhersteller und freie Entwickler ihre Treiber anbieten können.

Dazu setzt das Projekt auf die Linux Standard Base (LSB), die generell als Standard für Linux-Software entwickelt wurde und Software-Anbietern die Entwicklung leicht installierbarer Software für eine Vielzahl von Linux-Distributionen ermöglichen soll.

Derzeit liegen bereits die ersten Treiber im LSB-3.1-Format vor: Der Splix-Treiber für Samsungs Laserdrucker (http://openprinting.org/show_driver.cgi?driver=splix) und der Treiber Min12xxw für die Pagepro-W-Serie von Minolta (http://openprinting.org/show_driver.cgi?driver=min12xxw).

Diese Treiber lassen sich auf allen Distributionen installieren, die mindestens die Anforderungen der LSB 3.1 erfüllen. Dazu zählen etwa Ubuntu "Dapper Drake" und Mandriva 2007. Weitere Hinweise gibt die Installationsanleitung auf der OpenPrinting-Website.

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