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Gott für einen Tag

Fantasy-Strategiespiel Dominions 3: The Awakening

Oh, mein Gott

Nach dem Starten des Spiels erstellen Sie über Game Tools | Create a Pretender God einen eigenen Gott. Haben Sie sich für eines der drei Zeitalter (siehe Kasten "Zeitalter") entschieden, steht nun im Fenster Select Nation die Auswahl eines geeigneten Volkes an. Klicken Sie auf eine Nation, öffnet sich ein Fenster mit umfangreichen Informationen zum jeweiligen Volk. Schauen Sie sich diese Informationen genau an, Cancel bringt Sie wieder zum Auswahlfenster.

Haben Sie sich für ein Volk entschieden, notieren Sie sich die unter Magic aufgeführten Magiepfade und bestätigen mit Ok. Das folgende Fenster Design Pretender God enthält alle Details zur neuen Gottheit. Zum Aufrüsten des Gottes stehen Ihnen 350 Punkte zur Verfügung, die es sorgsam zu verteilen gilt.

Über Select Physical Form öffnen Sie das Auswahlfenster aller verfügbaren Gottheiten. Wählen Sie eine, deren Grundkonfiguration zu den zuvor gewählten Magiepfaden passt, und die eine möglichst hohe Anfangs-Dominion besitzt. Unter Dominion erhöhen Sie durch einen Linksklick auf Dominion strength: den Anfangswert für die Dominion Ihres Gottes; ein Rechtsklick reduziert den Wert.

Der Wert des Dominion verändert sich im Lauf des Spiels, sollte aber den Wert 7 nicht unterschreiten. Behalten Sie den angezeigten Punktestand im Auge und wenden sich nun den magischen Fähigkeiten unter Magic zu. Als Daumenregel gilt, die zuvor notierten magischen Fähigkeiten auszubauen. Möchten Sie mit dem so erstellten Charakter später an einem Onlinespiel teilnehmen, setzen Sie mit Set Password ein Passwort, da Mitspieler sonst in der Lage sind, die Kontrolle über Ihr Volk zu übernehmen.

Sind Sie mit Ihren Einstellungen zufrieden, schließen Sie die Erstellung Ihres Gottes durch Klicken auf Ready und anschließendes Benennen ab. Verlassen Sie diesen Bereich mittels Exit und legen ein neues Spiel über Create a New Game an.

Zeitalter

In Dominions 3 üben Zeitalter eine wichtige Rolle auf das Spielgeschehen aus. Für Anfänger eignet sich im Singleplayer-Modus die Nation Ermor im Mittleren Zeitalter. Ihre Priester verstehen sich auf das Wiederbeleben Toter und erstellen damit sehr schnell riesige Armeen, ohne die knappen Ressourcen anzuzapfen. Im Onlinespiel gegen erfahrene menschliche Gegner dagegen sollten Sie genau um Ermors Schwächen: Viele Nationen verfügen nämlich über äußerst effektive Spells gegen Untote.

Frühes Zeitalter: Die Technologie ist noch nicht weit entwickelt, es überwiegt die Magie. Erhöhte Vorkommnisse magischer Orte. Schwere Rüstungen und Waffen sind selten.

Mittleres Zeitalter: Ausgewogenheit von Magie und Technologie. Dieses Zeitalter ähnelt der Spielweise des Vorgängers Dominions 2.

Spätes Zeitalter: Magie schwindet zugunsten technologischer Errungenschaften, konventionelle Kriegsführung. Schwere Rüstungen und Waffen verfügbar.

Auf geht's

Wählen Sie eine der vorgegebenen Maps, oder erzeugen Sie eine per Zufallsgenerator. Eine große Map mit nur wenigen Teilnehmern bringt Ungeübten den Vorteil, das ihnen Zeit bleibt, sich mit dem Interface und der Umgebung vertraut zu machen. Haben Sie sich für eine Map entschieden, bestätigen Sie mit Ok und geben dem Spiel anschließend einen Namen. Nach Auswahl des zu Ihrem Gott passenden Zeitalters wählen Sie im Fenster Choose Participants die teilnehmenden Parteien aus.

An oberster Stelle klicken Sie in der Spalte Nation auf den Vorgabewert Random und wählen das Volk Ihres Gottes. Wählen Sie nun die Spielstärke Ihrer computergesteuerten Gegner, und fügen Sie die gewünschte Anzahl an Gegnern hinzu. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Ok, öffnet sich der zuvor erschienene Dialog Design Pretender God, in welchem Sie die nun verfügbare Option Load Pretender God und daraufhin den zuvor erstellten Gott auswählen. Diese Prozedur wirkt auf den ersten Blick mühsam, hat jedoch den Hintergrund, dass ein einmal erzeugter Gott auch in weiteren Spielen zur Verfügung steht.

Das neu erstellte Spiel beginnt nun und begrüßt Sie mit einigen allgemeinen Nachrichten. Solche Nachrichten erscheinen zu Beginn jeder neuen Runde und informieren Sie über den Ausgang von Schlachten und anderen besonderen Vorkommnissen. Sie sollten sie aufmerksam lesen, da sie im weiteren Verlauf essentielle Informationen zum Spielgeschehen liefern. Das Interface gliedert sich in nach Funktionen eingeteilte Bereiche auf (Abbildung 2). Das Element am linken Rand listet die in der Provinz stehenden Befehlshaber auf, die in der Lage sind, weitere Einheiten anzuführen. Darüber befindet sich der Bereich mit allgemeinen Informationen zur Provinz, zum Beispiel zu Dominion, Einnahmen und Kosten.

Abbildung 2

Abbildung 2: Neben dem Spielfeld blendet das Programm Informationen über Ressourcen, Befehlshaber und Finanzen ein. Im Bild befindet sich Bandar Log (gelb) im Grenzkrieg mit Ermor (lila). Während Bandar Logs Dominion innerhalb der eigenen Grenzen durchweg positiv ist, weisen die beiden Ermor-Provinzen aus Sicht von Bandar Log verschieden hohe negative Dominions aus.

Oben rechts finden sich Informationen zur wirtschaftlichen Lage Ihrer Nation, zum Beispiel Guthaben, Gesamteinnahmen und Unterhaltskosten für Ihre Einheiten sowie Art und Anzahl der magischen Edelsteine, die sich in Provinzen mit magischen Orten finden. Zur Rechten befinden sich drei Menüs. Das obere Menü enthält grundlegende Einstellungen, das mittlere Optionen für militärische Einheiten; das untere Menü listet in der Provinz erstellte Bauwerke und dort gefundene magische Orte, die den Spieler mit magischen Edelsteinen versorgen.

Speicherproblem

Dominions 3 bietet von Haus aus keine Möglichkeit, Spielstände gezielt zu speichern. Beim Beenden einer Runde führt die Software alle zuvor eingeleiteten Aktionen aus und speichert das Spiel automatisch. Dies ist durchaus so gewollt, und vielen Spieler begrüßen das auch, denn der Spielverlauf besteht zum großen Teil aus Planung, und die ist mit Bedacht zu wählen.

Allerdings frustriert es, durch ein kleines Detail die möglicherweise entscheidende Schlacht eines schon seit Tagen laufenden Spiels zu verlieren. Möchten Sie vielleicht mit einigen Spells experimentieren, ohne gleich eine herbe Niederlage zu riskieren? Insbesondere bei Neulingen löst dies bisweilen Unmut aus. Aus dieser Misere gibt es jedoch einen Ausweg.

Haben Sie alle Aktionen einer Runde eingeleitet, zum Beispiel einen Angriff auf eine stark verteidigte Provinz, beenden Sie das Spiel über Options | Save game and quit. Verlassen Sie Dominions kurzfristig mittels [Alt]+[Tab]. Öffnen Sie einen Dateimanager oder ein Terminalfenster und wechseln Sie nach ~/dominions3/savedgames. Legen Sie eine Kopie des Verzeichnisses an, in dem die Spieldaten abgelegt sind.

Kehren Sie zu Dominions zurück und öffnen wie gewohnt Ihr Spiel. Beenden Sie die Runde nun über End turn beziehungsweise [E]. Sollte das Ergebnis nicht Ihren Hoffnungen entsprechen, beenden Sie das Spiel ohne zu speichern. Löschen Sie den gespeicherten Spielstand und ersetzen ihn durch die zuvor angelegte Kopie. Leerzeichen im Verzeichnisnamen sind hierbei nicht erlaubt. Kehren Sie mit [Alt]+[Tab] zurück zu Dominions und öffnen Ihr Spiel. Ändern Sie nun die erfolglose Vorgehensweise in etwas Erfolg versprechendes. Rinse and repeat.

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LinuxUser 05/2014

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