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Gnomogramm

Schach-Oberfläche mit Komfort

Wie die meisten Schachprogramme besitzt auch Glchess (http://glchess.sourceforge.net/) keine eigene Logik zur Zugberechnung, sondern greift als grafisches Frontend auf bekannte Engines wie GNU-Chess, Phalanx oder Sjeng zurück. Welche Engine installiert ist, erkennt das Programm eigenständig und bindet sie auch korrekt ein.

Startet der Spieler eine neue Partie, muss er sich zuerst für einen Gegner entscheiden. Spielt er gegen einem menschlichen Partner, muss dieser physikalisch am Rechner anwesend sein: In diesem Fall ersetzt Glchess lediglich das Schachbrett. Ein Netzwerkmodus befindet sich noch in der Planung.

Tritt der Spieler gegen die Schach-Engine an, darf er dazu zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen. Nach der Farbwahl kann die Partie beginnen, bei der der Spieler seine Figuren mit der Maus steuert. Dabei zeigt Glchess farblich an, welche Züge man mit der jeweiligen Figur machen kann.

Außerdem protokolliert Glchess sämtliche Züge eines Spiels, um später eine schrittweise Analyse zu ermöglichen. Der Spieler darf sich aussuchen, ob das Programm lediglich die Züge notiert oder den Verlauf ausführlich protokollieren soll.

Das komplett in Python implementierte Glchess ist jetzt in der Version 1.0.2 erschienen. Es benötigt neben Python unter anderem Gtk+ sowie die Cairo-Bibliotheken. Wer Glchess mit dreidimensionalen Figuren spielen möchte, braucht außerdem OpenGL.

Glchess zeigt dem Spieler farblich an, welche Züge er machen kann.

Fraktaler Augenschmaus

Auf den ersten Heimcomputern dauerte die Berechnung von Fraktalen noch Stunden oder gar Tage. Mit heutiger Rechenleistung und einem Programm wie GkII (http://www.jwm-art.net/gkII/) werden daraus Sekunden. Das Programm basiert auf dem Code von Gfract, bringt jedoch zahlreiche neue Funktionen mit.

So verfügt GkII beispielsweise über neun so genannte Kunge-Typen pro Fraktalfunktion sowie die Möglichkeit, reale oder imaginäre Störungen einfließen zu lassen. Außerdem kann der Anwender zufällige Farbpaletten generieren oder vorhandene Paletten invertieren. Alle Einstellungen lassen sich speichern und zur späteren Weiterbearbeitung wieder laden.

Die jetzt veröffentlichte Version 0.4.6 beherrscht vier neue Kunge-Typen, bei denen es sich aber lediglich um Varianten der Funktionen Xr2 und Gti handelt.

Fraktale sind schön anzusehen und mit gkII im Handumdrehen berechnet.

Kurz notiert

Der Smartphone-Hersteller OpenMoko hat sein gleichnamiges Gtk-basiertes Framework für mobile Geräte als Open Source veröffentlicht. Außer dem Quellcode gibt es für externe Entwickler auch ein Wiki,ein Bugtracking-System sowie einen IRC-Channel auf Freenode.net. Openmoko hofft, auf diese Weise möglichst viele freie Entwickler für seine Produkte zu gewinnen.

Mit Gnome 2.17.90 veröffentlichen die Entwickler bereits das sechste Developer-Release der Desktopoberfläche. Gleichzeitig haben sie die Entwicklung an der Benutzerschnittstelle eingefroren und drohen jedem mit symbolischer Stigmatisierung, der über Fehlerkorrekturen hinaus noch Änderungen vornimmt. Damit rückt die für März geplante Veröffentlichung von GNOME 2.18 in greifbare Nähe.

Auch 2007 findet wieder eine GNOME User and Developer Conference (kurz GUADEC) statt – bereits die achte Veranstaltung dieser Art. Im Gegensatz zu Barcelona im Vorjahr bietet diesmal Birmingham jedoch weit weniger Sonne. Vom 15. bis 21. Juli informieren kompetente Dozenten in unterschiedlichen Schwerpunktbereichen. Das Spektrum reicht von Erfolgsgeschichten rund um den Gnome-Einsatz über die Vorstellung innovativer Neuerungen für kommender Versionen bis hin zur Lösung praktischer Probleme.

Motorola, NEC, Samsung, Panasonic, Vodafone, NiTT und DoCoMo gründeten jetzt gemeinsam die LiMo Foundation zur gemeinsamen Entwicklung mobiler Linux-Software. Bislang kennt man nur wenige Details zur Roadmap der Mobilfunk-Platzhirsche. Fest steht aber, dass Gtk+ für die Oberflächenprogrammierung zum Einsatz kommen soll.

Für die Grafiker unter den Gnome-Anwendern gibt es mit Tablet Apps und GNOME Wacom Applet zwei neue Programme für Grafiktabletts von Wacom. Tablet Apps erlaubt, zwischen den Eingabemodi des Tabletts zu wechseln sowie den Druck des Zeichenstifts zu justieren. GNOME Wacom Applet hingegen zeigt lediglich den aktuellen Druck auf den Zeichenstift grafisch an. Beide Programme finden sich auf http://alexmac.cc/tablet-apps/.

Viel positive Resonanz erhält Nokia für sein neues Internet Tablet N800. Wie der Vorgänger N770 glänzt auch das N800 durch eine Gtk-basierte Oberfläche. Renommierte Websites wie Cnet, NYTimes oder OSNews nahmen den Neuling unter die Lupe und vergaben trotz einiger Kritikpunkte durchweg gute Noten. Zum Preis von 400 US-Dollar ist der N800 allerdings nicht gerade ein Schnäppchen.

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