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Cube und Co.

Back to the Roots

01.04.2007 Cube katapultiert den Spieler sowohl grafisch als auch spielerisch zurück in die Anfänge der 3D-Action-Spiele.

Zur Installation von "Cube" [1] genügt es, zunächst das Archiv zu entpacken. Der Start gelingt dann etwas umständlich über ein Terminalfenster per ./cube_unix -w1024 -h768. Die Zahlen geben dabei die Auflösung an, im Beispiel handelt es sich um 1024x768 Pixel. Die weitere Konfiguration erfolgt ausschließlich über die Datei config.cfg im Cube-Verzeichnis. Einen hübschen Konfigurationsbildschirm gibt es leider nicht.

Nach dem Start steht der Spieler einsam und verlassen in einem neuen Level, wo er sich ohne lästige Monster etwas umsehen darf. Über [Esc] gelangt man in das etwas unübersichtliche Hauptmenü. Neben Mehrspielerarenen bietet Cube hinter dem Menüpunkt Singleplayer spezielle Level für Einzelspieler. Der Einzelkämpfer hat die Wahl zwischen einer speziell für diesen Zweck entworfenen Solomission oder einem "Deathmatch"-Spiel.

In letzterem überschüttet ihn Cube einfach per Zufall mit einer Horde beliebiger Monster aus seinem Repertoire. Leider erweisen sich die Gegner sowohl hier als auch in den speziellen Solomissionen als dumm wie Dosenbrot – unabhängig von ihrem Skill Level, den Sie im Hauptmenü in zehn verschiedenen Stufen regeln. Sobald die Computermonster den Helden entdecken, rennen sie mehr oder weniger "intelligent" auf ihn zu, wobei sie gerne an Hindernissen oder scharfen Kanten hängen bleiben. Damit dürfte sich ein Training für den Mehrspielermodus von selbst erledigen.

In letzteren gelangen Sie über den Punkt Multiplayer im Hauptmenü. Dort holt ein Klick auf Update server list from Master Server eine Liste aller verfügbaren Spieleserver ein. Anschließend ermöglicht der Server Browser eine bequeme Auswahl einer der angebotenen Partien.

Um eine eigene Mehrspielerpartie aufzusetzen, verlassen Sie das Actionspiel zunächst wieder. Auf der Kommandozeile starten Sie Cube via ./cube_unix -d und geben anschließend direkt ein zweites Mal den eingangs vorgestellten Befehl ein. Weiter geht es im Hauptmenü über Multiplayer und dort Connect Localhost. Alle anderen Teilnehmer drücken im Spiel den Backtick ([`]) und tippen den Befehl connect Server ein, wobei sie Server durch die IP-Adresse des Computers ersetzen, von dem der Befehl ./cube_unix -d ausging.

Cube setzt im Gegensatz zu seinen vorgestellten Kollegen auf eine selbst entwickelte 3D-Engine des Spieleprogrammierers Wouter van Oortmerssen. Sowohl grafisch als auch architektonisch fühlt man sich in die Anfänge der 3D-Action-Spiele zurückversetzt. Dank des direkt eingebauten Leveleditors bringt das Spiel extrem viele Level mit, deren Qualität jedoch stark schwankt. Als Einzelkämpfer finden Sie sich beispielsweise häufig mit nur wenig Munition in größeren Monsterhorden wieder oder rennen in unfaire Hinterhalte.

Wer Cube im Netzwerk betreiben möchte, sollte besser auf "ActionCube" [1] ausweichen. Dieses eigenständige Spiel basiert auf "Cube", orientiert sich spielerisch aber stark an "Counterstrike" (siehe Bild). Dank "ActionCube" ist man somit nicht mehr nur auf reine "Deathmatch"- und "Team-Deathmatch"-Partien beschränkt. Zusätzlich gibt es neben irdischen Kampfschauplätzen auch endlich weniger futuristische Waffen, sowie zumindest etwas intelligentere Bots.

Der Nachfolger von Cube trägt den klangvollen Namen "Cube 2: Sauerbraten" [1]. Er geht wieder einen Schritt zurück und setzt das alte Cube mit nur leicht verbesserter Grafik fort. Über ./sauerbraten_unix starten Sie das Spiel. Immer noch wirkt alles detailarm und eckig, selbst die alten Karten sind wieder mit von der Partie. Für Solospieler gibt es nun komplette Kampagnen, die sich über mehrere Level erstrecken und auch so etwas wie eine Geschichte erzählen wollen, aber leider irgendwo mitten in der Entwicklung stecken bleiben. Das Hauptmenü wurde unverständlicherweise in die 3D-Umgebung integriert, was die Bedienung arg erschwert. Ansonsten bedient sich die Sauerbraten-Variante wie der Vorgänger "Cube" bedienen, sogar die umständliche Konfiguration bleibt gleich.

Infos

[1] "Cube", "Cube 2: Sauerbraten" und "ActionCube": http://www.cubeengine.com

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 03/2012

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