Aufmacher

Bunte Standardkost

Alien Arena 2007

Bei diesem Actionspiel ist der Name bereits Programm: "Alien Arena" versetzt den Spieler in eine recht abstrakte und meist auch extrem bunte Zukunft.

Die Gegnerfiguren in "Alien Arena" [1] bestehen aus recht grobschlächtig animierten Außerirdischen oder Robotern, die direkt dem Film "Mars Attacks!" entsprungen sein könnten. Unter der Haube werkelt mit der CRX-6.0-Engine eine extrem aufgebohrte Quake-II-Engine aus dem Jahre 1997. Sie ermöglicht zwar die hübschen, bunten Effekte, doch die durchweg dunklen, braunen und recht detailarmen Arenen weisen noch deutlich auf den weiter zurückliegenden Ursprung aus dem Hause id Software hin.

Die Anzahl der Karten liegt mit 37 Stück äußerst hoch, sie bieten jedoch sowohl grafisch als auch spielerisch durchweg Standardkost. Interessante Konzepte oder pfiffige Aufbauten bleiben die Ausnahme. Größtenteils zielen die Level auf direkte Konfrontationen ab. Hierfür sorgen zum einen die kurzen Laufwege und zum anderen die kaum vorhandenen Verstecke oder Nischen, um Deckung zu suchen.

Alien Arena 2007 kennt neben "Deathmatch", "Team Deathmatch" und "Capture the Flag" noch drei weitere interessante Modi:

  • All on Assault lehnt sich an eine "Deathmatch"-Runde an, erlaubt aber den Einsatz großer Fahrzeuge, wie einem recht schussgewaltigen Raumgleiter.
  • Im "Capture-the-Flag"-Ableger Team Core Assault gilt es, die Energieversorgung der jeweils gegnerischen Mannschaft lahm zu legen.
  • An die Freunde des runden Leders richtet sich schließlich noch Deathball: Hier steht ein überdimensionaler Fußball im Mittelpunkt. Der Spieler kann ihn betreten und auf diese Weise umher rollen. Bugsiert man ihn in eines der verstreuten Tore, vergibt das Spiel auf einen Schlag 10 Trefferpunkte. Bis dahin sind Sie allerdings Angreifern schutzlos ausgeliefert. Im krassen Gegensatz zu dieser pfiffigen Idee steht die extrem konservative Waffenauswahl, die sich auf das übliche Arsenal beschränkt.

Um das Spiel zu installieren, rufen Sie via ./AlienArena einfach die heruntergeladene Datei in einem Terminal auf. Eine grafische Oberfläche führt in wenigen Schritten zu einem korrekt eingerichteten Spiel.

Nach dem Spielstart sollte der erste Gang zum Menüpunkt Video führen. Dort stellen Sie unter Video Mode mit den Pfeiltasten die gewünschte Auflösung ein. Nutzen Sie einen älteren Rechner, deaktivieren Sie am besten den Bloom-Effekt. Landen Sie nach dem Drücken von [Eingabe] in einer kryptischen Textwüste, führt [Esc] wieder zurück ins Hauptmenü, wo Sie zwischen einem Einzelspielermodus (Game) oder einer Mehrspielerpartie (Multi) auswählen.

Im ersten Fall gibt "Alien Arena" die Folge der Karten und die Anzahl der Gegner fest vor. Sobald Sie das jeweils gestellte Ziel erreichen, geht es im nächsten Level weiter – vorausgesetzt keiner der anderen Bots war schneller. Einzig den groben Schwierigkeitsgrad dürfen Sie vor Turnierstart vorgeben, wobei Einsteiger unbedingt mit Easy beginnen sollten.

Wen eher eine schnelle Netzwerkpartie über das Internet interessiert, der wählt im Hauptmenü Multi, gefolgt von Player Setup. Dort geben Sie dem Alter Ego einen neuen Namen und wählen noch eine passende Figur aus. Wieder zurück im vorherigen Menü, gelangen Sie über Join Network Server zu einer Liste mit allen derzeit zugänglichen Partien. Sofern eine Verbindung ins Internet besteht, tauchen hier auch externe Server auf. Per Mausklick schließen Sie sich einer Partie an.

Um selbst eine Mehrspielerpartie ins Leben zu rufen, folgen Sie im Hauptmenü erneut dem Eintrag Multi und wählen anschließend Start Network Server. Im neuen Schirm legen Sie dann die Eckdaten der Partie fest. Falls sich keine Mitspieler einklinken, übernehmen Bots deren Part. Dieser Trick erlaubt übrigens auch eine Trainingsrunde auf einer beliebigen Karte mit beliebigen Einstellungen.

Sound-Problem

Hören Sie im Spiel keinen Sound, starten Sie das Spiel über das Skript ./crx.sdl. In den Options verbessern Sie die Sound-Qualität über Sound Compatibility. Im Zweifelsfall hilft Holarse [2] weiter.

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