SHFS

Bei der Installation von SHFS sind Debian- und Ubuntu-Anwender klar im Vorteil: Installieren Sie die Pakete shfs-utils und falls noch nicht geschehen module-assistant. Kompilieren Sie mit m-a a-i shfs dann das Kernelmodul für SHFS. Für Suse 10.1 gibt es indes keine fertigen Pakete. Holen Sie sich den Quelltext von der Heft-CD oder aus dem Internet. Für Kernel ab Version 2.6.16 ist ein Patch erforderlich [12], für GCC ab Version 4 ebenfalls [13].

Installieren Sie, falls noch nicht geschehen, die Kernelquellen. Die des Standardkernels finden Sie im Paket kernel-source. Entpacken Sie das Quelltextarchiv von SHFS mit tar -xvzf shfs-0.35.tar.gz. Wechseln Sie in das Verzeichnis shfs-0.35 und wenden Sie gegebenenfalls mit patch -p0 < d_entry-2.6.16.diff den Patch für den Kernel und mit patch -p1 < gcc4-compilefix.patch den Patch für GCC an.

SHFS übersetzen Sie mittels make in eine ausführbare Datei. Es ergibt jedoch mehr Sinn, eigene RPM-Pakete zu erstellen. Diese lassen sich leichter wieder deinstallieren. Ersetzen Sie dazu in den beiden Dateien rpm/shfs-module.spec.in und rpm/shfs-utils.spec.in die Zeile Copyright: GPL durch License: GPL. Mit make rpm erstellen Sie zwei RPM-Pakete, die Sie mit rpm -i Paketname installieren. Möchten Sie den Mount- und den Umount-Befehl für SHFS als Benutzer nutzen, setzen Sie mit chmod u+s /usr/bin/shfsmount und chmod u+s /usr/bin/shfsmount das SUID-Recht.

Nach der Installation von SHFS laden Sie modprobe shfs das Kernelmodul. Mit shfsmount -p Benutzer@Host: Lokales Verzeichnis mounten Sie das Home-Verzeichnis des entferntes Benutzers (siehe Tabelle "Mount-Optionen"). Mit shfsumount Lokales Verzeichnis melden Sie es wieder ab. Einen /etc/fstab-Eintrag zeigt Listing 1.

Listing 1
# /etc/fstab (Beispiel)
# Abschnitt für SSHFS/SHFS
sshfs#martin@mondschein:   /mnt/netz/mondschein-sshfs  fuse   user,noauto,reconnect    0   0
martin@mondschein:         /mnt/netz/mondschein-shfs   shfs   user,noauto,persistent   0   0

Benutzer, Gruppen, Rechte

Sowohl SSHFS und SHFS arbeiten auf den entfernten Server mit den Rechten des angegebenen Benutzers. Bei SHFS gehören Dateien auf dem Client dem lokalen Benutzer. SSHFS verwendet Benutzer- und Gruppen-ID der entfernten Datei. Beide Dateisysteme bieten diverse Optionen, um Benutzer, Gruppen und Rechte anders umzusetzen. Der Einstieg fällt jedoch am leichtesten, wenn Sie dem Benutzer auf dem Server die gleiche Benutzer- und Gruppen-ID zu geben wie auf dem Client.

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