Home / LinuxUser / 2007 / 03 / Unreifes Früchtchen?

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(243 Punkte bei 15 Stimmen)
Re: War doch klar...
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Unreifes Früchtchen?

Mailclient Mulberry im Test

01.03.2007 Die Software Mulberry verspricht den Zugriff auf E-Mails von Linux, Windows und Mac OS aus. Unser Test zeigt, wie gut die aktuelle Linux-Variante funktioniert.

Seit der Hersteller von Mulberry im Oktober 2005 Konkurs anmelden musste, stand der E-Mail-Client nicht mehr zum Kauf auf der Website. Cyrus Daboo, der Schöpfer des Mailers, entwickelt das Programm jedoch als Freeware für die Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows weiter. Den Quellcode legt er allerdings nicht offen, um die Rechte Dritter nicht zu verletzen, wie es in den Pressemeldungen heißt. Lohnt sich trotzdem der Umstieg angesichts der Tatsache, dass es quelloffene Mailer in Hülle und Fülle gibt, von Mutt über Pine bis Thunderbird und KMail? Unser Test fühlt dem Programm auf den Zahn.

Erste Überraschung

Sie finden das Programm Mulberry auf der Heft-CD oder in der Download-Sektion der Projektseite. Dort liegt neben der Windows- und der Mac-Version auch ein Tarball mit der aktuellen Linux-Variante 4.0.7 [1]. Schon die Dateigröße bereitet eine Überraschung: Statt der auf der Website angekündigten Größe von 10 MByte, die beim Windows-Executable durchaus stimmt, beträgt die Größe des Tar-Archivs lediglich knapp über 6 MByte. Ein möglicher Grund dafür findet sich nach einigem Suchen auf den Wiki-Seiten [2] des Projektes: Die umfangreiche englischsprachige Dokumentation ist nur in den Mac- und Windows-Paketen enthalten – die Linux-Variante ging leer aus.

Die Installation ist schnell erledigt, da der Mailer nur in binärer Form vorliegt und dem Benutzer so die Arbeit des Kompilierens im Vorfeld abnimmt. Für den reinen Anwender oder Windows-Umsteiger bedeutet das natürlich einen Komfortgewinn. Echten Freunden der Open-Source-Philosophie läuft beim Gedanken, ein Programm zu installieren, das sich nicht in die Karten schauen lässt, eher ein Schauer über den Rücken. Im Test lief die Software lediglich im Home-Verzeichnis und nicht systemweit.

Nach dem Entpacken des Tarballs ins Heimatverzeichnis mit dem Kommando tar xvzf Mulberry.tgz entsteht dort ein verstecktes Verzeichnis namens .mulberry sowie die Datei mulberry. Das Verzeichnis enthält die Konfiguration, die Mailboxen und anderen Programminterna; bei der Datei handelt es sich um den eigentlichen Mailclient. Sie verschieben ihn am besten in ein lokales Verzeichnis wie ~/bin und fügen dieses der Shellvariablen $PATH hinzu [3], sofern noch nicht geschehen. Nun ist die Software fertig für den Einsatz.

Los geht's

Gleich nach dem Aufruf von Mulberry in der Shell bestätigt ein Splashscreen den Start. Anschließend fordert das Programm Sie auf, die Sprache der Rechtschreibprüfung festzulegen. Wo sich unter Windows eine Vielfalt an Sprachen bis hin zu Deutsch erstreckt, bekommen Sie bei der Linux-Version buchstäblich nichts angezeigt: Mulberry präsentiert ein Auswahlmenü, das lediglich ein Sternchen enthält (Abbildung 1). Trotzdem nutzt das Programm ein auf dem System vorhandenes Ispell zur Rechtschreibprüfung, kennt als Sprache jedoch nur Englisch.

Abbildung 1: Unter Linux steht noch keine Auswahl der Rechtschreibprüfung zur Verfügung.

Nach dem Klick auf OK zum Bestätigen der Rechtschreibprüfung poppt ein weiteres Fenster auf: Es trägt den Titel Preferences und wartet auf Angaben zur E-Mail-Adresse, dem Namen des Benutzers sowie den Servern zum Abholen und Versenden der Nachrichten. Die Beschriftungen der Eingabemasken und Knöpfe erscheinen allerdings samt und sonders auf Englisch. Ein echtes Manko, bedenkt man, dass inzwischen sogar ein Urgestein wie Mutt, ein Mailer für die Textkonsole, über eine deutsche Oberfläche verfügt.

Unterhalb der Angaben zum SMTP-Server, an den der Client die Mails übermittelt, findet sich das Kästchen Check for New Mails. Über die Auswahlschalter Never und Every ... mins. erhält das Programm die Anweisung, ob und in welchem Intervall es nach Post für den Anwender schauen soll.

Gut und reibungslos – wenn auch nicht überragend schnell – gelingt dem Client der Umgang mit IMAP-Mailboxen. Das Durchsuchen von Nachrichten auf dem Server dauert zwar eine Weile, dafür wirkt die Suchmaske übersichtlich und lässt sich auch von Einsteigern leicht bedienen. Als kleines Schmankerl funktioniert die Suche sogar quer über Mailboxen auf verschiedenen Servern, die Sie dazu in so genannte Cabinets zusammenfassen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

495 Hits
Wertung: 49 Punkte (9 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Jörg Luther

Jörg Luther

Jörg Luther arbeitet seit 1995 als IT-Journalist. Seine Vorliebe für das freie Betriebssystem lebt er privat in der LUG Erding und beruflich seit 2004 als Chefredakteur des LinuxUser aus.

Zum Blog von Jörg Luther →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 1 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...