Platz schaffen
Die neue Linkstation von Buffalo
Backupfunktion
Sehr gut gefiel in den Tests die Backupfunktion der Linkstation. Über Datenträger-Backup | Auftrag 1 richten Sie ein Backup ein. Als Quelle lassen sich dabei ganze Festplatten oder einzelne Shares auswählen. Bei den Shares muss dazu allerdings die bereits erwähnte Option Datenträger-Backup aktiviert sein.
In der Grundeinstellung legt das Programm für jedes Backup einen neuen Ordner an und nimmt ein Vollbackup vor – es speichert also den kompletten Inhalt des Quellverzeichnisses. Zur Auswahl stehen aber auch inkrementelle Backups und Mischformen. Hier speichert das Tool nur die Unterschiede gegenüber der Vorgängerversion und verbraucht so deutlich weniger Platz.
Leider gibt es unter Linux keine Funktion, um ein Verzeichnis automatisch wiederherzustellen. Buffalo liefert zwar ein entsprechendes Tool mit, jedoch nur in einer Windows- und Mac-Version. Das Restore muss der Linux-Administrator somit von Hand vornehmen. Immerhin unterstützt die Linkstation auch das Rsync-Protokoll. Somit lassen sich einzelne Verzeichnisse problemlos auf der Kommandozeile abgleichen.
Sämtliche Backup-Aufträge laufen diskret im Hintergrund ab und stören die Funktion der Netzwerkfestplatte subjektiv in keiner Weise.
Gigaschnell
Die LS-250GL besitzt eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Entsprechend schnell überträgt das Gerät Daten in einem 1000-Mbit/s-Netzwerk. Mit rund 20 MByte/s Datenrate beim Schreiben respektive knapp 30 MByte/s beim Lesen arbeitet die Linkstation Pro schneller als manche USB-Festplatte. Diese Spitzenwerte erreicht die Platte allerdings nur über das FTP-Protokoll, via Samba fallen die Werte protokollbedingt auf etwa die Hälfte [2].
Probleme in den Tests gab es mit Gigabit-Karten auf Basis des RTL8169-Chipsatzes von Realtek unter Open Suse 10.2. Die Performance lag hier nur halb so hoch wie bei den übrigen Distributionen und damit nur knapp über den Werten, wie sie sich über eine Fast-Ethernet-Verbindung (100 Mbit/s) erzielen lassen. Der selbe Rechner mit identischer Netzwerkkarte erzielte unter Suse Linux 10.1 deutlich bessere Werte: Hier handelt es sich also vermutlich um einen Bug im Kernelmodul r8169 der neuen Open-Suse-Version.



