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Platz schaffen

Die neue Linkstation von Buffalo

01.03.2007 Mit Gigabit-Ethernet und einer flinken S-ATA-Festplatte sorgt Buffalos Linkstation Pro LS-250 GL für schnellen Datenzugriff via LAN für Linux-, Windows- und Mac-OS-Clients.

Gemeinsam benutzte Daten lagert man besser nicht auf einem Arbeitsplatzrechner: Zu groß ist die Gefahr, dass durch einen Ausfall der Hardware oder einen Lapsus des Bedieners kein Herankommen mehr besteht. Auch für heterogene Netzwerke bringt die Datenspeicherung auf einer via Netz erreichbaren Platte Vorteile: Ohne einen Samba-Server einzurichten, können Sie sofort von Linux-, Mac- und Windows-Clients aus auf Ihre Daten zugreifen.

Abbildung 1: Notbremse gegen Datenverlust: Vor dem Formatieren eines Datenträgers müssen Sie zunächst einen Sicherheitscode eintippen.

Bei der Linkstation LS-250GL von Buffalo (siehe Tabelle "Technische Daten") handelt es sich um eine NAS-Lösung. Sie kommt im Gegensatz zu NDAS-Festplatten [1] ohne zusätzliche Treiber aus und bietet die Dateien über die Protokolle Samba, Appletalk und FTP an. Im Inneren der Linkstation werkelt dazu eine 250-GByte-Platte SP 2504C von Samsung. Über zwei USB-Anschlüsse an der Gehäuserückseite lassen sich zudem weitere Festplatten (jedoch keine Drucker) ins Netz stellen.

Technische Daten

Hersteller

Buffalo Technology

Modell LS-250GL
Prozessor Marvel, 400 MHz
Hauptspeicher 128 MByte
Festplatte 250 GByte (S-ATA)
Unterstützte Dateisysteme XFS (Vorgabe), Ext3, FAT32
Schnittstellen Gigabit-Ethernet, 2 x USB 2.0
Protokolle Samba, Appletalk, FTP
Abmessungen (HxBxT) 16 x 6 x 21,5 cm
Gewicht 1,8 kg
Preis (ca.) 200 Euro

Erster Kontakt

Arbeitet im Netzwerk ein DHCP-Server, dann bezieht die LS-250GL ihre IP-Adresse automatisch. Sie finden die Box dann beispielsweise in Konqueror über die URL smb://workgroup. Alternativ hilft der Befehl ping -b 192.168.1.0 als Root, sämtliche Rechner im Netzwerk und damit die IP-Adresse der Netzwerkfestplatte zu finden. Die IP-Adresse müssen Sie Ihrem eigenen Netz entsprechend anpassen. Für beide Methoden muss die Firewall ausgeschaltet sein, da weder der Samba-Client noch der Broadcast-Ping bei einer aktiven Firewall durchkommen. Ohne DHCP-Server verwendet die Linkstation 192.168.11.150 als feste IP-Adresse.

Haben Sie die Netzwerkadresse der LS-250GL ermittelt, melden Sie sich über http://IP-Adresse mit dem Benutzernamen admin und dem Passwort password auf der Weboberfläche des Buffalo-Geräts an. Hier passen Sie zunächst unter Grundlegende Einstellungen das Datum und die Uhrzeit an, da es sonst im Betrieb zu unliebsamen Überraschungen kommen kann. Im gleichen Dialog richten Sie auch den Zeichensatz der Freigaben ein. Die Linkstation unterstützt hier nur die traditionellen Charsets ISO-8859-1 und ISO-8859-15 für Westeuropa, ein Eintrag für Unicode fehlt. Unter Netzwerkeinstellungen ändern Sie gegebenenfalls die IP-Adresse der Linkstation.

Protokollauswahl

In der Grundeinstellung betreibt die Netzwerkplatte von Buffalo einen Samba- und einen Appletalk-Server. Das bedeutet, dass allen Linux-, Mac- oder Windows-Rechnern im Netz mit Gastrechten die gesamte Disk lesen können. Dies gilt prinzipiell auch für Festplatten, die an den USB-Anschlüssen der LS-250GL hängen. Diese externen Laufwerke müssen Sie allerdings über das Webfrontend der Linkstation neu formatieren, bevor Sie sie richtig nutzen können.

Um eine neue Freigabe zu erstellen, die auch Schreibzugriffe erlaubt, nutzen Sie den Menüpunkt Freigegebene Ordner, klicken dort auf Hinzufügen und wählen dann den gewünschten Datenträger aus. Im neuen Dialog legen Sie neben dem Namen und der Kurzbeschreibung der Freigabe fest, über welche Protokolle sie erreichbar sein soll.

In der Grundeinstellung markiert die Buffalo-Software die Punkte Windows (Samba) und Apple (Appletalk). Zur Auswahl stehen zudem FTP und Datenträger-Backup. Den Backup-Eintrag benötigen Sie, um im Backup-Wizard die Freigabe als Backupquelle auswählen zu können (weiteres dazu im Abschnitt "Backup").

Hinter Papierkorb legen Sie fest, ob die Software gelöschte Dateien in einem Papierkorb ablegen soll. Diese Funktion ist besonders dann praktisch, wenn Sie vorwiegend über Samba oder Appletalk auf die Netzwerkfestplatte zugreifen. Die LS-250GL legt dann gelöschte Dateien im versteckten Verzeichnis Freigabe/trashbox ab. Über FTP ist das Papierkorb-Verzeichnis allerdings für jeden Benutzer sichtbar (Abbildung 2). Bei Zugriffen via Samba lassen sich durch Ergänzen der URL Dateien aus dem Papierkorb fischen.

Abbildung 2: Über Samba (obere Fensterhälfte) ist der Papierkorb nicht zu sehen, nur per FTP (untere Fensterhälfte). Die unterschiedlichen Datumseinträge stammen von einer falschen Zeiteinstellung.

In der unteren Fensterhälfte legen Sie die Zugangsberechtigungen fest. Sie gelten für alle Serverdienste. Samba zeigt allerdings Verzeichnisinhalte auch ohne Zugriffserlaubnis an und verlangt erst bei einem Klick auf eine Datei nach den Zugangsdaten. Der FTP-Server dagegen hält zunächst alle Inhalte verborgen und gestattet erst dann einen Zugriff nur, wenn sich der Benutzer mit dem richtigen Namen und Passwort angemeldet hat. Die per USB angeschlossenen Laufwerke zeigt die LS-250GL nur über Samba an, für den FTP-Zugriff müssen Sie zunächst eine entsprechende Freigabe einrichten.

In der Grundeinstellung der Linkstation ist der FTP-Dienst nicht aktiv. Möchten Sie den FTP-Zugang nutzen, müssen Sie ihn über Freigegebene Ordner | Wartungs-Setup (sic! – eine missglückte Übersetzung von "Service Setup") zunächst einschalten (Abbildung 3). An der gleichen Stelle deaktivieren Sie auch den Appletalk-Support, falls Sie diesen Dienst nicht benötigen.

Abbildung 3: Hinter Wartungs-Setup verbirgt sich die Funktion zum Aktivieren des FTP-Dienstes.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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