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News Gnome

01.03.2007

Nokia N800 Internet Tablet

Auf der diesjährigen Consumer Electronic Show in Las Vegas stellte Nokia das N800 Internet Tablet (http://www.nseries.com/products/n800/) vor, den Nachfolger des bekannten Nokia 770. Mit ihm hat das N800 auch das auf Linux basierende Betriebssystem gemein. Darüber hinaus bietet Nokias Internet Tablet zahlreiche Kommunikationsmöglichkeiten von VoIP über Instant Messaging bis hin zu E-Mail. Das N800 verfügt über 128 MByte RAM, 256 MByte Flash-Speicher sowie ein Farbdisplay mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln mit optionaler, virtueller Tastatur. Das Gerät kommuniziert via WLAN und Bluetooth mit der Außenwelt. Nach Deutschland kommt das N800 erst im Frühjahr, der Preis soll dann bei rund 400 Euro liegen.

04_n800.jpg

Kommt noch im Frühjahr: Das Nokia N800 Internet Tablet mit VoIP, Instant Messaging und E-Mail.

Monster-Masher

Bekannte Spiele finden den Weg auf den Linux-Desktop noch immer nur langsam. Dank Spielen wie Monster-Masher (http://people.iola.dk/olau/monster-masher/) muss der Linux-Anwender trotzdem nicht auf Kurzweil verzichten.

Die Spielidee ist simpel: Es gilt eine Mine von den Monstern zu befreien, die auf dem zweidimensionalen Spielfeld als schwarze Objekte ihr Unwesen treiben. Der Spieler selbst steuert dazu einen unbewaffneten, rosafarbenen Gnom. Beseitigen kann der die Monster nur, indem er Steine in der Mine verschiebt und dabei die Monster zerquetscht. Das klingt einfach, erfordert aber strategisches Denken: Verschiebt man den falschen Stein, fällt der Spielfigur Augenblicke später eine Monster-Brigade in den Rücken.

Monster-Masher kennt drei Schwierigkeitsstufen. In der höchsten davon wimmelt es nur so von Monstern, die sich außerdem noch sehr schnell bewegen. Den Gnom steuert der Spieler über die Tasten des Nummernblocks. Tritt man zu zweit gegen die Monster des Rechners an, steuert der zweite Spieler seinen Gnom über die Tasten [R],[D],[V] und [G] der gleichen Tastatur. Einen Netzwerkmodus kennt das Spiel nicht – was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut.

monster-masher-02.png

Ein Anfänger muss sich im ersten Level gegen 10 Monster zur Wehr setzen.

Mit Klavaro zum Zehn-Finger-Virtuosen

Haben Sie den letzten Schreibmaschinenkurs an der VHS verpasst? Kein Problem: Mit Klavaro (http://klavaro.sourceforge.net/en/index.html) lernen Sie das Tippen im Zehn-Finger-System autodidaktisch.

Das Programm kennt neben zehn verschiedenen Landessprachen auch fünf unterschiedliche Tastaturen vom amerikanischem "QWERTY" bis hin zum russischen "JTSUKEN". Allerdings ist die deutsche Übersetzung auch in der aktuellen Version 1.0.1 noch unvollständig, sodass Klavaro den Benutzer mancherorts noch mit englischen Texten konfrontiert.

In fünf Kapiteln erlernt der Anwender das Zehn-Finger-System. Zu Beginn erklärt eine Einführung die korrekte Fingerposition auf der Tastatur. Der anschließende Grundkurs trainiert in 43 Lektionen die Lage aller Tasten. Nach jeder Lektion gibt Klavaro dem Anwender eine kurze statistische Auswertung seiner Leistungen.

Findet der Anwender erst einmal alle Tasten sicher, führt ihn das Kapitel "Anpassung" mit Zufallsfolgen von Buchstaben an den komplexen Aufbau von Texten heran. Im nächsten Kapitel trainiert Klavaro den Anwender über Sätze aus zufällig gewählten Worten zu höherer Schreibgeschwindigkeit. Beide Übungen lassen sich beliebig oft wiederholen, wobei Klavaro immer neue Zufallsfolgen von Buchstaben respektive Worten generiert.

Im letzten Kapitel schließlich muss der Anwender einen vollständigen Text abtippen. Der Anwender hat sein Selbststudium erfolgreich absolviert, wenn er in der Lage ist, den Text mit 300 Anschlägen pro Minute bei einer Genauigkeit von 98 Prozent zu schaffen.

klavaro-02.png

Erklärungen gibt der Tastaturtrainer Klavaro im Augenblick nur in Englisch.

iTunes-Konkurrent für Gnome

Lange schauten Linux-Anwender neidisch auf Mac- und Windows-Nutzer, die mit iTunes komfortabel ihre Musik verwalten. Mit Exaile (http://www.exaile.org/) gibt es jetzt ein Linux-Pendant für die Musikdatenverwaltung. Im Gegensatz zum bekannten Amarok, das sich nahtlos in die KDE-Umgebung integriert, setzt das in Python implementierte Exaile auf die Gtk+-Bibliotheken. So fügt es sich hervorragend in Gnome ein.

Wie Amarok kümmert sich Exaile um Informationen zu Interpret und Titel und besorgt diese bei Bedarf auch bei Wikipedia. Außerdem lädt das Programm CD-Cover und Songtexte aus dem Netz und bietet eine optionale iPod-Unterstützung. Die Playlist-Verwaltung kann mehrere geöffnete Listen gleichzeitig verwalten, die sie in einzelnen Tabs anordnet.

Kurz notiert

Software-Hersteller Fluendo (http://www.fluendo.com) gibt die Fertigstellung nativer Linux-Codecs für die gängigen Windows-Media-Formate bekannt. Bisher war das Abspielen derartiger Formate nur in begrenztem Umfang und unter Zuhilfenahme der jeweiligen Windows-Bibliotheken möglich. Bei den Fluendo Codecs handelt es sich um binäre Plugins für den Mediaplayer GStreamer, dessen Entwicklung Fluendo ebenfalls unterstützt. Momentan stehen fünf der Plugins zur Verfügung: Windows-Media-Video und -Streaming, MPEG4- und MPEG2-Decoder sowie ein Dolby-AC3-Decoder. Jedes Plugin kostet 7 Euro, für das komplette Set veranschlagt Fluendo 28 Euro.

Die Programmierer des Anjuta DevStudio (http://anjuta.sourceforge.net) geben ab sofort die 2.1.0-Beta-Version ihrer Entwicklungsumgebung frei. Die neue Version glänzt unter anderem durch einen Debug-Manager, ein Disassembler-Fenster im Debugger, Mime-Icons in den Tabs des Editors, verbesserte Projektvorlagen und einen C++-Class-Wizard. Darüber hinaus verbesserten die Entwickler die Dokumentation und beseitigten eine ganze Reihe von Fehlern.

Mitte Januar erschien die Version 2.5.0 der Textverarbeitung AbiWord (http://www.abisource.com). Die Testversion gibt einen Vorgeschmack auf die Änderungen und Neuerungen des kommenden Abiword 2.6.0. Entwickler dürften sich besonders über die plattformübergreifende Integration der Bibliotheken Glib und Libgsf sowie das optimierte Build-System freuen. Anwender begeistern sich eher für die verbesserten Import/Export-Filter sowie die auch bei geringen Bildschirmauflösungen effizient nutzbaren Werkzeugleisten.

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