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Neue Hardware

01.03.2007

Linux-Handy von Motorola

Das Motorizr Z6 ist Motorolas jüngster Spross in der kleinen Linux-Handy-Familie. Bei der Elektronikmesse CES in Las Vegas erstmals vorgestellt, kommt das Handy im ersten Halbjahr 2007 auf den Markt. Motorola hat sich der bislang in den eingesetzten Linux-Firmware angenommen und ihr neue Funktionen eingepflanzt: So etwa auch Unterstützung für KJava, ein auf einen minimalen Befehlssatz für Embedded-Geräte mit kleinem Speicher eingedampftes Java-Derivat.

Das neue Handy fühlt sich als Quadband-Gerät für die Frequenzen 850, 900, 1800 und 1900 MHz auch auf Fernreisen wohl. Wer des Telefonierens überdrüssig ist, nimmt Kontakt auch via MMS, SMS, IM, und E-Mail (POP3) auf. Den Empfang und Versand von Daten erledigt das Motorizr Z6 über die Standards GPRS und EDGE.

Der eigentliche Daseinszweck des Mobiltelefons ist nach Angabe vom Motorola aber die Musikwiedergabe: Neben dem Microsoft-Audio-Format WMA beherrscht das Gerät MP3, AAC, AAC+, AAC+ enhanced, AMR NB, WAV und XMF. Die Kompatibilität mit dem neuen Windows Media Player 11 hebt der Hersteller besonders hervor. Kontakt zum PC nimmt das Motorizr Z6 über eine USB-2.0-Schnittstelle auf, SyncML erledigt den Datenabgleich. Zum Aufladen mit Musik und Daten bringt das Handy 64 MByte Gerätespeicher mit, eine optionale MicroSD-Card baut die Speicherkapazität um bis zu 2 GByte aus.

Auch eine Kamera mit 2 Megapixel ist mit an Bord, die neben Fotos auch Videos (MPEG4, 3GPP, H.263) anfertigt. Kameralicht und eine separate Auslösertaste stehen dem Fotografen zur Seite. Das Motorizr Z6 misst 105 x 45 x 16 mm und wiegt rund 100 Gramm. Preise stehen noch nicht fest.

Motorizr Z6: Schiebehandy mit 2-Megapixel-Kamera und Linux an Bord.

Multimedia im Auto

Seit sich die Autotunerszene in diversen TV-Sendungen ausbreitet, sind Flachbildschirme in Kopfstützen, Kofferraum und Armaturenbrett kein exotischer Anblick mehr. Die Rechnerbasis für das multimediale Aufrüsten des Fahrzeugs mit Audio- und Video-Versorgung könnte dabei von Mini-Box (http://www.mini-box.com) kommen. Das Unternehmen hat sich auf die Verpackung und den Anschluss von Kleinstcomputern spezialisiert. In denen versehen in der Regel verschiedene stromsparende Epia-Boards von VIA ihren Dienst, je nach Anspruch des Kunden.

Mini-Box verpackt das System in ein Aluminiumgehäuse, das wechselhaften Temperaturen und holprigen Straßen trotzen soll. Das PC-Kästchen (210 x 265 x 66 mm) verschraubt der Autobastler unterm Sitz oder im Kofferraum. Neben Gehäuse und Board gilt es auch noch die passende Platine für die Stromversorgung durch die Autobatterie zu bestellen. Mini-Box bietet das komplette Zubehör an, stellt aber nur Gehäuse und Stromversorgungsplatine (PSSU) selber her. Das soeben vorgestellten Gehäuse VoomPC-2 lässt sich mit einer Festplatte und einem Slim-CD-Laufwerk im 2,5-Zoll-Format aufrüsten.

Die Systeme selbst sind kompatibel mit Windows und Linux. Der Hersteller empfiehlt die Embedded-Distribution iMedia von iTuner. Die angepasste Version bringt unter anderem Treiber für die VIA-Boards sowie eine Reihe von Funktionen für die am Auto-PC betrieben Touchscreen-Monitore mit. Dazu zählt die Vergabe der Befehle für Bildschirmkommandos, etwa für den Start eines MP3-Players.

Die Preise des Car-PC variieren je nach Ausstattung. Das Gehäuse kostet rund 120 US-Dollar. Eine Barebone-Grundkonfiguration ist für rund 400 US-Dollar zu haben – ohne Bildschirm, wohlgemerkt. Hierzulande bietet das auf PC-Lösungen für Fahrzeuge spezialisierte Unternehmen Cartft http://www.cartft.com Komplettsysteme auf Basis des VoomPC-2 an.

PC für das Auto: Die Plattform VoomPC-2.

Skype ohne PC

In die Riege der Skype-Telefone, die beim Voice-over-IP ohne laufenden PC auskommen, hat Hersteller Netgear das SPH200D eingereiht. An einen Netzwerk-Router mit DSL-Verbindung angestöpselt, vermittelt die Basisstation des Mobiltelefons in das Skype-Netz. Bei Ausfällen der internetbasierten Verbindung dient das Telefon über einen analogen Telefonanschluss (RJ-11) auch als herkömmliches Festnetztelefon. Ansonsten sind Anrufe ins Festnetz und auf Handys via Skype-Out und Direktwahl möglich.

Zur Aufnahme des Skype-Betriebs bedarf es laut Hersteller keiner weiteren Installation – die Software ist auf dem Telefon vorgeladen. Ähnlich wie auf dem PC zeigt das Display an, welche Skype-Benutzer online und damit erreichbar sind.

Das SPH200D misst 141 x 46 x 26 mm und wiegt mit eingelegten Batterien 130 Gramm. Laut Hersteller genügt eine Ladung für 12 Stunden Gesprächszeit oder 120 Stunden Bereitschaftsdienst.

Das Skype-Telefon von Netgear kommt ohne PC-Anschluss aus.

ATI-Treiber in neuer Version

Der von Chiphersteller AMD aufgekaufte Grafikspezialist ATI hat neue Linux-Treiber für seine Grafikchips veröffentlicht. Version 6.33.6 der proprietären Treiber unterstützt nun X.org 7.2 und Kernel 2.6.19. Wer bislang beim Betrieb von zwei Bildschirmen mit einem Fehler beim Überlagern von Inhalten über zwei Monitore zu kämpfen hatte, darf mit der neuen Treiberausgabe auf Abhilfe hoffen. Außerdem hat ATI ein Fehlverhalten des Treibers im Zusammenspiel mit der FireGL V5000 behoben und Ungereimtheiten bei der Installation ausgeräumt.

ATI hat die Treiber für Red Hat Enterprise Linux und die Distributionen von Novell/Suse passend gemacht, aber auch auf anderen Distributionen sollten sie funktionieren. Unter http://ati.de/support/driver.html finden sich Versionen für x86- und x86-64-Systeme zum Download.

iPhone hat GPL-Probleme

Apple hat wegen seinem jüngsten Spross, dem iPhone, Probleme wegen Markenrechten mit Cisco bekommen. Nun hat Cisco selbst Lizenzprobleme mit dem hauseigenen iPhone-Modell WIP300. Das Projekt GPL-Violations http://www.gpl-violations.org hat Cisco gerügt, dass Teile des im iPhone steckenden Codes unter GPL stehen, und dementsprechend der Quellcode der Firmware ebenfalls unter die GPL gehört. Den Code zu veröffentlichen, habe Cisco aber versäumt, beschwerte sich Armijn Hemel von GPL-Violations bei Cisco.

John Earnhardt, Senior Manager Global Media Operations bei Cisco, hat eingeräumt, dass ein Bestandteil des iPhone WIP300 gegen die Bestimmungen der GPL verstoße. Earnhardt hat Besserung gelobt. Die weiteren von Hemel beanstandeten Code-Teile habe Cisco auf GPL-Verträglichkeit abgeklopft und keine Verfehlungen gefunden.

Metisse schmückt Mandriva.

Wabbernde und transparente Fenster sind dank Xgl und AIGLX keine Seltenheit mehr. Der französische Distributor Mandriva ist mit Metisse nun ebenfalls in der 3D-Verschönerung des Desktops tätig. Die Technologie stammt vom Forschungsprojekt Situ. Programmfenster lassen sich mittels Metisse drehen, wenden, skalieren und aufrollen. Die Grafikkarte muss dafür OpenGL beherrschen, der Desktop auf Gnome basieren. Mandriva demonstriert die Features von Metisse in kurzen Videos http://www.mandriva.com/en/projects/metisse/.

Lizenz zum Firmware-Update

Netgear hat dem neuen WLAN-Router KWGR614 ein unter der GPL stehendes Betriebssystem auf Basis von UCLinux verpasst und bietet die Quellen zum Herunterladen (http://kbserver.netgear.com/kb_web_files/open_src.asp) an. Versierte Anwender passen so die freie Firmware selbst ihren Bedürfnissen an. Der Hersteller heißt Modifikationen ausdrücklich willkommen und bewirbt das Gerät als Open-Source-Router. Der Gefahr, dass ein Update fehlerhaft abläuft, begegnet ein Recovery-Modus, der in diesen Fällen die Funktionsfähigkeit wiederherstellen soll. Der 802.11g-Router beherrscht WPA2, WPA oder WEP, bietet vier Ethernet-Ports (10/ 100 MBit/ s) und eine integrierte Firewall. Die Quality of Service (QoS) ist anwendungsbasiert und verhindert damit etwa bei VoIP lästigen Datenschluckauf. Die beiden Antennen sind abnehmbar montiert. Der drahtlose Router ist für rund 65 Euro ab sofort im Handel zu haben.

Netgear KWGR614: Open-Source-Router mit austauschbarer Linux-Firmware.

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