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G-Schwindigkeit

WLAN-Adapter im Test

Alternative Iwpriv

Der WPA-Supplicant unterstützt nicht alle WLAN-Geräte, unter anderem fehlt der Support für Ralink-Geräte. In Internetforen finden sich Anleitungen, wie man den WPA-Supplicant um zusätzlichen Ralink-Support erweitert. Bei den aktuellen Treibern kann man sich das sparen, da sie von Haus aus WPA unterstützen. Ist der WPA-Schlüssel erst einmal gesetzt, erfolgt der Austausch somit automatisch, ohne Hilfe des Supplicant. Der Nachteil dieser Lösung: Der Networkmanager unterstützt WPA nur über wpa_supplicant, bei Ralink-Geräten müssen Sie also auf das bequeme Frontend verzichten.

Listing 2 zeigt ein Skript, das für einen USB-Stick den Schlüssel setzt und den DHCP-Client startet. Ersetzen Sie in diesem Skript hexadezimalerSchlüssel und ESSID durch die für Ihr WLAN gültigen Werte, dann starten Sie Verbindungen auf der Kommandozeile mit dem Befehl sh wlan-up.sh Interface , zum Beispiel:

sh wlan-up.sh rausb0

Beispiele für eine WPA2-Verschlüsselung und andere Methoden finden Sie im Quellcode der Ralink-Treiber in der Datei Module/iwpriv_usage.txt.

Listing 2
#!/bin/sh
# wlan-up.sh
# startet WLAN-Verbindung
# ueber Interface $1
IFACE=$1
ifconfig $IFACE up
iwconfig $IFACE mode managed
iwpriv $IFACE set AuthMode=WPAPSK
iwpriv $IFACE set EncrypType=TKIP
iwconfig $IFACE essid ESSID

iwpriv $IFACE set WPAPSK=hexadezimalerSchlüssel

dhclient $IFACE

Fazit

Wer jetzt ein WLAN-Gerät kauft, hat gute Chancen, dass die Hardware problemlos mit Linux zusammenarbeitet. Für die meisten WLAN-Chipsätze gibt es freie Treiber, und sämtliche Testgeräte beherrschen den aktuell gültigen Standard 802.11g mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 54 Mbit/s. Mangels freier Firmware müssen Linux-Benutzer allerdings bei den meisten WLAN-Adaptern die Treiber oder die Firmware nachrüsten.

Glossar

802.11n

Spezifikation für die nächste WLAN-Generation. Sie bringt Brutto-Übertragungsraten von 108 Mbit/s (13,5 MByte/s) und löst damit die zurzeit aktuelle Norm 802.11g ab (54 Mbit/s). Weit verbreitet sind auch noch Geräte mit Unterstützung für 802.11b (11 Mbit/s).

WPA

Wi-Fi Protected Access. Verschlüsselungsmethode für WLANs. WPA enthält die Architektur von WEP, bringt jedoch zusätzlichen Schutz durch dynamische Schlüssel, die auf dem Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) basieren. Zur Authentifizierung von Nutzern dienen PSK (Pre-Shared Keys) oder das Extensible Authentication Protocol (EAP). Die Erweiterung WPA2 setzt den kompletten Standard IEEE 802.11i um und nutzt zur Verschlüsselung den Advanced Encryption Standard AES.

ESSID

Extended Service Set Identifier. Der bis zu 32 Zeichen lange Name eines Funknetzes nach IEEE 802.11.

MAC-Adresse

Eindeutige Hardware-Adresse eines Netzwerkadapters. Die 48 Bit lange MAC-Adresse wird hexadezimal notiert, die ersten 24 Bit beschreiben den Hersteller des Geräts.

WEP

Wired Equivalent Privacy. Ein älterer Verschlüsselungsalgorithmus für WLAN, der aufgrund verschiedener Schwachstellen nach dem Mitschneiden ausreichender Datenmengen innerhalb weniger Sekunden geknackt werden kann.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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