Safety first

Das einzige Feature, das den Open-Source-Router von ähnlichen Netgear-Produkten unterscheidet, ist eine Art von Sicherheitsmodus für missglückte Firmware-Updates. Funktioniert eine selbst zusammengestellte Firmware nicht korrekt, müssen Sie das Gerät nicht an Netgear zurückschicken, sondern können mit Hilfe des eingebauten Recovery-Modus den KWGR614 auf die ursprüngliche Software zurücksetzen. Dazu benutzt der Router die TFTP-Fähigkeiten von Netzwerken.

Um den Rettungsmodus zu aktivieren, halten Sie den RESET-Knopf beim Start des Routers gedrückt und warten, bis die mit Test betitelte LED konstant leuchtet. Erst dann verbinden Sie das Gerät via LAN-Anschluss mit dem Netzwerk. Auf einem Computer im Netzwerk laden Sie dann eine funktionierende Firmware herunter und installieren das Tool tftp. Die meisten Distributionen bringen es von Haus aus mit. Das Hochladen der Firmware nehmen Sie als Root danach über den Befehl tftp -m binary 192.168.1.1 -c put Firmware vor, wobei Sie Firmware durch die aktuelle Firmwaredatei ersetzen. Für die Tests benutzten wir Version KWGR614_v1.01.10.17WW.bix[5].

Sobald die Test-LED wieder blinkt, ist der Vorgang abgeschlossen und der KWGR614 lädt nach einem Neustart die ursprüngliche Firmware.

Fazit

Mit dem KWGR614 adressiert Netgear nicht den einfachen Linux-Anwender, der einen Router für seine eigenen Zwecke einsetzen möchte. Das System eignet sich vielmehr für Entwickler, die mithilfe der von Netgear bereit gestellten Werkzeuge über Änderungen an der Firmware neue Features programmieren und testen können. Der praktische Recovery-Modus verhindert dabei, dass Programmierschnitzer das System unbrauchbar machen.

Heimanwender mit Bastel-Ambitionen sind mit einer der Alternativen, für die es im Internet bereits modifizierte Firmware-Dateien gibt, besser bedient – etwa mit dem WRT54GL von Linksys. Gegen den Kauf des Netgear-Routers spricht auch, dass zurzeit keines der drei Projekte OpenWRT, FreeWRT und DD-WRT plant, seine Software an den KWGR614 anzupassen. Es lohnt sich deshalb, mit dem Kauf noch zu warten.

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