Wer an Brasilien denkt, sieht vor seinem geistigen Auge meist die Copacabana, den Zuckerhut und rassige Schönheiten, die gekonnt die Hüften zu Samba-Rhythmen schwingen. Für Linux-Enthusiasten hat die Open Source-Hochburg Brasilien jedoch noch eine ganz andere rassige Schönheit zu bieten, nämlich Dreamlinux [1], das soeben in der brandneuen Multimedia-Version 2.2 erschienen ist.
Dreamlinux: Muito bonito
Dreamlinux fällt in mancherlei Hinsicht aus dem Rahmen: So basiert die Distribution auf Morphix, Knoppix, Debian und Kanotix, verwendet ein avantgardistisches Design, glänzt mit einer vollwertigen (Multimedia-)Softwareausstattung und erlaubt über das integrierte Tool Mkdistro, individuelle Distributionsvarianten zusammenzustellen. Dies alles haben die Programmierer auf nur einer einzigen CD-ROM untergebracht.
Einen besonderen Augenschmaus stellt der 3D-Desktop dar: Die Entwickler von Dreamlinux brachten das Kunststück fertig, dem schlanken Windowmanager Xfce [2] in der Version 4.4 3D-Fähigkeiten beizubringen – und dies auch noch auf Hardware, die sich sonst nicht für 3D-Desktops eignet.
Installation: Tudo simples
Die Installation geht denkbar einfach vor sich: Dreamlinux bootet zunächst als Livesystem. Damit die Distribution auch Deutsch spricht, geben Sie im Startbildschirm dem Bootmanager Grub in der Zeile Boot Options der Parameter lang=de mit (Abbildung 1). Hier lassen sich bei etwaigen Hardwareproblemen (etwa mit der Bildschirmauflösung oder ACPI) auch weitere Bootparameter eintragen. Wer nun glaubt, wie bei manchen anderen Live-Distributionen noch eine Tasse Kaffee trinken zu können, bis der Desktop vollständig aufgebaut ist, hat sich schwer getäuscht: Dank dem schlanken Windowmanager Xfce und einiger Optimierungen startet Dreamlinux traumhaft schnell.



