Auf den Zahn gefühlt

Systemdaten ermitteln und interpretieren

10.02.2009
Solange alles funktioniert, sind die genauen Details der Hard- und Software oft nebensächlich. Bei der Analyse von Problemen und der Treibersuche erweisen sich Systeminformationen jedoch als wertvolle Helfer.

Aktuelle Linux-Distributionen benötigen nach der Installation nur wenig nachträgliche Konfiguration, um produktiv zu arbeiten. Das ist zwar einserseits angenehm, andererseits bleibt dem Anwender jedoch oft verborgen, was unter der Haube abläuft. Möglicherweise funktioniert zwar alles, jedoch nicht alles optimal.

Arbeitet das angeschlossene USB-Gerät wirklich in der höchstmöglichen Geschwindigkeit? Macht es Sinn, zusätzlichen Hauptspeicher einzubauen? Läuft gerade ein Programm, das besonders viele Ressourcen verbraucht? Das auskunftsfreudige Linux-System bietet auf all diese Fragen und viele weitere eine Antwort, wenn Sie wissen, wo Sie die Informationen stehen.

Einen ersten Ausgangspunkt für eigene Forschungen bieten Systeminformationsprogramme mit grafischer Oberfläche: So liefert das KDE-Programme KInfocenter Hardware-Infos (Abbildung 1), und KSysguard wartet mit Informationen zur Performance auf. Unter Gnome finden sich als Pendants dazu Gnome-system-monitor (Systemüberwachung) und Hal-device-manager (Gerätemanager).

Abbildung 1: Das KDE-Infozentrum liefert Ihnen übersichtlich aufbereitet Informationen über Ihr System.

Doch diese Programme offenbaren nicht direkt, woher sie ihre Informationen bekommen. Der Linux-Kernel stellt Daten über das System über Kernel-Funktionen und vor allem durch spezielle Pseudo-Dateisysteme bereit.

So liefert das traditionell vorhandene Proc-Dateisystem ([1],[2]) unter /proc hauptsächlich Informationen über Prozesse und Systeminformationen, während das SysFS [3] unter /sys vor allem Details zur Hardware und Treiber bietet. Das USB-Device-Dateisystem (USBFS) stellt unter /proc/bus/usb Informationen über angeschlossene USB-Geräte bereit [4]. Um diese vielen Quellen etwas zu vereinheitlichen enthält das SysFS in Zukunft alle Informationen über Hardware und Treiber sowie alle nicht prozessbezogenen Informationen aus /proc.

Unter Linux lesen Sie diese Daten mit verschiedenen Befehlen aus: Das einfache Kommando free gibt beispielsweise den Speicherverbrauch an. Woher das Programm seine Ressourcen bekommt, ermitteln Sie mit dem Befehl strace. Dieser protokolliert mit, welche Systemfunktionen das Tool zur Laufzeit aufruft. Ein strace free zeigt, dass Free die Daten aus der Datei /proc/meminfo auswertet (Abbildung 2). Ein cat /proc/meminfo zeigt daher die gleichen Informationen in anderer Darstellung.

Abbildung 2: Der Befehl Free bezieht seine Informationen aus der Datei /proc/meminfo.

Prozesse und mehr

Der Befehl ps gibt eine Liste der laufenden Prozesse aus. Dazu greift er auf Informationen im Proc-Dateisystem zurück. Für jeden Prozess gibt es ein Verzeichnis, das nach dessen Prozessnummer (Prozess-ID, kurz: PID) benannt ist. Darin finden Sie verschiedene Dateien und Verzeichnisse: So offenbart environ die Umgebungsvariablen des Prozesses, während cmdline die Aufrufparameter preisgibt. Die Datei maps zeigt an, welche Speicher-Adressbereiche das Programm angefordert hat. Das funktioniert jedoch nur bei eigenen Prozessen – oder als root.

Einige Dateien im /proc-Dateisystem enthalten binäre Zeichen. So zum Beispiel die Datei PID/environ. Ersetzen Sie mit cat environ | tr "\0" "\n" Nullen durch Newlines, um eine lesbare Ausgabe zu erhalten.

Das Verzeichnis PID/fd enthält eine Liste mit offenen Dateien. Dazu gehören bei Linux auch Verzeichnisse, Sockets und Pipes sowie ab Kernel 2.6.13 auch Inotify-Anforderungen. Eine Liste erhalten Sie mit ls -ld /proc/*/fd/* oder mit dem Befehl lsof. Die Parameterangabe lsof Pfad beschränkt die die Ausgabe auf ein bestimmtes Verzeichnis oder eine bestimmte Datei, lsof -p PID auf den Prozess mit der angegebenen Nummer. Mehrere Prozessnummern trennen Sie durch Kommas.

Die Datei /proc/uptime liefert Informationen über die Laufzeit und die Auslastung des Systems. Zwei Befehle geben einen guten Überblick über die Gesamtaktivität des Systems: Der Befehl Top liefert einen Überblick und listet die Prozesse, die am meisten CPU-Zeit verbrauchen. Mit Hilfe zahlreicher Parameter und Tastenkombinationen passen Sie die Ausgabe an die eigenen Wünsche anpassen. Die Taste h gibt einen Überblick über die Tastenbefehle. Mit [Umschalt]+[F],[N],[Eingabe] sortiert das Tool die Liste nach dem Speicherverbrauch der Prozesse. Die Top-Variante Xrestop zeigt hingegen den Verbrauch an X-Server-Resourcen an.

Der Befehl vmstat gibt einen Überblick und bezieht dabei Schreib- und Lesevorgänge auf Blockgeräte wie Festplattenpartitionen mit ein. Mit vmstat 1 erhalten sie pro Sekunde eine Ausgabe. Die Spalten si für Zurückholen und so fürs Auslagern unter swap zeigen zum Beispiel die Aktivität des Swap-Speichers an. Eine hohe Aktivität bei einem normalen Betrieb legt nahe, den Arbeitsspeicher des Systems zu erweitern. Der Aufruf vmstat -p /dev/hda5 zeigt die Aktivität einer einzelnen Partition an – im Beispiel hda5, und vmstat -d gibt einen Überblick über alle Laufwerke.

Das Proc-Dateisystem bietet noch eine Reihe anderer Informationen: Die Datei /proc/version enthält unter anderem die Kernel-Version und die Version des Compilers, der die Kernel-Quellen übersetzte. Das Kommando uname -a gibt beispielsweise Betriebssystemtyp, Hostnamen und Kernel-Version aus. Es bezieht seine Informationen von der Kernel-Funktion uname(), über die man 2 uname nähere Informationen verrät. Die Kernel-Version ist für Kernel-Fehlerberichte wichtig [5].

Das Verzeichnis /proc/self zeigt dabei immer auf den aktuellen Prozess, zum Beispiel die gerade verwendete Shell. Da die Shell für jeden Befehlsaufruf einen neuen Prozess startet, ändert sich das Ziel dieses symbolischen Links mit jedem ausgeführten Befehl. Wenn Sie jedoch statt ls -l /proc/self einfach nur mit cd /proc/self in das Verzeichnis wechseln, landen Sie wirklich bei der aktuellen Shell, wie ls -l cwd offenbart.

Die Datei /proc/filesystems listet geladene Dateisystemtreiber und /proc/mounts die derzeit angemeldeten Dateisysteme. Die /etc/mtab, welche der Befehl Mount ausgibt, enthält ebenfalls diese Informationen.

Netzwerkinformationen finden Sie in /proc/net. So zeigt cat /proc/net/dev die vorhandenen Netzwerk-Schnittstellen, cat /proc/net/wireless die vorhandenen WLAN-Schnittstellen und cat /proc/net/arp die via ARP-Protokoll ermittelten MAC-Adressen, wie sie auch der Befehl arp ausgibt.

Nicht zuletzt macht der Kernel unter /proc/sys eine Reihe von Systemeinstellungen zugänglich. Das Unterverzeichnis fs enthält Dateisystemparameter wie die maximale und die aktuelle Anzahl gleichzeitig geöffneter Dateien: file-max und file-nr. Im Verzeichnis dev finden sich Einstellungen zu einigen Geräten, wie einem CD-ROM-Laufwerk. Unter kernel liegen Informationen und Einstellungen zum Kernel, net enthält Netzwerkparameter und vm Einstellungen zum Auslagerungsverhalten des Kernels.

Wie in einem echten Dateisystem lassen sich einige Parameter auch ändern: So befördert echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/conf/default/forwarding den Linux-Computer zum Router, indem es das Weiterleiten von IP-Paketen aktiviert. Der Befehl echo 200000 > /proc/sys/fs/file-max hingegen setzt die maximale Anzahl gleichzeitig geöffneter Dateien auf den Wert 200000.

Nur der Benutzer root hat Schreibzugriff diese Dateien, wie ein ls -l auf diese Dateien offenbart. Mit diesem Befehl erfahren Sie auch, welche Einstellungen sich ändern lassen. Der Kernel bewahrt den Anwender auf dieser systemnahen Ebene nicht unbedingt vor Fehleinstellungen: Senken Sie die Anzahl maximal geöffneter Dateien unter jene der zur Zeit geöffneten Dateien, erlaubt das System nicht mehr, neue Files zu öffnen.

Der Befehl sysctl vermittelt zwischen Dateisystem und Administrator: sysctl -a zeigt alle verfügbaren Variablen, und mit sysctl kernel.hostname=deepdance setzen Sie zum Beispiel den Hostnamen des Systems. Die Datei /etc/sysctl.conf schließlich nimmt Einstellungen auf, die das Ausschalten des Computers überdauern sollen.

Hardware-Informationen

Der Kernel stellt Informationen über erkannte Geräte im Dateisystem unter /sys bereit. Bei modernen Linux-Distributionen verwendet Udev [6] diese, um dynamisch Treiber zu laden und Gerätedateien in /dev anzulegen. Der Dienst HAL[7] ergänzt die Informationen des Linux-Kernels um Informationen aus einer eigenen Datenbank, um mit Hilfe des Bus-Protokolls D-Bus ([8],[9]) Anwendungen über vorhandene Geräte zu informieren .

Die Mechanismen Udev und HAL dienen sowohl dazu, fest installierte Hardware beim Start des Systems zu erkennen, als auch dynamisch auf neu angeschlossene oder wieder entfernte Geräte zu reagieren. Einen guten Überblick darüber, was beim Anschließen einer neuen Hardware passiert, bietet das Systemprotokoll. Hier erfahren Sie leicht, welche Hardware der Kernel erkennt und ob ein passender Treiber vorliegt. Dieses verfolgen Sie mit tail -f /var/log/messages beziehungsweise tail -f /var/log/syslog.

Einige Treiber geben hilfreiche Hinweise. So zeigt der USB-Treiber die Geschwindigkeit von USB-Geräten und meldet mit not running at top speed; connect to a high speed hub, wenn ein USB-Gerät durch Anschluss an einen High-Speed-USB-Hub eine höhere Geschwindigkeit erreicht (Abbildung 3). So kommen Sie einem alten USB-Hub ohne High-Speed-Support schnell auf die Schliche.

Abbildung 3: So funktioniert der USB-Stick zwar auch, aber eben nicht mit der maximalen Geschwindigkeit.

Block-Treiber teilen mit, ob eine Festplatte Cache Flushes unterstützt, und Dateisysteme wie XFS, Ext3, ReiserFS 3 und Reiser 4 verkünden, wenn sie die für die Datenkonsistenz bei einem abrupten Abbruch der Schreibaktivität durch Absturz oder Stromausfall wichtigen Write Barriers nicht nutzen können [10].

Verschiedene Befehle zeigen diverse Hardware-Informationen an: Der Befehl cat /proc/cpuinfo informiert über die eingebaute CPU und deren Fähigkeiten.

Informationen zu ACPI liefert das Verzeichnis /proc/acpi. Die verwendete Version verrät cat /proc/acpi/info. Verwenden Sie auf Notebooks eine möglichst aktuelle Version. Oft genügt es, eine möglichst frische Kernel-Version zu verwenden, statt die neuesten ACPI-Patches oder gar ACPI-DSDT-Tabellen einzuspielen [11].

Die Datei /proc/interrupts zeigt, welche Treiber auf welche Interrupts ansprechen und wie oft jeder Interrupt schon aufgetreten ist. Auskunft über verwendete IO-Ports und ISA-Bus-DMA-Kanäle geben unter anderem die Dateien /proc/ioports und /proc/dma.

Das Kommando lspci -n zeigt alle angeschlossen PCI-Geräte an. Ohne die Option -n versucht Lspci anhand einer Datenbank die Namen der Geräte zu ermitteln. Diese Datenbank bringen Sie mit dem Skript update-pciids auf den aktuellen Stand. Mit den Optionen -v, -vv und -vvv fördert Lspci zunehmend mehr Details zu Tage. Die Datei /lib/modules/Kernel-Version/modules.pcimap enthält eine Liste der von den vorhandenen Kernel-Modulen unterstützten Treiber. Unterstützt ein Treiber Ihre Hardware nicht, macht es Sinn, es mit einem neueren Kernel nochmal zu versuchen.

Der Befehl lsusb zeigt alle an USB-Hubs angeschlossenen USB-Geräte. Das Pendant in /lib/modules dazu ist die Datei modules.usbmap. USB-Speichergeräte zeigen Sie hingegen mit dem Befehl lsscsi, der Kernel bindet sie als SCSI-Laufwerke ein.

Der PCMCIA-Bus ist ab Kernel 2.6.13 in das Hotplugging via Udev integriert [12]. Der Befehl lspcmcia zeigt eine Liste aller eingesteckten PCMCIA-Karten. Bei älteren Kernel-Versionen verwenden Sie stattdessen cardinfo[13].

Ist HAL installiert, bietet der Befehl lshal eine detaillierte Liste aller erkannten PCI-, USB- und PCMCIA-Geräte, Festplattenpartitionen und vieles mehr (Abbildung 4). Die Variable linux.sysfs_path zeigt dabei auf dem Pfad im /sys-Verzeichnis und info.capabilities gibt Auskunft über die Fähigkeiten eines Geräts. Jedes Gerät bekommt eine UDI zugewiesen. Der Befehl lshal -lu UID zeigt nur Informationen für das Gerät mit der angegebenen UDI.

Abbildung 4: Ein IBM Thinkpad T23 aus der Sicht von HAL – eine Fülle von Informationen aus verschiedenen Quellen an einem Ort vereint.

Informationen zu einem einzelnen Kernel-Modul erhalten Sie mit dem modinfo-Befehl. Eine Liste der geladenen Kernel-Module gibt lsmod aus. Die Datei /proc/devices listet, welchem Treiber der Kernel welche Major-Nummer zugeordnet hat. So liefert ls -l /dev/hdc | egrep -o " .[0-9]?," für den DVD-Brenner im Notebook des Autors die Major-Nummer 22, die dementsprechend laut grep " 22 " /proc/devices dem Treiber für den zweiten IDE-Controller zugewiesen ist.

Funktioniert ein Gerät unter Linux nicht wie gewünscht, ist es sinnvoll, zunächst anhand der genannten Befehle die Systemdaten zu ermitteln und durch zusätzliche Stichworte nähere Informationen im Internet zu suchen. Bringt die Recherche keine Lösung, empfiehlt es sich, einen Fehlerbericht zu schreiben. Für Bugs mit Kernel-Treibern bietet sich der Kernel-Bugtracker [5] an.

Der Befehl systool bietet einen guten Überblick über die Inhalte des SysFS-Dateisystems (siehe Tabelle "Aufbau des SysFS-Dateisystems"). Die Option -b Bus zeigt, welche Geräte an einen bestimmten Bus angeschlossen sind. Die Option -c Klasse liefert Informationen über eine bestimmte Klasse. So zeigt systool -c sound alle Geräte zur Soundausgabe. Mit der Option -v zeigt systool alle Attribute eines Busses, einer Klasse oder eines Geräts.

Auch in diesem Dateisystem gibt es beschreibbare Einträge: So aktiviert echo mem > /sys/power/state sowie den Ruhezustand eines Computers. Den Tiefschlaf, bei dem der Computer den Speicherinhalt auf Festplatte beschreibt, aktivieren Sie auf ähnliche Weise ([14],[15],[16]).

Unter /sys/devices/system/cpu existiert für jeden Prozessor ein Verzeichnis, das Einstellungen zur dynamischen Frequenzskalierung enthält, wenn dieses Feature im Kernel aktiviert ist [17]. Die Kernel-Konfiguration dazu finden Sie in Powermanagement Options | CPU Frequency Scaling. Sie benötigen mindestens einen Governor und einen CPU-Treiber. Ein Governor passt die Frequenz gemäß eines bestimmten Algorithmus an die aktuelle Situation an. Der Governor userspace überlässt einem Userspace-Daemon wie powernowd, cpufreqd oder cpudyn diese Aufgabe. Die Kernel der aktuellen Distributionen sollten die benötigten Funktionen enthalten.

Mit echo Governor > /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor setzen Sie den Governor für die erste CPU. Die Datei /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_governors enthält eine Liste der verfügbaren Governors. Gut geeignet sind ondemand und speziell für Laptops im Batteriebetrieb conservative.

Die Datei scaling_cur_freq enthält die aktuelle Taktfrequenz der CPU und scaling_available_frequencies eine Liste der möglichen Frequenzen. Mit watch -n1 cat scaling_cur_freq finden Sie schnell heraus, ob das Skalieren der Frequenz funktioniert. Der Befehl watch ruf einen Befehl in angegebenen Intervall immer wieder auf und gibt dessen Ausgabe aus, bis sie [Strg]+[C] drücken. Auch für das SysFS-Dateisystem gibt es eine Datei für Einstellungen, die einen Neustart überdauern sollen: /etc/sysfs.conf.

Aufbau des SysFS-Dateisystems

Pfad Inhalt
block Blockorientierte Geräte wie Festplatten, USB-Sticks, CD/DVD/Floppy-Laufwerke
bus IDE, PCI, PCMCIA und USB
classes Geräteklassen wie Grafik, Netzwerk und Sound oder USB-Geräte
devices Plattform- und systemspezifische Geräte wie CPU, Timer und PC-Lautsprecher sowie interne PCI-Geräte
modules Geladene Kernel-Module
power Powermanagement für Ruhezustand und Tiefschlaf

Glossar

Pseudo-Dateisysteme

Bei einem Pseudo-Dateisystem liegen die Verzeichnisse und Dateien nicht permanent auf dem Datenträger vor. Stattdessen erstellt der Kernel diese dynamisch zur Laufzeit und löscht sie beim Shutdown wieder.

Sockets

Ein Socket ist bidirektionale Schnittstelle zur Interprozess- (IPC) oder Netzwerk-Kommunikation.

Pipes

Eine Pipe (engl.: Röhre) erlaubt einen uni- oder bidirektionalen Datenstrom zwischen zwei Prozessen. Sie leitet zum Beispiel die Ausgabe eines Befehls an einen anderen weiter.

Inotify

Ein mit Kernel 2.6.13 eingeführtes System für das Monitoring von Änderungen an Dateien und Verzeichnissen.

MAC-Adressen

Eine MAC-Adresse ist eine weltweit eindeutige Hardware-Adresse für ein Netzwerkgerät.

IP-Paket

Grundeinheit der Datenkommunikation in einem Netzwerk, welches das weiterverbreitete, im Internet verwendete Netzwerkprotokoll Internet Procotol (IP) verwendet.

HAL

Hardware Abstraction Layer. Schnittstelle, um Anwendungen über angeschlossene Hardware zu informieren.

D-Bus

Ein Systembus, über den System und Anwendungen oder Anwendungen untereinander Nachrichten austauschen. Einen sogenannter Bus verbindet zwei oder mehr Teilnehmer und sorgt hier für den Austausch von Daten.

Cache Flushes

Ein Cache Flush bewirkt das komplette Zurückschreiben der Daten aus dem schnellen Zwischenspeicher (Cache) auf die Festplatte.

Write Barriers

Eine Technik, um Schreibvorgänge in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen.

UDI

Unique Device Identifer. Eine eindeutige Kennung für ein Gerät.

Major-Nummer

Programme greifen über spezielle Gerätenummern, die in eine Major- und eine Minor-Nummer aufgeteilt sind, auf Geräte zu. Der Befehl ls -l /dev zeigt diese Nummern in der fünften und sechsten durch Leerzeichen getrennten Spalte.

Infos

[1] Kernel-Dokumentation zum Proc-Dateisystem: Documentation/filesystems/proc.txt in den Kernel-Quellen

[2] Proc-Dateisystem: Andrea Müller, "Monitoring ohne Umwege", LinuxUser 12/2002, S. 34, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/12/034-proc/

[3] Kernel-Dokumentation zum SysFS-Dateisystem: Documentation/filesystems/sysfs.txt und Documentation/filesystems/sysfs-pci.txt in den Kernel-Quellen

[4] Linux-USB-Projekt: http://www.linux-usb.org

[5] Kernel-Bugtracker: http://bugzilla.kernel.org

[6] Udev: http://www.kernel.org/pub/linux/utils/kernel/hotplug/udev.html

[7] HAL: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/hal

[8] D-Bus: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/db

[9] D-Bus: R. Rebe, O. Frommel, J.-C. Brendel: "Geräteverwalter", Linux-Magazin 09/2006, S. 32

[10] Journaling-Dateisysteme: Martin Steigerwald, "Beschränktes Schreiben", Linux-Magazin Sonderheft 04/2006, S. 68

[11] ACPI-Patches und DSDT-Tabellen: http://acpi.sf.net

[12] PCMCIA-Utils: http://www.kernel.org/pub/linux/utils/kernel/pcmcia/pcmcia.html

[13] PCMCIA-Information: http://pcmcia-cs.sourceforge.net

[14] Suspend: Simon Rutishauser, "Im Tiefschlaf", LinuxUser 11/2004, S. 66: http://www.linux-user.de/ausgabe/2004/11/066-swsusp/

[15] Userspace Software Suspend: http://suspend.sourceforge.net

[16] Software Suspend 2: http://www.suspend2.net

[17] Kernel-Dokumentation zur Frequenzskalierung: Verzeichnis Documentation/cpu-freq/ in den Kernel-Quellen

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Related content

  • Stehvermögen
    Wer viel mobil arbeitet, schenkt seinem Notebook einen großen Akku – oder verringert die Stromaufnahme. Unter Linux gibt für Letzteres eine ganze Reihe von Möglichkeiten.
  • Das /proc-Dateisystem
    Es gibt unter Linux mehrere Dutzend Programme, die Sie über das System, die laufenden Prozesse und die verwendete Hardware informieren. Einen nur wenig beachteten und direkten Weg zu den gewünschten Auskünften zeigt dieser Artikel.
  • Linux-USB in der Theorie
    Der Markt für Pheripheriegeräte mit USB-Anschluss wir immer größer. Die Inbetriebnahme dieser Geräte ist unter Linux jedoch nicht immer ganz einfach. Mit Kenntnissen über Linux-USB ist aber alles halb so wild, wie der folgende Artikel zeigt.
  • System durchleuchtet
    Hardinfo schlüsselt die kryptischen Informationen aus dem <C>proc<C>-Dateisystem leicht verständlich auf und präsentiert sie in einer ansprechenden Oberfläche.
  • Dateisysteme
    In der File System Table (fstab) steht, welche Partitionen und Datenträger beim Systemstart in den Verzeichnisbaum eingehängt werden. Die Tabelle bietet dem Administrator die Möglichkeit, die Sicherheit des Mehrbenutzersystems durch verschiedene Optionen zu stärken.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_08

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...
Öhm - wozu Benutzername, wenn man dann hier mit Klarnamen angezeigt wird?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:30, 1 Antworten
Hallo Team von Linux-Community, kleine Zwischenfrage: warum muß man beim Registrieren einen Us...
openSUSE 13.1 - Login-Problem wg. Fehler im Intel-Grafiktreiber?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:26, 8 Antworten
Hallo Linux-Community, habe hier ein sogenanntes Hybrid-Notebook laufen, mit einer Intel-HD460...
Fernwartung für Linux?
Alfred Böllmann, 20.06.2014 15:30, 7 Antworten
Hi liebe Linux-Freunde, bin beim klassischen Probleme googeln auf www.expertiger.de gestoßen, ei...