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01.02.2007

Bilder retten mit Fat-gundel

Haben Sie versehentlich die Urlaubsbilder auf der SD-Card der Digitalkamera gelöscht, dann kann Fat-gundel (http://repos.opensuse.org/home:/jnweiger/SUSE_Factory/repodata/repoview/fat-gundel-0-0.1-7.1.html) Ihre Rettung sein: Das Programm wurde speziell zur Wiederherstellung gelöschter Bilder auf Digitalkameraspeichern entwickelt.

Dazu greift Fat-gundel direkt auf das Blockdevice zu. Die SD-Card muss vorher nicht ins System gemountet werden. Es reicht, beim Start einfach die Partition, auf der sich die Bilder befanden, als Parameter zu übergeben. Außerdem empfiehlt es sich, ein Zielverzeichnis festzulegen, in dem Fat-gundel die rekonstruierten Bilder abspeichert.

Ausgestattet mit diesen Informationen macht sich das Programm ans Werk. Sie müssen sich derweil in Geduld üben, da die Wiederherstellung ein paar Minuten dauern kann. Schließlich sucht das Programm den Datenträger nach JPEG-Headern ab, anhand derer es die Bilder rekonstruiert. Die File Allocation Table und Verzeichnisinformationen verwendet es nicht.

Im Test stellte Fat-gundel binnen 20 Minuten alle gelöschen JPEG-Dateien wieder her. Die aktuelle Version 0.1-7.1 kann lediglich JPEGs rekonstruieren, künftige Versionen des Tools sollen jedoch auch andere Formate unterstützen, darunter auch TIFF. >>CD

fat-gundel-01.png

Da Fat-gundel nach JPEG-Headern sucht, kann sich die Rekonstruktion langwierig gestalten.

Shellskripte ohne Bugs

Shellskripte sind schnell programmiert und die lösen viele kleine Probleme. Schleicht sich jedoch ein Fehler ein, gerät das Debuggen in Ermangelung einer Entwicklungsumgebung wie Eclipse schnell zur Qual. Der Debugger BashDB (http://bashdb.sourceforge.net/) greift dem Entwickler hier unter die Arme.

Das Programm verfügt über eine modifizierte Bash-Shell, in der es das fehlerhafte Skript ausführt. Hier kann der Entwickler bequem so genannte Breakpoints definieren, an denen der Programmlauf stoppt, oder sich den Status der Programmvariablen anzeigen lassen. Daneben lässt BashDB auch ein Blick auf den Stack des Programms zu oder leitet dessen Ausgabe auf ein anderes Device um.

Die gute Dokumentation erleichtert den Einstieg in die anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung von BashDB. Sie beschreibt auch, wie man den Shell-Debugger in Emacs oder DDD integriert und so über eine Benutzeroberfläche steuert.

BashDB ist jetzt in der Version 3.1-0.07 erschienen, die sowohl mit Bash 3.1 als auch mit Bash 3.2 kooperiert. Neben der Korrektur verschiedener Fehler erweiterten die Entwickler den Debugger auch um die Kommandos signal, kill und quit>>CD

bashdb-01.png

BashDB bietet dem Shell-Skript Entwickler viele Debugging-Funktionen, die er von Hochsprachen wie C++ kennt.

Verschlüsseln im Handumdrehen

Komplexität ist immer noch das Hauptargument vieler Anwender gegen die Datenverschlüsselung. Das grafische Frontend GPG-Crypter (http://gpg-crypter.sourceforge.net/) nimmt dieser Ausrede zumindest teilweise den Wind aus den Segeln.

Gerade in Version 0.2.1 erschienen, unterstützt GPG-Crypter noch nicht alle Funktionen von GPG. So müssen Sie beispielsweise den GPG-Schlüssel noch über Kommandozeilenparameter generieren. GPG-Crypter gibt jedoch den korrekten Aufruf vor, den Sie nur eintippen müssen.

Findet GPG-Crypter beim Start bereits einen Schlüsselring, lässt es Ihnen die Wahl, welchen Key Sie verwenden möchten. Haben Sie sich für einen davon entschieden, ver- und entschlüsseln Sie fortan im Handumdrehen Textpassagen oder ganze Dateien.

Damit erschöpft sich der Funktionsumfang der aktuellen Version aber bereits. Für das kommende Release kündigte der Entwickler Änderungen im Oberflächendesign an, die künftige Erweiterungen vereinfachen sollen. >>CD

gpgcrypter-01.png

Eine Textpassage oder ganze Dateien zu verschlüsseln ist mit GPG-Crypter ein Leichtes.

RPM wird runderneuert

Nachdem Jeff Johnsons Red Hat verlassen hatte, war das Paketsystem RPM monatelang ohne Betreuung. Benötigte Patches wurden zwar teilweise von den verschiedenen Distributionen implementiert, eine Weiterentwicklung zur nächsten Version fand aber nicht statt. Nun beschlossen die führenden RPM-basierten Distributionen Novell, Red Hat, Fedora und Mandriva dem Projekt neuen Schwung zu geben und es gegenüber der Community mehr zu öffnen.

Hierzu sollen ein Wiki, ein Repository und verschiedene Mailinglisten auf der Projekt-Website eingerichtet werden. Weiterhin wollen Novell und Red Hat ihre RPM-Patches auf Basis von RPM 4.4.2 zusammenführen. Stabilität ist dabei oberstes Gebot, neue Funktionen sind erst für spätere Versionen geplant. Paul Nasrat von Red Hat übernimmt kommissarisch den Posten des Projektleiters. Langfristig soll dieses Amt jedoch aus der Mitte der RPM-Community durch Wahl vergeben werden.

VLC lernt dazu

Das französische Video-LAN-Projekt veröffentlichte Mitte Dezember die Version 0.8.6 des VLC Media Player. Zu den bemerkenswertesten Neuerungen dieser Version zählt die native Implementierung der Formate Windows Media Video 9 und Flash Video 5/6. Darüber hinaus beherrscht VLC jetzt die RTSP-Authentifizierung und erlaubt das Zuschalten von Untertiteln bei bereits laufender Wiedergabe. Die Entwickler überarbeiteten außerdem die Oberfläche und versahen die Funktionen crop und zoom mit neuen Tastaturkürzeln. Eine vollständige Liste aller Änderungen hält die Changelog-Datei parat. >>CD

Kurz notiert

Eine böse Überraschung erlebten Mitte November alle, die World of Warcraft unter Linux mit Hilfe der Cedega-API spielen: Nach der Installation eines Routine-Patches erkannte Blizzards Anti-Cheating-System Cedega fälschlicherweise als Cheating-Tool und deaktivierte den Zugang. Nach Beschwerden zahlreicher Spieler gelang es Blizzard schließlich, den Fehler zu beheben und die Spielerkonten wieder freizugeben. In einer E-Mail setzte das Unternehmen die betroffenen Spieler in Kenntnis, drückte sein Bedauern aus und stellte die Rückerstattung der Abo-Gebühr für den Zeitraum der Sperrung in Aussicht. Als kleine Wiedergutmachung dürfen betroffene Spieler außerdem zwei Wochen lang gebührenfrei zocken.

Etwas verfrüht kündigte Adobes Presseabteilung Anfang Dezember die Verfügbarkeit des Acrobat Reader 8.0 für Linux an. Im Downloadbereich jedoch war auch Anfang Januar von dieser Version noch nichts zu sehen, lediglich Windows- und Mac-Anwender dürfen sich momentan über einen neuen Reader freuen. Linux-Anwender vertröstet Adobe derweil auf ein Release "in Kürze" – ein konkreter Termin steht noch nicht fest.

Das Linux Professional Institute (LPI) und Novell beschlossen bei der Entwicklung der neuen LPIC-3-Prüfungen intensiv zusammenzuarbeiten. LPIC-3 stellt die höchste erreichbare LPI-Zertifizierung dar. Man kann sie erst abgelegt, nachdem man LPIC-1 und -2 erfolgreich absolviert hat. Erste Möglichkeiten, die Prüfung abzulegen, bietet das LPI auf Novells Hauskonferenz Brainshare, die im März in Salt Lake City stattfindet.

Im Zuge seiner Zusammenarbeit mit Microsoft kündigte Novell die Implementierung eines OpenXML-Filter für OpenOffice.org an. Microsoft plant bereits mit dem kommenden Office 2007 OpenXML als Standardformat für alle Komponenten einzuführen. Der OpenXML-Filter soll die Interoperabilität von MS-Office-Dokumenten unter OpenOffice sicherstellen. Die erste, funktionell noch eingeschränkte Version will Novell bereits im Januar veröffentlichen. Da der Filter unter einer offenen Lizenz entwickelt wird, ist eine spätere Integration in den Standard-Quellcode von OpenOffice wahrscheinlich.

Um Außenstehenden den Linux-Entwicklungsprozess zu verdeutlichen, richtete Philip Begou das Linux Development Process Wiki ein. Begou trug die im Netz verstreuten Informationen rund um den Linux-Kernel akribisch zusammen und bereitete die Fakten mit Diagrammen und Schaubildern allgemein verständlich auf. In logischen Kapiteln spricht Begou über Distributionen, die Quellcode-Verwaltung mit Git, und erläutert, wie der Kernel getestet und Fehler korrigiert werden.

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