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Hauen und Stechen

Strategiespiel Glest

Fleißige Handwerker

Der eigentliche Spielablauf folgt dem bekannten Muster aller Echtzeitstrategiespiele: Von einer Basis ausgehend, errichten Sie weitere Hilfsgebäude, die wiederum möglichst schnell viele militärische Einheiten produzieren. Auf Seiten der Menschen stehen Ihnen ein Schloss und eine Hand voll Arbeiter zur Verfügung. Diese sind zwar nicht in der Lage, einen Gegner anzugreifen, bauen dafür aber Rohstoffe ab und errichten neue Gebäude. Zu letzteren zählen beispielsweise die Barracks, in denen Sie Ritter und Bogenschützen ausbilden, oder das Technodrome, in dem Techniker angriffslustige Roboter zusammenschweißen. Ein Schmied sorgt schließlich noch für eine Verbesserung von Rüstungen und Schwertern. Damit die stetig anwachsende Armee nicht verhungert, brauchen Sie eine Farm, in der Sie Schweine und Kühe züchten.

Nach einem ähnlichen Schema geht auch die Fraktion der Magier vor. Die Arbeiter heißen dort Initiates, die Basis bildet der Mage Tower. Damit die für die vielen Zaubersprüche benötigte Energie nicht ausgeht, errichten Sie zunächst Mana Sources. Die Summoner Guild bildet anschließend einen oder mehrere Summoner aus, die wiederum die eigentlichen Truppen herbei zaubern.

Im Gegensatz zu den Menschen können sich einige Figuren in Kämpfer verwandeln. So ist der Initiate bei einem Angriff vollkommen wehrlos, nach der Verwandlung in einen Battlemage oder sogar Archmage zieht er jedoch mit einem Feuerball bewaffnet in jeden Kampf. Allerdings verliert er bei diesem Ritual die Fähigkeit, Gebäude zu errichten und Rohstoffe abzubauen. Die Umwandlung will folglich gut überlegt sein.

Damit wären die grundlegenden Gebäudetypen auf beiden Seiten bereits angesprochen. Unter dem Strich erweist sich der Technologiebaum als nicht ganz so umfangreich, wie bei der kommerziellen Konkurrenz, kennt dafür aber die pfiffigen Verwandlungselemente und wurde von den Entwicklern sehr gut ausbalanciert.

Hilfe bieten die übersichtlichen und ausführlichen Diagramme auf der Projekt-Homepage im Bereich Gallery, die sich Anfänger insbesondere für die Magierfraktion ausdrucken und neben den Schirm legen sollten. Alternativ empfiehlt sich eine erste Baurunde ohne den Computer auf einer leeren Karte. Die Online-Hilfe beschränkt sich leider nur auf das Nötigste: Neben einer README-Datei existiert nur noch eine recht lieblose Auflistung aller Einheiten und Bauwerke mit ihren jeweiligen Werten und Abhängigkeiten.

Bedienung!

Die Bedienung bereitet hingegen kaum Mühen: Ein linker Mausklick wählt ein Gebäude oder eine Einheit an. Am rechten Bildschirmrand erscheinen dann mehrere Symbole, die jeweils die verfügbaren Aktionen repräsentieren. Per Rechtsklick weisen Sie einer Spielfigur automatisch eine Aufgabe zu. Liegt beispielsweise ein Baum unter dem Mauszeiger, beginnt der Arbeiter selbständig Holz zu hacken und in seine Basis zu schleppen. Allerdings verhaspelt sich diese Zuweisungsmethode ab und an, so dass der Arbeiter nach einem Marsch mitunter allein im Wald steht und Däumchen dreht. Zudem stehen sich bei recht hektischen Szenen die Spielfiguren teilweise selbst im Weg.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 03/2012

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