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Gute Aussichten

Beryl und AIGLX

Beryllium für den Molch

Edgy installiert die Beryl-Pakete nicht von Haus aus. Sie erhalten die Pakete über ein externes Repository, indem Sie zunächst mit Root-Rechten die Paketliste bearbeiten. Geben Sie sudo pico /etc/apt/sources.list ein und fügen Sie der Liste über die Zeile

deb http://ubuntu.beryl-project.org/ edgy main

das Ubuntu-Repository des Beryl-Projekts hinzu. Um es zu nutzen, brauchen Sie einen GPG-Schlüssel, den Sie über

wget http://ubuntu.beryl-project.org/root@lupine.me.uk.gpg -O- | sudo apt-key add -

vom Server holen und Ihrem Apt-Schlüsselbund hinzufügen. Dann geben Sie sudo apt-get update und sudo apt-get dist-upgrade ein, um den Paketmanager auf den neuesten Stand zu bringen. Anschließend spielen Sie über sudo apt-get install beryl emerald emerald-themes den Compositing- sowie einen Theme-Manager auf Ihr System.

Soll der Windowmanager Beryl beim Start automatisch laden, brauchen Sie noch Autostart-Einträge für Gnome und KDE. Wählen Sie unter Gnome den Menüpunkt SystemEinstellungenSitzungen und dann Hinzufügen aus dem Reiter Startprogramme. Geben Sie beryl-manager ein und klicken Sie auf OK. Nach einem Neustart des X-Servers lädt Gnome automatisch den Beryl-Manager.

Probieren Sie es aus: Erscheint nach dem Einloggen ein schwabbelndes Beryl-Logo auf dem Schirm, warten die Desktop-Effekte auf ihren Einsatz. KDE-Anwender legen ganz einfach einen Link zum Beryl-Manager in den Autostart-Ordner. Der Befehl lautet

ln -s /usr/bin/beryl-manager /home/kkissling/.kde/Autostart/beryl-manager

Auch hier erscheint nach einem Neustart das rote Beryl-Logo.

Fedora Core 6

FC6 integriert Beryl noch einfacher als Ubuntu. Unter SystemEinstellungen finden Sie den Eintrag Desktop Effects. Über diesen aktivieren Sie Compositing einfach per Mausklick – allerdings nur über den Compiz-Manager. Auch hier brauchen Sie einen der oben erwähnten 3D-Grafiktreiber. Auch mit Compiz wobbeln die Fenster und rotiert der Desktop, doch bringt der stabilere Bruder von Beryl nicht alle Effekte mit.

Bevor Sie Beryl oder einen aktuellen Nvidia-Treiber einspielen, sollten Sie FC6 auf den neuesten Stand bringen. Oben links finden Sie ein Icon, über das Sie Aktualisierungen vornehmen. Nutzer einer ATI-Karte brauchen nichts zu tun: FC6 installiert automatisch den Treiber radeon. Besitzer einer Nvidia-Karte installieren den neuesten Treiber von der Nvidia-Webseite [7].

Dann folgen Sie den im Abschnitt "X-Server umpolen" beschriebenen Schritten und ersetzen falls notwendig den Eintrag nv in der Datei /etc/X11/xorg.conf durch nvidia. Über yum install beryl-gnome und yum install beryl-kde spielen Sie Beryl für die jeweiligen Desktops ein. Die Autostart-Einträge legen Sie so an, wie für Ubuntu beschrieben, und starten dann den Windowmanager neu. Der Splashscreen von Beryl zeigt den Erfolg der Mission.

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Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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