Internetzugriff

Bei anderen Himmelskörpern arbeitet CdC problemlos mit FITS-Bildern zusammen. Diese holt es sich entweder aus dem Internet (Get DSS Image) oder von den RealSky-CD-ROMs. Letztere enthalten fotografische Darstellungen des Sternenhimmels, die auf Aufnahmen des Palomar Observatory Sky Survey basieren.

Gleiches gilt für Daten des Digital Sky Survey (DSS). Es beinhaltet CCD-Aufnahmen des Himmelshintergrundes (maximal sieben Grad Größe), die die Urheber im Internet anbieten. Im Setupfenster lassen sich verschiedene Server auswählen und neue hinzufügen.

Um die Bilder anzusehen, zoomen Sie in einen beliebigen Bereich des Sternenhimmels, zum Beispiel knapp unterhalb des Großen Wagens (offiziell Großer Bär) zu der Whirlpool-Galaxie M51 und klicken auf DSS. CdC verbindet sich dann mit dem konfigurierten Server, lädt den passenden Ausschnitt und fügt ihn in der korrekten Ausrichtung in die Karte ein (Abbildung 5). Meist handelt es sich um Schwarzweiß-Bilder, je nach Server gibt es aber auch Farbfotos.

Abbildung 5: CdC lädt nach Bedarf digitale Himmelsaufnahmen aus dem Internet oder von CDs, hier die Whirlpool-Galaxie.

Den Ausschnitt des Sternenhimmels zoomen Sie mit CdC im Bereich von 360 Grad bis 2 Bogensekunden (1800. Teil eines Grades) heran. Das Verschieben der Blickrichtung erfolgt per Scrollbalken, Mausbewegung oder direkt mittels Klick auf einen der Himmelsrichtung-Buttons.

Nicht perfekt

Die rechte Maustaste öffnet beim Klick auf einen leeren Bereich der Karte oder ein Objekt ein Menü mit diversen Funktionen: Die gewählte Position zentrieren, ein angeschlossenes Teleskop darauf ausrichten, nähere Daten zu dem Objekt anzeigen und noch einige mehr. Die Informationen zu einem beliebigen Objekt fallen recht umfangreich aus, wie in den Abbildungen 3 und 4 zu sehen ist – allerdings vermisst der erfahrene Sternengucker Zusatzinfos: zum Beispiel die, dass Sirius der hellste Stern des Himmels ist. Die Anzeige eines Bildes oder einer Bildersammlung zu dem Objekt fehlt ebenfalls.

Im Raumfahrtzeitalter handelt es sich bei so manchem sich bewegenden Lichtpunkt am Himmel um ein künstliches Objekt, wie etwa die Internationale Weltraumstation ISS. Diese, sowie Satelliten, enthält die getestete CdC-Version aber noch nicht. Der Autor arbeitet eigenen Angaben zufolge aber schon an diesem Feature.

Vergeblich suchen erfahrene Anwender auch eine Darstellung des Sonnensystems. Als Beobachtungsstandort lässt CdC nur Orte auf der Erdoberfläche zu, sie können sich als nicht frei im Sonnensystem bewegen.

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