Leserbriefe

Amateur, nicht Hobby

LU 12/2006, S. 54: In Ihrer Ausgabe vom 12/2006 haben Sie so genannte PLC-Router (Power Line Communication) für die Vernetzung über das Hausstromnetz vorgestellt.

Diese Geräte arbeiten in einer Modulation von 2,5 bis 45 MHz und stören damit, verursacht durch nicht abgeschirmte Hausstromverteilung, den Kurzwellenempfang mitunter massiv. Das bemerken besonders Funkamateure. Im der Schweiz sind diese Geräte daher auch verboten, da die Bergwacht dort Kurzwellenfunk einsetzt.

Der Amateurfunkdienst ist entgegen der verbreiteten Meinung, es handle sich um "Hobbyfunker", ein gesetzlich anerkannter Service und besonders in Krisensituationen sehr hilfreich. Desweiteren zahlen Funkamateure für die Frequenznutzung hohe Gebühren. Weiter Informationen finden sich unter http://www.darc.de. Lutz Ebers-Lehmann

D-Link-Adapter gesucht

LU 12/2006, S. 57: Vielen Dank für den Testbericht über die WLAN-Adapter. Ich bin gerade auf  der Suche nach einem Produkt, mit dem ich meinen Linux-PC über WLAN mit meinem Speedport W701V der Deutschen Telekom verbinden kann.

Der D-Link DWL-G730AP schien mir am besten geeignet, braucht er doch kein separates  Netzteil für die Stromversorgung, sondern wird über USB gespeist. Leider ist er bei D-Link nicht mehr erhältlich.

Gibt es andere vergleichbare Produkte, die über USB mit Strom versorgt, aber über die Netzwerkkarte verbunden werden können? Stefan Kölling

LinuxUser: Während der Recherchen habe ich nur das D-Link-Gerät gefunden. Das gab es auch zu Redaktionsschluss der Ausgabe 12/2006 noch bei diversen Online-Shops, wie etwa http://www.netonnet.de/?lr=portal&iid=098819. (mhi)

Phasenübergreifend?

LU 12/2006, S. 57: Im Artikel über die PowerLAN-Adapter schreiben Sie im zweiten Absatz: "… als Grenzen fungieren die Stromzähler. " Mein Computerhändler erklärte mir, es könne Probleme geben, wenn innerhalb des gleichen Stromzählers in verschiedenen Zimmern verschiedene "Phasen" benutzt werden. Ebenso erklärte er mir, dass der Adapter nicht an einer Mehrfachsteckdose angesteckt werden darf. Könnten Sie mir bitte (vor dem Kauf) sagen, ob Sie auch "phasenübergreifend" (beim 40-Meter-Test) getestet haben? Werner Motzet

LinuxUser: Mit den Übergängen zwischen den Phasen in einer Wohnung können die Geräte mittlerweile umgehen; es kommt aber zu Verlusten bei der Übertragungsgeschwindigkeit. Phasenkoppler und Trennfilter verhindern diese Dämpfung bei den Phasenübergängen, allerdings sollte sie ein Fachmann einbauen. Unser 40-Meter-Test fand in derselben Phase statt.

Ähnliches gilt auch für den Betrieb an Mehrfachsteckdosen: Man kann die Adapter so betreiben, muss dann aber unter Umständen Einbrüche in der Datenrate hinnehmen. Das berichten jedenfalls verschiedene Nutzer der Technologie – im Test wirkten sich die Mehrfachsteckdosen hingegen nicht negativ aus. (kki)

Aus der Seele gesprochen

LU 12/2006, S. 5: Meinen aufrichtigen Dank an den Chefredakteur für das Editorial aus Ausgabe 12: Er spricht mir absolut aus der Seele, nur sollte er sich als ehemaliger Microsoft-Kunde nicht ärgern sondern freuen, dass sein Spielvergnügen nun günstiger wird.

Als Mitglied in einer Linux-Usergroup arbeite ich täglich daran, Microsoft-Anwendern Open Source nahezubringen. Ich hoffe die EULA zu Vista wird vielen Microsoft-Kunden (auch Firmen) die Augen öffnen und dafür sorgen, daß die Bevormundung "Made by Microsoft" keinen zu großen Anklang findet. Stefan Steimer

Ich spiele mit – bei Open Source

LU 12/2006, S. 5: Das Editorial in Ausgabe 12 spricht mir aus dem Herzen. Auch ich bin Microsoft-Kunde und begeisterter Flieger. Zwar habe ich nicht alle Update-Arien mitgemacht: Schon das in XP verankerte und an den Hardwareausbau gebundene Freischaltungsmanagement hat mich so gestört, dass ich es nicht mehr eingesetzt habe. Vista will ich erst gar nicht haben!

Seit 1994 beschäftige ich mich mit Linux und habe seit zwei Jahren zu Hause die (fast) Microsoft-freie Zone.  Einzig ein Windows-2000-Rechner fristet noch sein Dasein für die Spiele der Kinder und – natürlich – den Flugsimulator. Eine weitere für mich wichtige Anwendung ist das Personal Finance Management. Hier gibt es ja unter Windows zwei Platzhirsche (Quicken, Microsoft) und noch etliche weitere Anbieter.

In der Open-Source-Scene war jedoch nichts Vergleichbares zu finden, so dass ich mich entschlossen habe, dem KMyMoney-Projekt beizutreten und aktiv weiter zu entwickeln. Mittlerweile bin ich da sowas wie der Core-Maintainer und Entwickler. Das ist meine Form der Rückgabe an die Community, die so tolle Software wie KDE, Gimp, OpenOffice, Firefox und vieles mehr zur Verfügung stellt.

Mit Argwohn beobachte ich auch die Dinge, die sich derzeit um Novell und Microsoft und ihr wie auch immer geartetes Vertragsverhältnis auftun. Man kann nur hoffen, dass die Open-Source-Gemeinde stark genug ist, sich nicht in den Sog von kommerziellen Quasimonopolisten zu begeben.

Herr Luther: Jetzt sind wir schon zu zweit. Bestimmt gibt es noch mehr Leute, die so denken wie wir – wir müssen sie nur finden und aktivieren. Das Editorial ist ein guter Schritt in diese Richtung gewesen – vielen Dank. Thomas Baumgart

LinuxUser: Ganz herzlichen Dank für das nette Feedback, und: Gottlob sind wir viel mehr als nur zwei … (jlu)

Mit Vista wird es anders

LU 12/2006, S. 5: Ich spiele auch nicht mehr mit. Im Editorial der Ausgabe 12 habe ich mich (teilweise) auch erkannt. Ich wollte eigentlich vor zwei Jahren endgültig auf Linux umsteigen und Windows XP nur noch als Zweit-Betriebssystem für Dinge verwenden, die es unter Linux noch nicht gibt. Aber dann entdeckte ich den Microsoft Flugsimulator, und jetzt bin ich deswegen immer noch hauptsächlich bei Windows geblieben – Linux verwende ich nur "nebenher".

Aber mit Vista wird das nun anders. Natürlich läuft der Flugsimulator von Microsoft immer noch nicht unter Linux, aber es gibt neben der im Editorial angegebenen Alternative Flightgear noch eine weitere: X-Plane (http://www.x-plane.org). Es läuft unter Windows, Linux und sogar Mac. Allerdings handelt es sich um ein kommerzielles Produkt. Uwe Kroner

Eine gute Wahl

LU 12/2006: Seit dem ersten Heft des LinuxUser bin ich kontinuierlicher Leser und benutze inzwischen Suse 10.1. Dank vieler Informationen aus den Heften habe ich auch keine nennenswerten Probleme mit den einzelnen SuSE-Versionen gehabt.

Ich hatte mich vor einiger Zeit bei Ihnen gemeldet und die oft sehr versteckte Ausgaben-Nummer beklagt. Das ist jetzt viel besser – danke. Auch das gesamte Erscheinen finde ich sehr gut und möchte nochmals erwähnen, dass Sie für meine Begriffe ein schönes, weil mattes, Papier verwenden.

Der Chefredakteur schreibt unbedingt lesenswerte Editorials und hat eine gute Wahl der Themen – auch Heft 12 ist für mich beispielgebend, Tatsachen beim Namen zu nennen. Besonders gut haben mir in diesem Heft auch die Artikel von den Herren Kißling, Leichtenstern, Kreußel und Steigerwald gefallen. Wolfram von der Aa

LinuxUser: Vielen Dank für das freundliche Lob – auch im Namen der nicht namentlich genannten Kollegen und Autoren. Was das Papier betrifft: Matt finden wir auch schön, waren aber schon eine ganze Weile auf der Suche nach einer weißeren, aber trotzdem umweltfreundlichen Alternative. Jetzt sind wir fündig geworden – ab (voraussichtlich) Ausgabe 03/2007 erstrahlt LinuxUser "in neuem Glanz". (jlu)

Mandriva vs. Hardware

LU 12/2006, Heft-DVD: Neulich wollte ich "einfach mal" das Mandriva One 2007 von der Heft-DVD starten. Nach kurzer Zeit hat dann das System auch gebootet, und ich fand mich im Konsolenmodus wieder.

Leider steht im Heft nicht, dass man einfach root als Login benutzen kann, sollte das System die Grafikkarte falsch erkennen – in meinem Fall war es übrigens eine ATI Radeon X800XL AGP. Nach kurzer Einsicht in /var/log/messages und /var/log/Xorg.0.log war mmir klar, dass die Hardware-Erkennung versagt hat.

Als Grafikkartentreiber war ati in /etc/X11/xorg.conf eingetragen – das musste eigentlich radeon heissen. Nachdem ich den Eintrag entsprechend abgeändert hatte, musste ich nur noch mit ps aux | grep kdm den Display-Manager-Prozess ausfindig machen und mittels kill PID "töten". Danach kdm neu gestartet – fertig!

Vielleicht hilft dieser Tip ja auch anderen Lesern weiter, die mit Mandriva One 2007 ähnliche Probleme haben. Arndt Stedler

Errata

LU 11/2006, S. 55: Im Artikel zu Linux und Vista hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Der zur Sicherung des Master Boot Record eingesetzte Befehl lautet:

dd if=/dev/hda of=/root/mbr.txt bs=512 count=1

und nicht

dd id=/dev/hda …

Bei Verwendung von SCSI- oder SATA-Platten heißt das Device übrigens nicht /dev/hda, sondern /dev/sda. Vielen Dank für den "Bug Report" an LinuxUser-Leser Jürgen Nieland.

LU 11/2006, S. 78: Im Python-Workshop steht zu lesen: "Die Programmierer umgehen diese Einschränkung in Python auf verschiedene Arten, meistens durch Fallunterscheidungen oder durch den Einsatz von Funktionen." Dieser Satz entstand durch redaktionelle Kürzung und gibt den Sachverhalt nicht vollkommen korrekt wieder. Überladene Methoden (gleicher Name, aber unterschiedliche Parameterlisten) wie in C++ oder Java gibt es in Python nicht. Sie erreichen eine ähnliche Funktionalität, indem Sie den auszuführenden Code nach den im Aufruf verwendeten Parameternamen auswählen. Alternativ können Sie prüfen, ob ein übergebener Parameter eine bestimmte Schnittstelle unterstützt. Die direkte Nachbildung der Typunterscheidung mit der Funktion isinstance ist nicht zu empfehlen, da sie das Duck Typing aushebelt.

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