Leserbriefe
Ich spiele mit – bei Open Source
LU 12/2006, S. 5: Das Editorial in Ausgabe 12 spricht mir aus dem Herzen. Auch ich bin Microsoft-Kunde und begeisterter Flieger. Zwar habe ich nicht alle Update-Arien mitgemacht: Schon das in XP verankerte und an den Hardwareausbau gebundene Freischaltungsmanagement hat mich so gestört, dass ich es nicht mehr eingesetzt habe. Vista will ich erst gar nicht haben!
Seit 1994 beschäftige ich mich mit Linux und habe seit zwei Jahren zu Hause die (fast) Microsoft-freie Zone. Einzig ein Windows-2000-Rechner fristet noch sein Dasein für die Spiele der Kinder und – natürlich – den Flugsimulator. Eine weitere für mich wichtige Anwendung ist das Personal Finance Management. Hier gibt es ja unter Windows zwei Platzhirsche (Quicken, Microsoft) und noch etliche weitere Anbieter.
In der Open-Source-Scene war jedoch nichts Vergleichbares zu finden, so dass ich mich entschlossen habe, dem KMyMoney-Projekt beizutreten und aktiv weiter zu entwickeln. Mittlerweile bin ich da sowas wie der Core-Maintainer und Entwickler. Das ist meine Form der Rückgabe an die Community, die so tolle Software wie KDE, Gimp, OpenOffice, Firefox und vieles mehr zur Verfügung stellt.
Mit Argwohn beobachte ich auch die Dinge, die sich derzeit um Novell und Microsoft und ihr wie auch immer geartetes Vertragsverhältnis auftun. Man kann nur hoffen, dass die Open-Source-Gemeinde stark genug ist, sich nicht in den Sog von kommerziellen Quasimonopolisten zu begeben.
Herr Luther: Jetzt sind wir schon zu zweit. Bestimmt gibt es noch mehr Leute, die so denken wie wir – wir müssen sie nur finden und aktivieren. Das Editorial ist ein guter Schritt in diese Richtung gewesen – vielen Dank. Thomas Baumgart
LinuxUser: Ganz herzlichen Dank für das nette Feedback, und: Gottlob sind wir viel mehr als nur zwei … (jlu)
Mit Vista wird es anders
LU 12/2006, S. 5: Ich spiele auch nicht mehr mit. Im Editorial der Ausgabe 12 habe ich mich (teilweise) auch erkannt. Ich wollte eigentlich vor zwei Jahren endgültig auf Linux umsteigen und Windows XP nur noch als Zweit-Betriebssystem für Dinge verwenden, die es unter Linux noch nicht gibt. Aber dann entdeckte ich den Microsoft Flugsimulator, und jetzt bin ich deswegen immer noch hauptsächlich bei Windows geblieben – Linux verwende ich nur "nebenher".
Aber mit Vista wird das nun anders. Natürlich läuft der Flugsimulator von Microsoft immer noch nicht unter Linux, aber es gibt neben der im Editorial angegebenen Alternative Flightgear noch eine weitere: X-Plane (http://www.x-plane.org). Es läuft unter Windows, Linux und sogar Mac. Allerdings handelt es sich um ein kommerzielles Produkt. Uwe Kroner



