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01.01.2007

Netzspeicher zum selbst bestücken

Hersteller D-Link hat mit dem DNS-323 einen Netzwerkspeicher vorgestellt, der den wachsenden Speicher- und Funktionsbedarf im Netzwerk von kleinen Unternehmen und ambitionierten Heimanwendern befriedigen soll. Die Gigabit-Anbindung des Speicherwürfels verspricht mit einem Datendurchsatz von bis zu 23 MByte/s Leistungsfähigkeit auch bei Bandbreitenfressern wie Videostreams. Den Einbau von Festplatten in das Metallgehäuse erledigt der Benutzer selbst. Zwei SATA-Platten mit maximal 1,5 TByte nimmt der DNS-323 auf. D-Link (http://www.d-link.de) verspricht Kompatibilität zu Linux, Mac OS X und Windows.

Ein FTP-Server ist im Gerät integriert, womit der Zugang zu den Daten auch über das Internet funktionieren dürfte. Ein ebenfalls integrierter UPnP-AV-Mediaserver beliefert kompatible Mediaplayer im Netzwerk mit Musik, Filmen und anderen Inhalten. Laut Hersteller beherrscht der DNS-323 je nach Festplattenausbau vier Betriebsmodi, darunter die Ansprache als zwei einzelne Platten nebst RAID 0 und RAID 1. Die Network-Storage-Box kommt im Januar in den Handel und kostet 300 Euro – ohne Festplatten, wohlgemerkt.

Speicherwürfel für den gemeinsamen Zugriff im Heim- und Firmennetz.

Fritzbox mit Telefon

Hersteller AVM packt beim neuen FRITZ!Fon 7150 die Komponenten WLAN-Router, Ethernet, DSL-Modem, Telefonanlage für Festnetz und VoIP sowie USB-Anschluss in die Basisstation eines schnurlosen DECT-Telefons. Dank All-in-One-Konzept reduzieren sich Kabelsalat und Netzteilsammlung in der heimischen Kommunikationszentrale.

Das Gerät lässt sich am DSL-Anschluss betreiben, verschmäht aber auch den Festnetzanschluss (ISDN oder Analog) nicht. Die zur Verfügung gestellte WLAN-Anbindung funktioniert nach den Standards 802.11b, 802.11g sowie dem proprietären "802.11g++" (letzteres soll bis zu 125 Mbit/s bieten). Werkseitig ist dafür die WPA-Verschlüsselung aktiviert. Nützlich: Ein Schalter an der Basis knipst die WLAN-Funktion bei Bedarf aus.

Das Telefon verfügt über ein Farbdisplay und bringt einen digitalen Anrufbeantworter sowie ein Telefonbuch für 200 Einträge mit. Das Adressbuch des Telefons und die Anrufliste lassen sich auch via PC editieren. 17 Stunden Gesprächszeit und bis zu fünf Tage Standby bewältigt das Mobilteil, bis es zurück in die Ladeschale muss. Vorerst nur über DSL-Provider erhältlich, kommt das Gerät laut AVM ab Januar 2007 auch in den Einzelhandel; 249 Euro lautet die unverbindliche Preisempfehlung.

Top500 der Supercomputer: Linux führt

In der Top-500-Rangliste (http://www.top500.org) der 500 weltweit schnellsten Supercomputer liegt Linux als Betriebssystem klar vorne. 75 Prozent der Top-500-Rechner setzen Linux ein, Unix folgt mit weitem Abstand (17 Prozent).

Schnellster Rechner und zum zweiten mal in Folge Nummer eins der Liste ist ein System von IBM, der BlueGene/L. Das System ist am Lawrence Livermore National Laboratory (http://www.llnl.gov) installiert, einer für die US-Nuklearforschung zuständigen Forschungseinrichtung. BlueGene/L setzt auf Suse Linux Enterprise Server 9, vereint 131 072 CPUs (PowerPC), 32 TByte Speicher und 806 TByte Festplattenplatz. In dem für die Leistungsmessung zuständigen Linpack-Benchmark kommt der Superrechner auf 280,6 Teraflops (Billionen Fließkommaberechnungen pro Sekunde).

Gigantisch ist nicht nur die Rechenleistung, sondern auch die Verkabelung des BlueGene/L.

DECT-Dual Phone

Mit dem DECT-Dualphone 3088 begegnet mit RTX ein weiterer Anbieter dem Problem, dass bei der Internettelefonie via Skype der PC laufen muss. Das schnurlose Telefon hat die für Skype nötigen Ingredienzen integriert und versteht sich darüber hinaus mit dem Festnetz, was den Namen Dualphone erklärt. RTX preist die Kombination aus schnurloser Festnetz- und Skype-Telefonie als erstmals in einem Gerät vereint an.

Das Telefon ist für den Skype-Betrieb per Netzwerkkabel mit dem DSL-Modem/Router verbunden. Eine weitere Leitung (RJ11-Stecker) führt zum Festnetzanschluss. Der Benutzer wählt die gewünschte Betriebsart dann je nach Bedarf und Technologie der Gegenstelle aus, bei Skype funktionieren zum Beispiel die Notrufnummern nicht.

Die Navigation erfolgt optisch, unterstützt über ein Farbdisplay. Bis zu 10 Stunden Sprechzeit oder maximal 140 Stunden im Bereitschaftszustand macht das DECT-Mobilteil ohne Aufenthalt in der Ladeschale mit. Über die Webseite http://www.dualphone.net kann man das Gerät bereits ordern, Skype will es ab Dezember in seinem Shop anbieten. Die Preisempfehlung lautet auf 160 Euro.

Schnurlos-Telefon für Skype und Festnetz.

Wizpy – Linux-Zwerg für unterwegs

Unter die Rubrik "leichtes Reisegepäck" fällt der 84 x 42 x 12 Millimeter kleine und 60 Gramm leichte mobile Begleiter Wizpy des japanischen Linux-Distributors Turbolinux. Unterwegs ist der Linux-bestückte Kleinrechner für die musikalische Untermalung zuständig, was er mit Ogg Vorbis, MP3 und AAC-Dateien erledigt. Außerdem bringt er ein integriertes UKW-Radio mit. Filmchen zeigt Wizpy, wenn DivX die Basis ist, bei Fotos bevorzugt er das JPG-Format.

Der Hersteller plant noch mehr: Wizpy ist mit Linux bestückt und dient so beim Anschluss an die USB-Schnittstelle eines Rechners als Linux für alle Fälle. Auf vier GByte internem Speicher nimmt das Gerät nicht nur Musik entgegen, sondern als Linux-PC auch neue Anwendungen. Das Gadget erscheint im Februar 2007 auf dem japanischen Markt, für den europäischen Markt gibt es noch keine Termine.

Stilisierter Prototyp: So ähnlich dürfte der Linux-Player Wizpy aussehen.

Mylo für das Schwätzchen unterwegs

"My life online", kurz Mylo, ist die Produktbezeichnung von Sony für einen auf Linux und Qtopia basierenden Kommunikationshandheld. Das mit einem ARM-Prozessor bestückte Kleingerät versteht sich auf WLAN-Verbindungen gemäß 802.11b mit WEP- und WPA-PSK-Verschlüsselung und stellt darüber diverse Kommunikationsmöglichkeiten wie Skype, Instant Messaging, Mail und Internet zur Verfügung.

Bei Funkstille dient Mylo wahlweise auch als MP3-Player – auch für ATRAC und WMA – sowie Videoabspielgerät (MPEG4). 1 GByte interner Speicher und Aufrüstmöglichkeiten mit Sony Memorysticks stellen den Platz für Songs und Filme. Mit einem Maß von 24 x 123 x 63 Millimeter passt Mylo problemlos in die Hemdtasche. Im Gebrauch dient eine per Schiebemechanismus erreichbare QWERTY-Tastatur zu Texteingabe und Navigation. Sony bietet den Online-Lebensgefährten derzeit über seinen Online-Shop (http://www.sonystyle.com) nur in den USA für 350 US-Dollar an.

Mein Leben online – Kleingerät für die Kommunikation unterwegs.

Debian-Installer für NSLU2

Das Netzwerkspeichergerät NSLU2 erfährt mit dem Release der nächsten Debian-Version 4.0 in der Linux-Gemeinde eventuell noch mehr Aufmerksamkeit. Das von Linksys verkaufte Gerät ist wegen seiner auswechselbaren Firmware sehr beliebt. Für das in Kennerkreisen "Slug" genannte NSLU2 existieren diverse Firmware-Hacks (http://www.nslu2-linux.org), darunter der des Multimedia-Servers im Heimnetzwerk. Die Installation einer kompletten Debian-ARM-Linux-Distribution ist ebenfalls gelungen, was den Funktionsumfang dann nicht auf die eingespielte Firmware beschränkt, sondern auf das Repository einer Distribution erweitert.

Mit dem Release von "Etch" könnte letzteres Unterfangen auch für weniger versierte Benutzer einfacher zu realisieren sein. Debian-ARM-Hacker Martin Michlmayr hat unlängst verkündet, dass ein NSLU2-Installer (http://www.cyrius.com/debian/nslu2/) für "Etch" den Status eines Release Candidate erreicht hat. Im fertigen Zustand soll Debian 4.0 das Gerät dann vollständig unterstützen.

Linux auf die PS3

Sony hat einen "Other Os Installer" für die im kommenden Jahr in Europa erscheinende Playstation 3 veröffentlicht. Im Web stellt Sony eine Gebrauchsanweisung zur Installationsroutine für alternative Betriebssysteme zur Verfügung http://www.playstation.com/ps3-openplatform/manual.html. Die Konsole selbst bietet demnach bereits einen Menüpunkt an, mit dem die Installation des Installers klappen soll.

In Verbindung mit Patches für den Kernel 2.6.16 http://www.powerdeveloper.org/playstation.php landet in einem nächsten Schritt ein Linux-Betriebssystem auf der Konsole. In der zusammen mit den Patches veröffentlichten Dokumentation ist die Installation beispielhaft an Fedora Core 5 beschrieben. Sony verweist allerdings darauf, die Installationssoftware von einem Drittanbieter eingekauft zu haben.

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