Aufmacher

Buchtipp

01.01.2007

Einstieg in Javascript

Javascript, vor Jahren noch von vielen als unnötige Spielerei kritisiert, verhilft mittlerweile Webseiten wie Google Maps und Youtube zu gut bedienbaren Benutzeroberflächen. Wer sich in diese Skriptsprache einarbeiten möchte, findet mit Stefan Kochs aktualisiertem Javascript-Buch einen leicht verständlichen Einstieg.

Beginnend mit einer einfachen HTML-Seite und einem "Hello-World"-Skript stellt der Autor Schritt für Schritt alle Bestandteile der Sprache vor: Er erklärt die Arbeit mit Variablen, Verzweigungen und Schleifen und leitet den Leser an, wiederkehrenden Code in Funktionen zu packen. Daneben zeigt er, wie sich die Elemente einer Seite über das Document Objekt Model (DOM) ansprechen lassen und gibt eine kurze Einführung in die objektorientierte Programmierung, soweit sie sich auf Javascript anwenden lässt.

Diagramme illustrieren den Ablauf von Skripten und machen die Hierarchie der Seitenelemente anschaulich, Marginalien helfen dem Leser, rasch Informationen zum gesuchten Thema zu finden. Die meisten Codebeispiele eignen sich gleichermaßen für alle aktuellen Browser – wo das nicht so ist, schlägt Stefan Koch Lösungen vor, etwa für ein Drag & Drop, das auch die Eigenheiten des Internet Explorer berücksichtigt.

Dieses klar strukturierte Buch ist in seiner vierten Auflage auf neuestem Stand. Es behandelt beispielsweise Javascript 1.7, das bisher nur in Firefox 2.0 umgesetzt ist. Zum Abschluss demonstriert es an einem nachvollziehbaren Beispiel, wie die Technologie hinter dem derzeitigen Trend Ajax funktioniert.

Stefan Koch

JavaScript, 4., überarbeitete Auflage

Dpunkt, 2007

978-3-89864-395-5

454 Seiten, gebunden, 39 Euro

http://www.dpunkt.de

Kreativität mit Bedienungsanleitung

In einer Mindmap hält man für gewöhnlich seine Gedanken mit bunten Stiften auf Papier fest. Wer stattdessen Software verwendet, kann Zweige nachträglich verschieben und Mindmaps auf seine Homepage stellen oder per E-Mail verschicken. Dem GPL-Programm Freemind (http://freemind.sf.net) hat Helmut Reibold ein kleines Büchlein gewidmet.

Das Buch beschäftigt sich kaum mit Mindmapping als Kreativitätstechnik, sondern fast ausschließlich mit der Bedienung des Programms. Der Autor steigt in das Thema mit einem Crashkurs ein, der dem Leser rasch vermittelt, wie er Äste und Zweige anlegt und mit Text versieht. Wer das Programm erst noch installieren muss, hat allerdings Pech: Auf einer einzelnen Seite im Anhang erfährt er lediglich, dass der dazu Sun-Java und das Programmpaket von der Freemind-Homepage benötigt.

Der Großteil des Buchs beschreibt im Detail die zahlreichen Einstellungen und Funktionen der aktuellen Freemind-Version 0.8.0: Textformatierung, Hyperlinks, Verbindungen zwischen Zweigen sowie den Im- und Export zahlreicher Formate. Leider orientiert sich der Autor dabei nicht an den Bedürfnissen des Anwenders, sondern an der vorgegebenen Struktur des Programms. Seine Stärken hat das Buch hingegen dort, wo Reibold praktische Erfahrung mit der Anwendung beweist: Er weiss, dass sich die Freemind-Tastaturkürzel mit denen von KDE überschneiden, kennt die Schönheitsfehler des HTML-Exports und bietet für diese und andere Macken Lösungen an.

Auf seiner Website http://reibold.com gibt der Autor weitere Tipps und zeigt beispielsweise, wie sich mathematische Ausdrücke und chemische Strukturformeln in Mindmaps einbinden lassen.

Helmut F. Reibold

Mindmapping mit FreeMind

Bomots, 2006

ISBN 3-939316-16-4

220 Seiten, 14,80 Euro

http://www.bomots.de

Rundumschlag gegen Spam

Zu den leidvollen Aufgaben von Anwendern wie Administratoren gehört der alltägliche Kampf gegen den E-Mail-Spam. Mit dem Buch "SpamAssassin" leistet Alistair McDonald den Leidgeplagten Beistand, wenn er das gleichnamige Tool sowie das Phänomen Spam von vielen Seiten beleuchtet. Auf rund 270 Seiten erfährt der Leser, mit welchen Techniken die Spammer arbeiten und wie sich wirksame Abwehrmaßnahmen dagegen entwickeln lassen.

Schritt für Schritt arbeitet sich der Autor durch die Installation und Konfiguration von Spamassassin hindurch. Dabei berücksichtigt er bei der Integration mit einem Mail Transport Agent neben den Platzhirschen Sendmail und Postfix auch Exim und Qmail. Im Zusammenhang mit dem Filtern und Löschen von Spam weist McDonald auch auf die rechtlichen Aspekte solchen Tuns hin.

Ist der Spamfilter einmal aufgesetzt, gilt es, ihn zu optimieren und so die Trefferquote weiter zu erhöhen. Auch hier gibt das Buch wertvolle Hinweise. Zusätzlich beschreibt es, wie Sie die behandelten Mails in den Mailclients Outlook, Outlook Express, Thunderbird und Qualcomm Eudora richtig aussortieren. Tipps zur Integration eines zweiten Filter sowie zur Performanceoptimierung runden die Lektüre ab.

Alistair McDonald

SpamAssassin

Addison-Wesley, 2005

ISBN 3-8273-2205-7

270 Seiten, 39,95 Euro

http://www.addison-wesley.de

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